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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Bundeswehr Neue deutsche Veteranen

 ·  Die Bundeswehr ist zur Einsatzarmee geworden. Doch die Deutschen zollen ihren Rückkehrern aus dem Kosovo oder Afghanistan oft wenig Anerkennung. Der Verteidigungsminister meint, da könne der Begriff des Veteranen helfen. Ausgerechnet die Grünen beschäftigen sich als Erste mit der Idee.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (69)
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Bernd Friedlein

Der Weg von SAZIV nach HartzIV

Mal wieder daneben. Diese lächerliche Diskussion erinnert an Architekten, die anstelle eines Hauses einen Geräteschuppen planen. Parlamentarier, egal welcher Coleur, versäumen es bis heute, eine in den 1990zigern zusammengesparte und durchreformierte Versorgungsverwaltung entsprechend den heutigen Bedürfnissen aufzurichten. Sie entsenden Soldaten durch das Heben ihrer Pfoten, also haben sie auch die billigste Pflicht, egal ob dafür oder dagegen, die im Bedarfsfalle notwendigen Versorgungsansprüche und Therapeutennetze zu pushen.

Solange Manager und Mitarbeiter von gesetzlichen und privaten Kostenträgern nicht in der Grundierung "schön, dass Sie wieder hier sind, was können wir für Sie tun?" handeln, werden weiterhin Ohnmächtige Ohnmächtige beraten. Den meisten hiervon ist es ziemlich wurscht, ob sie dann als Veteran, Rückkehrer oder sonstwas verrecken, im gnädigsten Falle alleine gelassen dahin vegetieren. Bei einer geschätzten Zahl von mittlerweile 20.000 psychisch bedingter Wehr-/Kr

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Markus Teuber

Das GG - Herr Reinhardt

erlaubt (und schreibt dies sogar vor) ,daß sich Deutschland übernationalen Organisationen anschließt -auch militärisch. Die NATO ist eine solche Institution. Am 11.9.2001 wurde ein NATO-Mitgliedstaat angegriffen. Die UNO ist ebenfalls eine solceh Organisation.

Art 24 GG

(2) Der Bund kann sich zur Wahrung des Friedens einem System gegenseitiger kollektiver Sicherheit einordnen; er wird hierbei in die Beschränkungen seiner Hoheitsrechte einwilligen, die eine friedliche und dauerhafte Ordnung in Europa und zwischen den Völkern der Welt herbeiführen und sichern.

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Thorsten Walter

Wer hat die BRD wiederbewaffnet?

Zitat Jens:"
Verengter Blick, die Remilitarisierung begann auf Anweisung der amerikanischen Regierung und wäre auch durchgeführt worden, wenn ein Bischof Regierungschef gewesen wäre."
--------------------------------------------------------------------------------------------------

Das ist falsch. Deutschlands amtierende Regierung Adenauer wollte selbst eine eigene Armee aufbauen.
Stichwort Himmeroder Denkschrift. Die Remilitarisierung geschah vielmehr im Einvernehmen mit NATO und EVG. Gegen den Willen der Mehrheitsbevölkerung. Aber nicht gegen den Willen der damaligen Regierung Adenauer.

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Fritz Reinhardt

"angesichts des Wandels der Bundeswehr hin zu einer Freiwilligen- und Einsatzarmee"

Hätten die Grünen Anstand und Moral behalten, statt sich an die Kapitallobby (IWF und Weltbank) zu verkaufen, gäbe es diese Frage nicht, denn dann wären unsere Soldaten nach wie vor nur im Rahmen des GG tätig und würden die Landesgrenzen nicht überschreiten.

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fred meier
fred meier (Sikasuu) - 21.02.2013 15:36 Uhr

Es kann in der BW keine Veteranen geben!

Die BW ist eine Arme , so steht es wenigstens im GG, die ausschließlich zur Landesverteidigung, wenn ein Natopartner angegriffen wird oder im Rahmen eines UN Einsatzes eingesetzt werden darf!
.
Alle diese Einsatzscenarien hat es seit ihrer Gründung NICHT gegeben. (Oder doch einmal in Somalia?) Es kann also keine "Vetranen" in der gesetzlich verfassten BW geben.
.
Sollten doch in den letzten 50 Jahren deutsche Soldaten im Einsatz gewesen sein, können die nicht aus der BW kommen, das wäre klarer Verfassungsbruch!
.
Oder?
.
Fragt
Sikasuu

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.02.2013 16:20 Uhr
Kai-Uwe Lensky

Wie sagte Kurt Tucholsky:

"...eine Verfassung ist wie eine Flöte: man kann sie an die Wand hängen, man kann aber auch noch etwas andres damit machen!"

