21.02.2013 · Die Bundeswehr ist zur Einsatzarmee geworden. Doch die Deutschen zollen ihren Rückkehrern aus dem Kosovo oder Afghanistan oft wenig Anerkennung. Der Verteidigungsminister meint, da könne der Begriff des Veteranen helfen. Ausgerechnet die Grünen beschäftigen sich als Erste mit der Idee.
Von Johannes LeithäuserRichtlinien für Lesermeinungen
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wie hier von Soldaten geredet wird. Nein, sie verdienen nicht soooo viel
Geld, so wie hier geredet wird hat man das Gefühl, sie würden
Milionenboni bekommen.
Es mag sein, dass man mit den Einsätzen nicht einverstanden ist,
aber da ist die Politik dran schuld. Warum soll man den Soldaten keine
Anerkennung für ihre gute und gefährliche Arbeit geben? Sie
können nichts dafür, dass der Einsatz nicht immer sinnvoll
ist!
Wenn man sagen würde, Feuerwehrmänner brauchen mehr
Anerkennung, und Unterstützung wenn sie sich verletzen sollten
kommt doch auch keiner und sagt "Ja der hat aber freiwillig mein
Leben gerettet, da ist er selber Schuld!"
Der Weg von SAZIV nach HartzIV
Mal wieder daneben. Diese lächerliche Diskussion erinnert an
Architekten, die anstelle eines Hauses einen Geräteschuppen planen.
Parlamentarier, egal welcher Coleur, versäumen es bis heute, eine
in den 1990zigern zusammengesparte und durchreformierte
Versorgungsverwaltung entsprechend den heutigen Bedürfnissen
aufzurichten. Sie entsenden Soldaten durch das Heben ihrer Pfoten, also
haben sie auch die billigste Pflicht, egal ob dafür oder dagegen,
die im Bedarfsfalle notwendigen Versorgungsansprüche und
Therapeutennetze zu pushen.
Solange Manager und Mitarbeiter von gesetzlichen und privaten
Kostenträgern nicht in der Grundierung "schön, dass Sie
wieder hier sind, was können wir für Sie tun?" handeln,
werden weiterhin Ohnmächtige Ohnmächtige beraten. Den meisten
hiervon ist es ziemlich wurscht, ob sie dann als Veteran,
Rückkehrer oder sonstwas verrecken, im gnädigsten Falle
alleine gelassen dahin vegetieren. Bei einer geschätzten Zahl von
mittlerweile 20.000 psychisch bedingter Wehr-/Kr
erlaubt (und schreibt dies sogar vor) ,daß sich Deutschland
übernationalen Organisationen anschließt -auch
militärisch. Die NATO ist eine solche Institution. Am 11.9.2001
wurde ein NATO-Mitgliedstaat angegriffen. Die UNO ist ebenfalls eine
solceh Organisation.
Art 24 GG
(2) Der Bund kann sich zur Wahrung des Friedens einem System
gegenseitiger kollektiver Sicherheit einordnen; er wird hierbei in die
Beschränkungen seiner Hoheitsrechte einwilligen, die eine
friedliche und dauerhafte Ordnung in Europa und zwischen den
Völkern der Welt herbeiführen und sichern.
@ Markus Teuber „Das GG [...] erlaubt (und schreibt dies sogar vor) ,daß sich Deutschland
übernationalen Organisationen anschließt -auch militärisch.“
Der von Ihnen zitierte Art. 24 Abs 2 ist eine Kannbestimmung. Sie machen
daraus ein Muß, das ist falsch.
Wer hat die BRD wiederbewaffnet?
Zitat Jens:"
Verengter Blick, die Remilitarisierung begann auf Anweisung der
amerikanischen Regierung und wäre auch durchgeführt worden,
wenn ein Bischof Regierungschef gewesen wäre."
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Das ist falsch. Deutschlands amtierende Regierung Adenauer wollte selbst
eine eigene Armee aufbauen.
Stichwort Himmeroder Denkschrift. Die Remilitarisierung geschah vielmehr
im Einvernehmen mit NATO und EVG. Gegen den Willen der
Mehrheitsbevölkerung. Aber nicht gegen den Willen der damaligen
Regierung Adenauer.
@ Thorsten Walter „Aber nicht gegen den Willen der damaligen Regierung Adenauer.“
Das habe ich auch nicht behauptet. Dennoch gilt: Du kannst di dreien as
du willst, de Mors blivt immer achtern. Muß ich nicht
übersetzen, versteht jeder.
