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Nordkorea Die gute alte Abschreckung

 ·  Autoritäre Systeme sind häufig ein Raum der Rechtlosigkeit. In Nordkorea ist das nicht anders, wie die jüngsten Atomtests beweisen. Klar ist: Weder direkte Gespräche noch schärfere Sanktionen werden das Regime stoppen.

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Horst Ziegler

Fettaugen auf der Brühe?

Derzeit geht die westliche Diplomatie davon aus, dass eine von Südkorea aus gesteuerte Konterrevolution unmöglich ist. Klar. Dann bleibt nur die "gute alte Abschreckung" in der Hoffnung, Nordkorea würde wie ein morscher Baum zusammenbrechen.

Wenn die Führungskader nicht im Volke verankert sind, d.h. "wie Fettaugen auf der Suppe" schwämmen, dann bedarf es eigentlich nur des Anstoßes von Außen, um das System zu destabilisieren. Aber das Volk duldet!

Der Artikel vermittelt den Eindruck, dass wir Verhältnisse haben wie bei uns in barocken Zeiten, in denen Politik von elitären Minderheiten zu LASTEN DES VOLKES gemacht wurde. Das Volk spielt dann nur die Rolle des Mediums und des "nachwachsenden Rohstoffes" für die Ziele der Funktionäre.

Der Artikel erweckt auch den Eindruck, China, Russland, Japan und die USA hätten sich arrangiert. Aus dieser Bewertung folgt, dass nur eine von Südkorea aus angeschobene Entwicklung (Wandel durch Handel oder Wandel durch Krieg) möglich ist.

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Monika Lorenz

Im Moment

betreibt ja wohl eher Nord-Korea Abschreckung Richtung Süd-Korea und USA als umgekehrt.

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thomas schulz

Die gute alte Abschreckung funktioniert im Fall Nordkoreas leider nicht

da es rational handelnde Akteure vorraussetzt. Wenn es einem Regim am Allerwertesten vorbeigeht, wenn das eigene Volk vor die Hunde geht, schreckt auch nicht vor einem nicht gewinnbaren militärischen Konflikt mit Millionen von Toten zurück.

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gisbert heimes

"Weder direkte Gespräche noch schärfere Sanktionen werden das Regime stoppen."

Sondern, Herr Nordkorea-Versteher?

Ach so, die gute alte Abschreckung. Zu befürchten ist allerdings, daß umgekehrt ein Schuh daraus wird: der sicherste Schutz vor jedweder militärischen Aggression ist für kleine Staaten wie Nordkorea eigenes Abschreckungspotential. Und zwar atomares. Siehe Israel.

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Peter Slater

Solane China nur "bedauert", solange wird Nordkorea die Welt an die Nase herumführen ...

... oder bis Südkorea endlich die Nase voll hat und Nordkorea mit einem ultimativen Krieg droht ... x

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Fritz Garbor

Recht wird immer durch Autorität geschützt. Deshalb sind alle Demokratien AUCH

autoritär, denn sie setzen Recht durch.
Orte der Beliebigleit kennen kein Recht!
Deshalb ist der Satz "Autoritäre Systeme ... Raum der Rechtlosigkeit" unsinnig.

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joachim tarasenko

Nordkorea is calling the shots

Der Deal der Nordkoreaner mit den Amis erinnert mich an Gaddafi. Nur Gaddafi war ein entrückter Potentat, eitel und unvorsichtig gegenüber dem Westen. Während Gaddafi den Wünschen des Westens, (Stop seines Nuklearprogramms) irgendwann nachkam um eine Normalisierung der Beziehungen mit den USA zu erreichen, spielte Nordkorea die Rolle der USA im Atompoker. Mit Schwerpunkt auf spielen. Sie redeten von Abrüstung und trieben sie doch voran, blufften die Amis in einen Deal, welcher die USA schon jubeln liess.Man fragt sich schon wie effektiv Amerikas Spionage Dronen sind, denn sie hätten es ja überprüfen können. So kassierte Nordkorea die Hilfsgüter und zündete dann die Raketen. Die USA haben dort ein Pulverfass errichtet an dem nun alle Parteien herum zündeln. Eine Pattsituation.NK,oft belächelt, hat schon des öfteren gezeigt wozu es fähig ist. Versenkt Spionageschiffe der Amis und Fregatten der Südkoreaner, baut Atombomben und beschießt Inseln.Ungeachtet irgendwelcher Sanktionen.

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Andreas  Bauer
Andreas Bauer (7745) - 16.02.2013 22:29 Uhr

Die Bombe, die einzig wahre Versicherung.

Zitat: "Und dann? Ein Präventivschlag ist für den Westen keine Option... Das Vergeltungspotential ist enorm." Danke für diese ehrlichen Worte aus dem Artikel. Ergo, der "Westen" greift niemanden militärisch an, der in der Lage ist sich zu wehren (zu vergelten). Daher ist es also nur logisch, wenn sich diverse Staaten so schnell wie möglich die Atombombe zulegen, um der Gefahr von Präventivschlägen zu entgehen. Ich erinnere mich: Noch um ca. 2003 hatte Gadaffi sein lybisches Atomprogramm aufgegeben um sich die Gunst des Westens zu sichern. Der Westen hat ihn dann auch vorerst von der Liste der "Schurken" gestrichen. Hat aber nichts geändert, denn man hat ihn dann doch einige Jahre später bombardiert und schließlich gepfählt. Das zeigt anderen Herrschern in der Welt nur, dass es keinen Sinn macht dem Westen zu vertrauen und guten Willen zu zeigen. Man muss sich besser die große Bombe beschaffen und das besser heute als morgen. Das ist die einzig wahre Versicherung.

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Markus Schmidt

Was bringen dauerhafte Sanktionen und Drohungen? Nichts.

Die Staaten, die am stärksten mit Handelsboykott sanktioniert werden, sind besonders stabil. Wieviele Jahrzehnte werden Kuba, Iran und Nordkorea schon boykottiert? Was hat es gebracht außer menschliches Elend? Werden damit die westlichen Werte "exportiert"? Auf äußere Bedrohungen und Gefahren reagieren menschliche Gemeinschaften (instinktiv) mit Zusammenhalt und einem entschlossenen Führer-Hinterherlaufen und nicht mit Selbstzweifeln und Diskussionsrunden. - Wie wäre es mit Handel, Gesprächen, gegenseitige Akzeptanz usw. und mit Verschenken von Saatgut, Schokolade usw. direkt an das geknechtete Volk?

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Jahrgang 1971, Redakteur im Ressort Politik in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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