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Benjamin  Conrad
Benjamin Conrad (jouk) - 21.02.2013 15:30 Uhr

Vereranen gehören zu einer Armee -

wir haben aber nur eine Bundes"wehr". Und die führt nicht mal Kriege, sondern versucht maximal "militärische Konflikte" zu lösen. Da paßt begrifflich einiges nicht zusammen, vielleicht sollte man erst mal sprachlich Ehrlichkeit walten lassen, bevor man über Inhalte diskutiert.

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Christian Heine

Ich weiß auch nicht...

... normal bin ich immer einer, der sich stark nationalen Symbolen und Institutionen verhaftet fühlt. Selber habe ich auch Ende der 90er vor dem Studium meinen Wehrdienst abgeleistet und will die Erfahrung nicht missen, d.h. ich bin auch schon ein bisschen stolz darauf.
Aber mit dieser neuen Einsatztruppe kann ich mich nicht mehr identifizieren. Weder mit dem was sie ist, noch mit dem was sie macht. Es ist einfache keine traditionelle deutsche Armee mehr. Schaut man sich die Mannstärke und die Art der Einsätze an, kann man es eigentlich auch nichtmal mehr Armee nennen. Die paar tausend Mann Kampftruppen sind in meinem Verständnis eher so etwas, wie eine aufgebohrte Polizeitruppe für begrenzte Einsätze, statt einer Volksarmee zur Landesverteidigung. Allein eine einzige Armeeinheit der Vergangenheit hatte doch mehr Bemannung als heute die ganze Bundeswehr mit allen Teilstreitkräften. Insofern fühle ich seltsamerweise nichts, wenn ich von der BW Afghanistan höre. Es ist einfach so....

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Dragan Jankovic

Grüne Gedankenpolizei der political correctness


Endlich sind die Grünen bei ihrer lange erträumten Gedankenpolizei und dem grünen Wahrheitsministerium angekommen.

..

"Mit 25 Jahren beendete ... Studium. Ich war Mitglied der Roten Zelle Ökonomie, ... linksradikalen Uni-Gruppe. Da ich fand, dass der Sozialismus nur von den Betrieben ausgehen könnte, fing ich als Schweißer bei Opel an und wurde Mitglied der Gruppe "Revolutionärer Kampf", bei der ich Dany Cohn-Bendit und Joschka Fischer kennenlernte."

"Mit 28 Jahren spendete ich mein Familienerbe an die Befreiungskämpfer in Vietnam und Chile. Ich fand, dass das Geld mir nicht zustand, weil meine Vorfahren es nicht durch eigene Arbeit, sondern vermutlich durch Ausbeutung angehäuft hatten."

"Mit 30 Jahren machte ich eine Ausbildung als Elektromechaniker, arbeitete ... als Buchhändler in ... Karl Marx Buchhandlung ... Frankfurt und ... Taxifahrer. Ich unternahm politische Reisen nach Lateinamerika &übersetzte Romane."

...

Zitate: Homepage von Tom Königs - Grüne - MdB

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.02.2013 15:41 Uhr
Herbert Weidinger

Und dann?

Und was ist in den 37 Jahren danach passiert? Das würde mich interessieren. Können Sie das auch kopieren, dann muss ich nicht extra nachschlagen? Danke! (falls Sie die Gedankenpolizei schon abgeholt hat, müssen Sie natürlich nicht mehr antworten).

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Henriette Kaschulke

Bundesarmee?

Wenn selbst der Verteidigungsminister die Bundeswehr als Armee bezeichnet, wieso nennen wir dann nicht die Bundeswehr in Bundesarmee um.

Sicherlich darf man aber nicht vergessen, dass der Verteidigunsgminister mit den Begriffen recht leichtfertig operiert. Eine Marine gibt es schließlich auch in der BRD.

