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Südchinesisches Meer : China fängt amerikanischen Aufklärungsflieger ab

  • Aktualisiert am

Ein amerikanisches Kampfflugzeug landet auf einem Flugzeugträger im Südchinesischen Meer. Bild: AP

Über umstrittenen Gebieten im Südchinesischen Meer hat sich laut Pentagon ein gefährlicher Zwischenfall ereignet. Chinesische Jagdflieger sollen ein amerikanisches Militärflugzeug mit einem unsicheren Manöver abgedrängt haben.

          Zwei chinesische Jagdflieger haben laut einem Bericht des Pentagon ein amerikanisches Militärflugzeug über dem Südchinesischen Meer abgefangen. Die chinesischen Flugzeuge seien gefährlich nahe gekommen, hieß es aus dem Verteidigungsministerium. Der Zwischenfall habe sich in internationalem Luftraum ereignet, teilte ein Regierungssprecher mit.

          Die Maschine der Amerikaner sei am Dienstag auf einem „routinemäßigen Aufklärungsflug“ gewesen, als sich die chinesischen Armeeflieger genähert hätten. Es habe sich um ein unsicheres Manöver seitens der Chinesen gehandelt, sagte Pentagon-Sprecher Jamie Davis. „Ersten Erkenntnissen zufolge handelte es sich um einen gefährlichen Zwischenfall.“ Das Verteidigungsministerium habe „die angemessenen diplomatischen und militärischen Kanäle“ genutzt, um auf den Vorfall zu reagieren.

          Streit um künstliche Inseln

          Im Südchinesischen Meer erheben mehrere Anrainerstaaten einander widersprechende Gebietsansprüche. Um seine Ansprüche zu untermauern, lässt Peking in dem Gebiet künstliche Inseln aufschütten. Die Regierung in Washington weist Chinas Ansprüche auf die Gewässer um die künstlichen Inseln zurück. Sie wirft der Volksrepublik vor, mit der Aufschüttung die freie Schifffahrt in der Region zu bedrohen, durch die ein Drittel der weltweiten Erdöltransporte verläuft.

          Bereits im vergangenen Jahr war es zu einem Zwischenfall zwischen Amerika und China in der Region gekommen. Die chinesische Marine forderte ein amerikanisches Militärflugzeug mehrmals auf, den Luftraum über den umstrittenen Gebieten zu verlassen. Der Pilot weigerte sich und verwies darauf, dass er sich in internationalem Luftraum befinde.

          Quelle: peer./AFP/dpa

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