Die Himmeroder Denkschrift arbeitet den Kern des Problems heraus, die
Bedrohung aus dem Osten durch die SU, die durch den BGS nicht
aufzufangen war, denn die Ausrüstung dieser Truppe entsprach dem
der Reichswehr 1919. Wäre die SU weiter nach Westen gedrängt,
hätten die Alliierten vor dem Dilemma gestanden sich
vollständig zu rüsten oder D und F dem Bolschewismus
preiszugeben. Bei D hätten sie sich leicht getan, dann wären
wir als Problem verschwunden gewesen, aber F!? Also mußte eine
Auffangarmee her, die Bundeswehr. Zu meiner Zeit in der BW hieß
es: Die Bundeswehr ist dazu da einen Feind solange zu beschäftigen,
bis Soldaten kommen. Adenauer hat entsprechende Winke mit dem Zaunpfahl
aus Paris und Washington erhalten, denn es sollte damit auch die
„Souveränität“ der BRD herausgestellt werden (ende
des Besatzungsstatuts).
"angesichts des Wandels der Bundeswehr hin zu einer Freiwilligen- und Einsatzarmee"
Hätten die Grünen Anstand und Moral behalten, statt sich an die Kapitallobby (IWF und Weltbank) zu verkaufen, gäbe es diese Frage nicht, denn dann wären unsere Soldaten nach wie vor nur im Rahmen des GG tätig und würden die Landesgrenzen nicht überschreiten.
Dazu müßte es alte deutsche Veteranen geben. Die gibt es aber nicht, denn sie wurden, egal welcher Waffengattung oder welchem Truppenteil sie angehörten, von den Alliierten per se zu Kriegsverbrechern erklärt. Ihnen wurden Orden und Ehrenzeichen abgenommen, sie mußten ihren Dienstgrad auf der Uniform entfernen und verloren damit ihren Kombattantenstatus. Nach dem Krieg wurde ihnen verboten Veteranenvereine zu gründen, ebenso das tragen der Originalorden und Ehrenzeichen. Was wäre wohl in den USA, GB, Rußland etc. passiert, hätte man die Soldaten dort ebenso behandelt.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.02.2013 19:04 Uhr@ Herbert Weidinger "Nur Hakenkreuze etc. dürfen bekanntlich nicht gezeigt werden."
Und welcher Orden aus dieser Zeit hat kein Hakenkreuz? Sogar die
Medaille für "25 Jahre treue Dienste" meines
Großvaters bei der Reichspost hat eines.
„Alles andere hat sich in der BRD auch nicht so zugetragen, wie
sie es schildern.“
Als sich das, was ich geschildert habe zutrug, gab es die BRD noch gar
nicht, das dauerte noch 4 Jahre.
Das, was ich geschildert habe, geht auf einen Befehl des Generals
Eisenhower zurück, zu dem Zeitpunkt ein Deutschenhasser.
So nicht
Es gibt ein Ordensgesetz und das verbietet das Tragen von Orden etc., die während der NS-Zeit verliehen wurden nicht grundsätzlich. Nur Hakenkreuze etc. dürfen bekanntlich nicht gezeigt werden. Alles andere hat sich in der BRD auch nicht so zugetragen, wie sie es schildern.
Es kann in der BW keine Veteranen geben!
Die BW ist eine Arme , so steht es wenigstens im GG, die
ausschließlich zur Landesverteidigung, wenn ein Natopartner
angegriffen wird oder im Rahmen eines UN Einsatzes eingesetzt werden darf!
.
Alle diese Einsatzscenarien hat es seit ihrer Gründung NICHT
gegeben. (Oder doch einmal in Somalia?) Es kann also keine
"Vetranen" in der gesetzlich verfassten BW geben.
.
Sollten doch in den letzten 50 Jahren deutsche Soldaten im Einsatz
gewesen sein, können die nicht aus der BW kommen, das wäre
klarer Verfassungsbruch!
.
Oder?
.
Fragt
Sikasuu
Wie sagte Kurt Tucholsky:
"...eine Verfassung ist wie eine Flöte: man kann sie an die Wand hängen, man kann aber auch noch etwas andres damit machen!"
Vereranen gehören zu einer Armee -
wir haben aber nur eine Bundes"wehr". Und die führt nicht mal Kriege, sondern versucht maximal "militärische Konflikte" zu lösen. Da paßt begrifflich einiges nicht zusammen, vielleicht sollte man erst mal sprachlich Ehrlichkeit walten lassen, bevor man über Inhalte diskutiert.