Die Österreicher haben es einfacher, ihr Bundesheer unterhält auch nur eine kleine Donauflussschifffahrt. Vielleicht sollte sich Herr de Maizière daher mit einem Wohnortwechsel nach Wien befassen. London oder Paris wäre aber nicht zu empfehlen. Wologograd ebenfalls nicht. Matrosen der deutschen Marine würde man dort vielleicht noch zuwinken, deutschen Soldaten des Heeres vielleicht nicht, schon gar nicht, wenn sie sich als Angehörige einer deutschen Einsatzarmee vorstellen würden.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.02.2013 19:26 Uhr
Wolfgang Balzuweit

S. g. Frau Kaschulke ,

das sind doch Wortspielereien. Schauen Sie, der Franzose sagt zu seinen Streitkräften "Les forces armées", also "die bewaffneten Kräfte", die (z.B. in F) 5 Teilstreitkräfte umfasst, in D nur Heer, Luftwaffe und Marine. Wenn de Maizière die Bundeswehr als Armee bezeichnet, so ist das in D eigentlich unüblich, was evtl. seiner ursprünglich franz. Herkunft geschuldet sein könnte (sprachliche Unreinheiten im mil. Bezug sollten ihm sein Vater (GenInsp der Bw) aber ausgetrieben haben)
Genau so falsch wäre es, statt Armee „Heer“ zu sagen, wie es ganz früher üblich war, weil mit dem "Heer" Kampf-und Unterstützungstruppen für den Bodenkampf gemeint sind.
Mit Armee wurden beim Deutschen Militär vor der Bw ein Heeres-Großverband aus i.d.R. 2 Armeekorps und zwischen 4 bis 6 Heeres-Div. bezeichnet. Die Bw hatte nie eine Armeegliederung, sondern sie war bei den Heerestruppen in "besten Zeiten" max. in 3 Korps mit insgesamt 12 Heeres-Div. (Pz, PzGren, GebDiv, LLDiv, später auch Jäger-Div). Danke

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Markus Bachmann
Markus Bachmann (Herr_B) - 21.02.2013 13:33 Uhr

Die Grünen sind in Deutschland nicht notwendig

Über die Afghanistanbeteiligung werden wir bald bilanzieren, dass sie nutzlos und teuer war. Nicht nur nutzlos, sondern auf geradezu alarmierende Weise schadvoll für die BRD ist die Beteiligung der Grünen an der Politik, ebenso ihre unser Gemeinwesen vergiftende Ideologie eines dissozialen Multikulti und die mehrfach bekundete Absicht, Deutschland zu zerstören. Der Begriff vom Veteranen ist ein kulturhistorisch gewachsenes Phänomen und sein Gebrauch daher völlig selbstverständlich und gesund. Die Bestrebungen dieser Grünen zeugen von fehlender Allgemeinbildung sowie von Wirklichkeitsferne. Es ist diese immer wieder zu beobachtende Unsitte einer selbstreferentiellen und zugleich intentionalen Wohlstandssoziologie, die reflexartig mit dem Verwischen von Tatsachen befasst ist. Dinge so zu benennen wie sie sind, gilt als unfein und reaktionär. Hinter diesem Verhalten steckt scheinbar eine Mischung aus Unreife und Selbsthass. Für unser ökologisches Handeln brauchen wir die Grünen nicht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.02.2013 06:20 Uhr
Bertram von Steuben

Sorry, ich habe Ihren Artikel gar nicht gelesen und nur aufgrund der Überschrift "empfohlen" !!!

Denn diese Überschrift ist, unabhängig vom Thema, universell!
Den Inhalt würde ich jetzt - nach dem Lesen - natürlich auch gerne gesondert empfehlen :-)

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Stefan Kugl
Stefan Kugl (Kugll) - 21.02.2013 13:31 Uhr

Am Hindukusch

wird - leider - ein korruptes Regime mit Nähe zum Drogenhandel an der Macht gehalten. Mag sein, dass es dafür Gründe gibt - aber generell Achtung wird man für die Teilhabe an so einem Einsatz wohl kaum erwarten können.

Echten Veteranen wird von Militaria-Freunden weiterhin Achtung entgegengebracht wegen überstandener besonders schwerer Gefechte. Etwa den US-Soldaten im Korengal-Tal.
Derlei Einsätze blieben unseren Soldaten (zu ihrem Glück) erspart, auf die Militaria-Bewunderung müssen sie leider auch verzichten.

Und zu der Gefahr. Die BW hat in 12 Jahren Afghanistan keine 40 Mann durch Feindeinwirkung verloren. Arme Spinner, die beim Rumspielen mit der Waffe zu schaden gekommen sind, nicht eingerechnet.
Ehrlich gesagt ist die Gefährdung bei Forst- und Streckenarbeitern um einiges höher.

Der Beitrag ist jetzt nicht ganz fair, aber die Helden-Leier nervt einfach. Was soll erst sein, falls sie mal gegen eine gut ausgerüsteten Gegner ankämpfen müssen?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.02.2013 20:35 Uhr
Stefan Kugl
Stefan Kugl (Kugll) - 21.02.2013 20:35 Uhr

Das ist ja nicht mal lustig

Als typisches und herausstechendes Risikomerkmal bei Soldaten gilt die Feindeinwirkung. BW Tote etwa 40 in 12 Jahren. Und oh Wunder als typisches und herausstechendes Risikomerkmal bei Streckenarbeitern gilt nicht der Taliban sondern der Unfall mit der Bahn. Beim Forstarbeiter der Holzschlag.
Das sind allerdings auch die gefährlichsten Berufe in Deutschland. Und Soldaten und Polizisten zählen nicht dazu. Und so oder so ist es kein guter Zug, sich über Leute, die bei Arbeitsunfällen sterben, dumme Holzbock-Witzschen zu reißen.

Und um etwas Böses zu sagen: Jeder Soldat weiss doch, dass der Einsatz gelinde gesagt umstritten ist. KLar Angehörige und Freunde halten sich zurück, aber wenn man bei dem Mist mitmacht, muss man das selber wissen.
Ich bin das Genöle einfach leid: Sollen sich die Unzufriedenen doch bei ihrem Bundestagsabgeordneten oder Herrn Karasi aussprechen - da haben sie vielleicht mehr Glück

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Christian Hund

Im Bayerischen Wald

Wenn Sie einzig und allein Feindeinwirkung als anerkennenswert betrachten, wie kommen Sie in Ihrer Risikoanalye bitte zu dem Schluss, dass Forst- und Streckenarbeiter höherer Gefahr ausgesetzt sein?
Der gemeine Holzbock ist nicht wirklich gemein, ein herabstürzender Ast zählt nicht als Feindeinwirkung - auch wenn ich Verständnis für den Täter-Baum hätte - und auch, wenn "nur" 38 deutsche Soldaten unter Feindeinwirkung in Afghanistan gefallen sind, wurden ferner über 250 Soldaten bei Kampfhandlungen(!) verletzt, nicht selten für ihr Leben gezeichnet.
Hingegen hörte ich noch von keinen Sprengfallen in bundesdeutschen Forstgebieten... aber gut, ich kriege auch nicht alles mit.
Der Beitrag ist jetzt sicher etwas zynisch, aber die Relativismus-Leier nervt einfach.

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Alfred Vomberg

Europäisch Legion

nach dem Vorbild der französischen Fremdenlegion.
Um Krieg zu führen, braucht man Soldaten, deren Tot nicht die ganze Aktion in Frage stellt.
Da, wo es nicht um die Vaterlandsverteidigung geht, sind Söldner die ehrlichste Lösung.
Menschen, die aufgrund ihres erhöhten Testosteronspiegels Schwierigkeiten mit der zivilen Gesellschaft Probleme haben, eine Heimat zu geben, in der sie Disziplin lernen, ist keine schlechte Sache.
Das gibt dann auch weniger Probleme mit der Posttraumatischen Belastungsstörung.

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Christian Hund

Junge, komm bald wieder...

Die mangelnde Anerkennung für besondere Leistungen von Soldaten, Polizisten, Feuerwehrmännern, Rettungsassistenten etc. etc. führe ich darauf zurück, dass im Jahre 2013 nur wenige Bundesbürger gelernt haben, für ihren Wohlstand und Komfort Opfer zu erbringen. Da die Wehrpflicht ausgesetzt wurde und zum Schluss ohnehin kaum noch einer seine Dienstpflicht wahrgenommen hat, werden immer mehr "Maden im Speck" erwachsen, die nicht mal ansatzweise erfahren haben, wie es ist für unsere verkorkste Gesellschaft gerade zu stehen.
Wer hier Feuergefechte in Char Darreh mit dem täglich Brot eines Dachdeckers vergleicht, beweist, warum es wichtig ist über gewisse Dinge zu sprechen...
Es ist wohl auch in Ordnung einem Polizisten das Messer ins Bein zu rammen - denn schließlich ist es sein Job. Oder der Putzfrau ein extra-Häufchen neben die Toilette zu setzen - sie kriegt ja Geld dafür...
Genauso reinen Gewissens kann ich meinen Müll überall liegen lassen. Ist ja sicher der Job von irgendwem...