... normal bin ich immer einer, der sich stark nationalen Symbolen und
Institutionen verhaftet fühlt. Selber habe ich auch Ende der 90er
vor dem Studium meinen Wehrdienst abgeleistet und will die Erfahrung
nicht missen, d.h. ich bin auch schon ein bisschen stolz darauf.
Aber mit dieser neuen Einsatztruppe kann ich mich nicht mehr
identifizieren. Weder mit dem was sie ist, noch mit dem was sie macht.
Es ist einfache keine traditionelle deutsche Armee mehr. Schaut man sich
die Mannstärke und die Art der Einsätze an, kann man es
eigentlich auch nichtmal mehr Armee nennen. Die paar tausend Mann
Kampftruppen sind in meinem Verständnis eher so etwas, wie eine
aufgebohrte Polizeitruppe für begrenzte Einsätze, statt einer
Volksarmee zur Landesverteidigung. Allein eine einzige Armeeinheit der
Vergangenheit hatte doch mehr Bemannung als heute die ganze Bundeswehr
mit allen Teilstreitkräften. Insofern fühle ich seltsamerweise
nichts, wenn ich von der BW Afghanistan höre. Es ist einfach so....
Ist oder war hier eigentlich irgendjemand Soldat?
MfG
FT
@Hr. Franke
Ich habe diese Frage gestellt, weil es mich interessiert, wer hier
eigentlich über wen diskutiert. Zivilisten über Soldaten,
Zivilisten mit Soldaten, nur Soldaten oder nur Zivilisten. Ich finde es
irgendwie krampfhaft, über Veteranen zu diskutieren,wenn nur
"Verweigerer" und Kriegsgegner anwesend sind. Das ist
irgendwie keine gesunde Mischung. Find ich.
MfG
FT
@Hr. Lensky und Andere
"Ich habe nie gedient und bin grundsätzlich gegen den Krieg.
Allerdings ist eine ablehnende Haltung dem Krieg gegenüber nciht
gleichbedeutend damit, die Soldaten anzuspucken und ihnen die Achtung zu verweigern."
Und genau DAS ist die Haltung, die ich in dieser Diskussion vermisse.
Als ehemaliger Soldat. (LTG 62) Ich habe mich für mein Ding"
entschlossen und die Entscheidungen anderer, zu verweigern,
respektiert. Allein schon deshalb, weil einige meiner besten Freunde
nicht dienen wollten, aber die Freundschaften darunter ja nicht leiden
sollten. So tolerant MUSS man doch sein, oder?
" Ich schaffe ein Übel nicht aus der Welt, indem ihn ihm einen
angenehmeren Namen gebe. "
Ja, aber darin sind die leider Weltmeister. Aber das kann man ja zum
Glück alle vier Jahre ändern....:)
@Alle anderen: Augen geradeaus! Im Marsch-Schritt in die Quartiere! ;=)
MfG
FT
@Focus Turnier "Ist oder war hier eigentlich irgendjemand Soldat?
Ja, vom 1. April 1969 bis 5. Oktober 1970. 3. Fernmeldebataillon 610
Nein
Ich habe nie gedient und bin grundsätzlich gegen den Krieg.
Allerdings ist eine ablehnende Haltung dem Krieg gegenüber nciht
gleichbedeutend damit, die Soldaten anzuspucken und ihnen die Achtung zu verweigern.
Wenn dem Herrn Politiker das Wort Veteranen nciht gefällt, soll er
dafür sorgen, dass Deutschland keine Kriege führt, dann gibt
es auch keine Veteranen.
Vielleicht sollte sich die grüne Parteizentrale groß ins
Hauptquartier hängen: Ich schaffe ein Übel nicht aus der Welt,
indem ihn ihm einen angenehmeren Namen gebe.
Grüne Gedankenpolizei der political correctness
Endlich sind die Grünen bei ihrer lange erträumten
Gedankenpolizei und dem grünen Wahrheitsministerium angekommen.
..
"Mit 25 Jahren beendete ... Studium. Ich war Mitglied der Roten
Zelle Ökonomie, ... linksradikalen Uni-Gruppe. Da ich fand, dass
der Sozialismus nur von den Betrieben ausgehen könnte, fing ich als
Schweißer bei Opel an und wurde Mitglied der Gruppe
"Revolutionärer Kampf", bei der ich Dany Cohn-Bendit und
Joschka Fischer kennenlernte."