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Peter Keul
Peter Keul (hildennet) - 21.02.2013 12:55 Uhr

Die Debatte ist überflüssig

Eine deutsche Armee im Jahre 2013 ist nichts anderes als ein Dienstleister in Sachen Sicherheit.
Dabei kann man es belassen. Von Orden und Wertschätzungsrhetorik hat niemand was.

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Christina Bechtold

Am Thema vorbei....

Die meisten Kommentare hier verfehlen voll und ganz das Thema.

Sie verwechseln Anerkennung fuer diesen Job mit all den Risiken etc. mit der politische Zustimmung zu den Einsaetzen.

Ob Sie (oder andere) es gut oder schlecht finden wo die Bundeswehr ihre Einsaetze hat, sind ja vollkommen irrelevant. Ein Soldat kann sich schliesslich nicht aussuchen welche Kriege er kaempft und wo er zum Einsatz kommt. Das ist eine ganz andere, separate, politische Diskussion die mit diesem Thema nichts zu tun hat....

Diese politischen Fragen muessen natuerlich gestellt werden und ich stimme zu, dass es hier sehr viel Unverstaendnis gibt, aber hier werden die falschen angegriffen....

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Hans Miller
Hans Miller (h.miller) - 21.02.2013 12:05 Uhr

Killerbanden

Selten habe ich so viele Beiträge gelesen, die so massiv mit Unwissenheit und bösartigen Ressentiments auftrumpfen und groteskerweise geradzu komödiantisch wirken.

„[...] die Amis...“, „[...] das ist eine Söldnerarmee.“Veteranen sind freiwillig Verblendet...“ usw.

Auch wenn ich schockiert bin, kann ich es verstehen - denn hinter allem steckt eine böse Verschwörung!

Alle Einsätze wurden durch den Bundestag beschlossen und dort wurde sogar demokratisch abgestimmt. Hinter den Abgeordneten stand kein Soldat, der ihnen eine Pistole an den Kopf hielt, weil er unbedingt in den Krieg ziehen wollte.
Nein, die Bundeswehr, diese gemeine, gewitzte Mörderbande, setzte den Hebel an anderer Stelle an. Sie ging in die Wahlbüros und zwang das Gros der deutschen Normalbürger das Kreuz an der richtigen Stelle zu setzen. Endlich durften deutsche Soldaten wieder gen Osten marschieren.

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Christina Bechtold

Nicht durchdacht...

Ich muss Ihnen leider widersprechen und finde Ihre Haltung eher arrogant und ignorant. Auf das Gehalt moechte ich gar nicht erst eingehen eines Soldaten, aber bevor man hier so schnell auf einen Wagen springt sollte man zumindest beruecksichtigen, dass dieser Job mehr Risiken birgt als ein Durchschnittsjob, dass er Menschen ueber einen langen Zeitraum von ihren Familien fernhaelt und in Gebiete bringt die normalerweise nicht unbedingt als Urlaubsziele vermarktet werden...

Die Kommentare darueber ob Sie (oder andere) es gut oder schlecht finden wo die Bundeswehr ihre Einsaetze hat, sind ja vollkommen irrelevant. Ein Soldat kann sich schliesslich nicht aussuchen welche Kriege er kaempft und wo er zum Einsatz kommt. Das ist eine ganz andere, separate, politische Diskussion die mit diesem Thema nichts zu tun hat....

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.02.2013 12:58 Uhr
Karsten Müller

@Christina Bechthold

Zitat:
"Ein Soldat kann sich schliesslich nicht aussuchen welche Kriege er kaempft und wo er zum Einsatz kommt. "

Das ist nicht wahr!
Das hätten vielleicht noch die Wehrpflichtigen der Wehrmacht für sich in Anspruch nehmen können. Immerhin drohte denen Erschießung, bei Weigerung. Unsere heutigen Soldaten können jederzeit "Nein" sagen. Selbst im afghanischen Schützengraben kann er sagen: "Schluss. Ich will jetzt nach Hause." Was sollte ihm denn Schlimmes passieren? Ein Berufsverbot vielleicht, ja.

Die Soldaten unserer Berufsarmee sind freiwillig dort! Sie verdienen unseren Respekt. Das ist aber etwas anderes als eine besondere gesellschaftliche Würdigung für die Berufsausübung!

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Markus Teuber

Am Hinduksch

wurde und wird Deutschlands Freiheit mitverteidigt !
.
Dieser Satz ist ebenso richtig wie die Tatsache,daß es - allein von Serbien ausgehend- im Kosovo eben doch einen Völkermord gegeben hat bzw dieser bereits im Gange war,als die NATO zur Eindämmung der serbischen Vernichtungspolitik dort eingriff.
.
Im Kosovo wurde im Übrigen der Schutz-Auftrag der UNO durchgeführt ! Das sollte gefälligst nicht absichtlich unterschlagen werden !
.
Die BW ist und war nie eine reine Privat-Verteidigungs-Armee für Deutschland,sondern Teil der NATO und damit auch Verteidigungsbestandteil gegen alle Angriff und Bedrohungen ,welchen sich die NATO-Mitglieder gegenüber sahen und sehen.

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Markus Teuber

Niemand muß zur Polizei -Herr Müller !

Ob jemand aus persönlichen Gründen zur Bundeswehr geht oder nicht ist für die Frage der Anerkennung der Soldaten völlig unwichtig .

Bei Ärzten etwa oder Rechtsanwälten oder Lehrern etwa überwiegen ja wohl auch eher persönliche Gründe (Einkommen,gesellscahftliche Stellung,....) .
.
Daneben halte ich Ihre Aufzählung der Gründe ,warum jemand zur BW geht ,für recht obskur.
.
Gleichwohl dienen die Soldaten -egal wo sie heute im Einsatz sind- sehr wohl den Interessen Deutschlands - auch in Afghanistan.
Und genau deswegen hätten die Soldaten in Deutschland ein viel höheres Ansehen und eien viel viel größere Würdigung verdient.
Übrigens : bereits zu den Zeiten des Kalten Kriegs waren BW-Soldaten durchaus für "Auslandseinsätze" im Rahmen der Verteidigung des gesamten NATO-Gebietes vorgesehen.
Die Gebirgsjäger etwa hätten auch in Norwegen eingesetz werden können !
.
Sie mögen den Nutzen der Einsatzziele ja anders beurteilen - andere beurteilen es aber wieder anders als Sie.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.02.2013 13:51 Uhr
Karsten Müller

@Christian Hund

Zitat:
"kommen Sie nun nicht mit "Augen auf bei der Berufswahl""

Welche Argumente ich anführe, müssen Sie mir überlassen, ansonsten können Sie sich gern in Monologen üben! Und natürlich sage ich: "Augen auf bei der Berufswahl". Wer sich die Hände nicht schmutzig machen will, sollte nicht im Bergbau arbeiten. Die Zeiten der Wehrpflicht sind vorbei. Heutige Soldaten üben einen Beruf aus und müssen sich mit den berufstypischen Vor- und Nachteilen arrangieren. Das Aufgabenfeld der BW hat sich von der Landesverteidigung entfernt. Es geht dabei nicht einmal um europäische Verteidigung, sondern um globale Machtpolitik bzw. Ressourcensicherung für andere Mächte. Zurückkommend auf das eigentliche Thema, sage ich, eine Würdigung, ist nicht nötig, da keine besonderen Verdienste für Deutschland erworben werden. Anerkennung im Sinne von gesellschaftlicher Würdigung/Herausstellung und moralischen Rückhalt kann es nur geben, wenn die Ziele vom Volk unterstützt werden und in dessen Sinne sind.