"Mit 28 Jahren spendete ich mein Familienerbe an die
Befreiungskämpfer in Vietnam und Chile. Ich fand, dass das Geld mir
nicht zustand, weil meine Vorfahren es nicht durch eigene Arbeit,
sondern vermutlich durch Ausbeutung angehäuft hatten."
"Mit 30 Jahren machte ich eine Ausbildung als Elektromechaniker,
arbeitete ... als Buchhändler in ... Karl Marx Buchhandlung ...
Frankfurt und ... Taxifahrer. Ich unternahm politische Reisen nach
Lateinamerika &übersetzte Romane."
...
Zitate: Homepage von Tom Königs - Grüne - MdB
Und dann?
Und was ist in den 37 Jahren danach passiert? Das würde mich interessieren. Können Sie das auch kopieren, dann muss ich nicht extra nachschlagen? Danke! (falls Sie die Gedankenpolizei schon abgeholt hat, müssen Sie natürlich nicht mehr antworten).
Wenn selbst der Verteidigungsminister die Bundeswehr als Armee
bezeichnet, wieso nennen wir dann nicht die Bundeswehr in Bundesarmee um.
Sicherlich darf man aber nicht vergessen, dass der Verteidigunsgminister
mit den Begriffen recht leichtfertig operiert. Eine Marine gibt es
schließlich auch in der BRD.
Die Österreicher haben es einfacher, ihr Bundesheer unterhält
auch nur eine kleine Donauflussschifffahrt. Vielleicht sollte sich Herr
de Maizière daher mit einem Wohnortwechsel nach Wien befassen.
London oder Paris wäre aber nicht zu empfehlen. Wologograd
ebenfalls nicht. Matrosen der deutschen Marine würde man dort
vielleicht noch zuwinken, deutschen Soldaten des Heeres vielleicht
nicht, schon gar nicht, wenn sie sich als Angehörige einer
deutschen Einsatzarmee vorstellen würden.
S. g. Frau Kaschulke ,
das sind doch Wortspielereien. Schauen Sie, der Franzose sagt zu seinen
Streitkräften "Les forces armées", also "die
bewaffneten Kräfte", die (z.B. in F) 5 Teilstreitkräfte
umfasst, in D nur Heer, Luftwaffe und Marine. Wenn de Maizière
die Bundeswehr als Armee bezeichnet, so ist das in D eigentlich
unüblich, was evtl. seiner ursprünglich franz. Herkunft
geschuldet sein könnte (sprachliche Unreinheiten im mil. Bezug
sollten ihm sein Vater (GenInsp der Bw) aber ausgetrieben haben)
Genau so falsch wäre es, statt Armee „Heer“ zu sagen,
wie es ganz früher üblich war, weil mit dem "Heer"
Kampf-und Unterstützungstruppen für den Bodenkampf gemeint sind.
Mit Armee wurden beim Deutschen Militär vor der Bw ein
Heeres-Großverband aus i.d.R. 2 Armeekorps und zwischen 4 bis 6
Heeres-Div. bezeichnet. Die Bw hatte nie eine Armeegliederung, sondern
sie war bei den Heerestruppen in "besten Zeiten" max. in 3
Korps mit insgesamt 12 Heeres-Div. (Pz, PzGren, GebDiv, LLDiv,
später auch Jäger-Div). Danke
Die Grünen sind in Deutschland nicht notwendig
Über die Afghanistanbeteiligung werden wir bald bilanzieren, dass sie nutzlos und teuer war. Nicht nur nutzlos, sondern auf geradezu alarmierende Weise schadvoll für die BRD ist die Beteiligung der Grünen an der Politik, ebenso ihre unser Gemeinwesen vergiftende Ideologie eines dissozialen Multikulti und die mehrfach bekundete Absicht, Deutschland zu zerstören. Der Begriff vom Veteranen ist ein kulturhistorisch gewachsenes Phänomen und sein Gebrauch daher völlig selbstverständlich und gesund. Die Bestrebungen dieser Grünen zeugen von fehlender Allgemeinbildung sowie von Wirklichkeitsferne. Es ist diese immer wieder zu beobachtende Unsitte einer selbstreferentiellen und zugleich intentionalen Wohlstandssoziologie, die reflexartig mit dem Verwischen von Tatsachen befasst ist. Dinge so zu benennen wie sie sind, gilt als unfein und reaktionär. Hinter diesem Verhalten steckt scheinbar eine Mischung aus Unreife und Selbsthass. Für unser ökologisches Handeln brauchen wir die Grünen nicht.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.02.2013 06:20 UhrSorry, ich habe Ihren Artikel gar nicht gelesen und nur aufgrund der Überschrift "empfohlen" !!!