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Christian Hund

@ Karsten Müller

Der feine Unterschied zu Ärzten und Rechtsanwälten ist: seit 2002 hat vermutlich kaum einer dieser Kohorte in Ausübung ihres Berufes das Leben oder ein Körperteil verloren. ;-)
Und bitte, bitte, bitte kommen Sie nun nicht mit "Augen auf bei der Berufswahl" oder ähnlich unbrauchbaren Statements.
Entgegen Ihrer Auffassung ist es aber tatsächlich so, dass z.B. auch Ärzte regelmäßig nach mehr "Anerkennung" schreien. Oder halten Sie den Marburger Bund, die Bundesärztekammer und ähnliche berufsständige Vertretungen für karitativ?
Glauben Sie, der durchschnittliche Industriemechaniker bei RWE, Bayer usw. empfängt keine Anerkennung, wenn seine Gewerkschaft die nächste perverse Lohnerhöhung aushandelt? Glauben Sie, die Piloten bei Lufthansa und Co. verdienen wirklich so schlecht, dass die Vereinigung Cockpit diese vor dem Hungertod bewahren muss?!?
Den Soldaten geht es tatsächlich nicht um mehr Geld, sondern um den moralischen Rückhalt, der fehlt.

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Karsten Müller

@Markus Teuber

Zitat:
"...aus persönlichen Gründen...völlig unwichtig...Ärzten etwa oder Rechtsanwälten oder Lehrern..."

Wieso unwichtig? Werden Ärzte, Rechtsanwälte usw. für die Berufsausübung geehrt? Vielleicht verwechseln Sie Respekt mit Anerkennung. Ich respektiere die Soldaten unserer BERUFSARMEE, aber eine herausragende gesellschaftliche Stellung haben sie nicht verdient.

"...Aufzählung der Gründe ,warum jemand zur BW geht ,für recht obskur."

Was ist daran obskur und welche Gründe sehen Sie?

"Gleichwohl dienen die Soldaten ... sehr wohl den Interessen Deutschlands - auch in Afghanistan."

Welche Interessen sind das?

"...bereits zu den Zeiten des Kalten Kriegs waren BW-Soldaten durchaus für "Auslandseinsätze" im Rahmen der Verteidigung des gesamten NATO-Gebietes vorgesehen..."

Sie schreiben richtig: "Verteidigung". Die Bundeswehr diente der Verteidigung des Landes und der Bündnispartner. Das war im Interesse Deutschlands und richtig. Die heute üblichen Auslandseinsätze sind überflüssig!

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Alfred Vomberg

Was wollen wir?

Das Grundgesetz verbietet insbesondere Vorbereitung eines Angriffskrieges.
Militärinterventionen in fremden Ländern sind nun aber mal kein Verteidigungskrieg.
Um hier nicht in die Zwickmühle zu geraten, sind das also entweder keine Kriege, oder wir führen sie nicht, sondern übernehmen nur militärischer Verantwortung.

Nun muss man sich schon entscheiden, ob man der Bevölkerung weiter Sand in die Augen streuen, oder den Stolz auf die eigenen militärischen Leistungen wecken will.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.02.2013 13:06 Uhr
Alfred Vomberg

@Torsten Gingemeyer

Das Recht zum Kriegführen

würde uns wenigstens die verlogenen moralischen Rechtfertigungen ersparen.
Betrachtet man aber unseren großen Bruder, so scheint die militärische Aktion nicht Mittel zur Wahrung der nationalen Interessen, sondern Selbstzweck.
Ein arbeitsloser Militärisch-Industrieller-Komplex wäre für ihn eine wirtschaftliche Katastrophe.
Nur so lässt sich erklären, dass regelmäßig der teuer aufgerüstete Verbündete von gestern, der Gegner von heute ist.
Die eigentliche Frage ist doch nicht, ob wir das Recht zum Kriegführen brauchen, sondern ob auch wir einen solchen Militärisch-Industrieller-Komplex aufbauen wollen.

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Torsten Gingemeyer

@ Herr Vomberg

Das Recht zum casus belli also zum Kriege ist das Recht eines jeden souveränene Staates. Der Paragraph im GG gegen die Vorbereitung eines Angriffskrieges wurde auf Druck der Allierten Besatzungsmächte in das GG eingefügt. Nach der Wiedervereinigung war eigentlich im GG vorgesehen eine Verfassung (modernisiert aber beruhend auf den positiven Grundwerten des GG) einzuführen. Diese moderniserte Verfassung sollte mal in Angriff genommen werden. Diese Verfassung könnte von solchen Paragraphen wie dem von ihnen genannten entrümpelt werden.Den diese sind mit der Vorstellung eines souveränen Staates unvereinbar und nur aus den damaligen Machverhältnissen heraus verständlich. Hier sind Reformen notwendig!

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21.02.2013, 09:01 Uhr

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