Denn diese Überschrift ist, unabhängig vom Thema, universell!
Den Inhalt würde ich jetzt - nach dem Lesen - natürlich auch
gerne gesondert empfehlen :-)
wird - leider - ein korruptes Regime mit Nähe zum Drogenhandel an
der Macht gehalten. Mag sein, dass es dafür Gründe gibt - aber
generell Achtung wird man für die Teilhabe an so einem Einsatz wohl
kaum erwarten können.
Echten Veteranen wird von Militaria-Freunden weiterhin Achtung
entgegengebracht wegen überstandener besonders schwerer Gefechte.
Etwa den US-Soldaten im Korengal-Tal.
Derlei Einsätze blieben unseren Soldaten (zu ihrem Glück)
erspart, auf die Militaria-Bewunderung müssen sie leider auch
verzichten.
Und zu der Gefahr. Die BW hat in 12 Jahren Afghanistan keine 40 Mann
durch Feindeinwirkung verloren. Arme Spinner, die beim Rumspielen mit
der Waffe zu schaden gekommen sind, nicht eingerechnet.
Ehrlich gesagt ist die Gefährdung bei Forst- und Streckenarbeitern
um einiges höher.
Der Beitrag ist jetzt nicht ganz fair, aber die Helden-Leier nervt
einfach. Was soll erst sein, falls sie mal gegen eine gut
ausgerüsteten Gegner ankämpfen müssen?
Das ist ja nicht mal lustig
Als typisches und herausstechendes Risikomerkmal bei Soldaten gilt die
Feindeinwirkung. BW Tote etwa 40 in 12 Jahren. Und oh Wunder als
typisches und herausstechendes Risikomerkmal bei Streckenarbeitern gilt
nicht der Taliban sondern der Unfall mit der Bahn. Beim Forstarbeiter
der Holzschlag.
Das sind allerdings auch die gefährlichsten Berufe in Deutschland.
Und Soldaten und Polizisten zählen nicht dazu. Und so oder so ist
es kein guter Zug, sich über Leute, die bei Arbeitsunfällen
sterben, dumme Holzbock-Witzschen zu reißen.
Und um etwas Böses zu sagen: Jeder Soldat weiss doch, dass der
Einsatz gelinde gesagt umstritten ist. KLar Angehörige und Freunde
halten sich zurück, aber wenn man bei dem Mist mitmacht, muss man
das selber wissen.
Ich bin das Genöle einfach leid: Sollen sich die Unzufriedenen doch
bei ihrem Bundestagsabgeordneten oder Herrn Karasi aussprechen - da
haben sie vielleicht mehr Glück
Im Bayerischen Wald
Wenn Sie einzig und allein Feindeinwirkung als anerkennenswert
betrachten, wie kommen Sie in Ihrer Risikoanalye bitte zu dem Schluss,
dass Forst- und Streckenarbeiter höherer Gefahr ausgesetzt sein?
Der gemeine Holzbock ist nicht wirklich gemein, ein herabstürzender
Ast zählt nicht als Feindeinwirkung - auch wenn ich
Verständnis für den Täter-Baum hätte - und auch,
wenn "nur" 38 deutsche Soldaten unter Feindeinwirkung in
Afghanistan gefallen sind, wurden ferner über 250 Soldaten bei
Kampfhandlungen(!) verletzt, nicht selten für ihr Leben gezeichnet.
Hingegen hörte ich noch von keinen Sprengfallen in bundesdeutschen
Forstgebieten... aber gut, ich kriege auch nicht alles mit.
Der Beitrag ist jetzt sicher etwas zynisch, aber die Relativismus-Leier
nervt einfach.
nach dem Vorbild der französischen Fremdenlegion.
Um Krieg zu führen, braucht man Soldaten, deren Tot nicht die ganze
Aktion in Frage stellt.
Da, wo es nicht um die Vaterlandsverteidigung geht, sind Söldner
die ehrlichste Lösung.
Menschen, die aufgrund ihres erhöhten Testosteronspiegels
Schwierigkeiten mit der zivilen Gesellschaft Probleme haben, eine Heimat
zu geben, in der sie Disziplin lernen, ist keine schlechte Sache.
Das gibt dann auch weniger Probleme mit der Posttraumatischen Belastungsstörung.
Die mangelnde Anerkennung für besondere Leistungen von Soldaten,
Polizisten, Feuerwehrmännern, Rettungsassistenten etc. etc.
führe ich darauf zurück, dass im Jahre 2013 nur wenige
Bundesbürger gelernt haben, für ihren Wohlstand und Komfort
Opfer zu erbringen. Da die Wehrpflicht ausgesetzt wurde und zum Schluss
ohnehin kaum noch einer seine Dienstpflicht wahrgenommen hat, werden
immer mehr "Maden im Speck" erwachsen, die nicht mal
ansatzweise erfahren haben, wie es ist für unsere verkorkste
Gesellschaft gerade zu stehen.
Wer hier Feuergefechte in Char Darreh mit dem täglich Brot eines
Dachdeckers vergleicht, beweist, warum es wichtig ist über gewisse
Dinge zu sprechen...
Es ist wohl auch in Ordnung einem Polizisten das Messer ins Bein zu
rammen - denn schließlich ist es sein Job. Oder der Putzfrau ein
extra-Häufchen neben die Toilette zu setzen - sie kriegt ja Geld dafür...
Genauso reinen Gewissens kann ich meinen Müll überall liegen
lassen. Ist ja sicher der Job von irgendwem...
Eine deutsche Armee im Jahre 2013 ist nichts anderes als ein
Dienstleister in Sachen Sicherheit.
Dabei kann man es belassen. Von Orden und Wertschätzungsrhetorik
hat niemand was.
Die meisten Kommentare hier verfehlen voll und ganz das Thema.
Sie verwechseln Anerkennung fuer diesen Job mit all den Risiken etc. mit
der politische Zustimmung zu den Einsaetzen.
Ob Sie (oder andere) es gut oder schlecht finden wo die Bundeswehr ihre
Einsaetze hat, sind ja vollkommen irrelevant. Ein Soldat kann sich
schliesslich nicht aussuchen welche Kriege er kaempft und wo er zum
Einsatz kommt. Das ist eine ganz andere, separate, politische Diskussion
die mit diesem Thema nichts zu tun hat....
Diese politischen Fragen muessen natuerlich gestellt werden und ich
stimme zu, dass es hier sehr viel Unverstaendnis gibt, aber hier werden
die falschen angegriffen....
Selten habe ich so viele Beiträge gelesen, die so massiv mit
Unwissenheit und bösartigen Ressentiments auftrumpfen und
groteskerweise geradzu komödiantisch wirken.
„[...] die Amis...“, „[...] das ist eine
Söldnerarmee.“Veteranen sind freiwillig Verblendet...“ usw.
Auch wenn ich schockiert bin, kann ich es verstehen - denn hinter allem
steckt eine böse Verschwörung!
Alle Einsätze wurden durch den Bundestag beschlossen und dort wurde
sogar demokratisch abgestimmt. Hinter den Abgeordneten stand kein
Soldat, der ihnen eine Pistole an den Kopf hielt, weil er unbedingt in
den Krieg ziehen wollte.
Nein, die Bundeswehr, diese gemeine, gewitzte Mörderbande, setzte
den Hebel an anderer Stelle an. Sie ging in die Wahlbüros und zwang
das Gros der deutschen Normalbürger das Kreuz an der richtigen
Stelle zu setzen. Endlich durften deutsche Soldaten wieder gen Osten marschieren.
Ich muss Ihnen leider widersprechen und finde Ihre Haltung eher arrogant
und ignorant. Auf das Gehalt moechte ich gar nicht erst eingehen eines
Soldaten, aber bevor man hier so schnell auf einen Wagen springt sollte
man zumindest beruecksichtigen, dass dieser Job mehr Risiken birgt als
ein Durchschnittsjob, dass er Menschen ueber einen langen Zeitraum von
ihren Familien fernhaelt und in Gebiete bringt die normalerweise nicht
unbedingt als Urlaubsziele vermarktet werden...
Die Kommentare darueber ob Sie (oder andere) es gut oder schlecht finden
wo die Bundeswehr ihre Einsaetze hat, sind ja vollkommen irrelevant. Ein
Soldat kann sich schliesslich nicht aussuchen welche Kriege er kaempft
und wo er zum Einsatz kommt. Das ist eine ganz andere, separate,
politische Diskussion die mit diesem Thema nichts zu tun hat....
@Christina Bechthold
Zitat:
"Ein Soldat kann sich schliesslich nicht aussuchen welche Kriege er
kaempft und wo er zum Einsatz kommt. "
Das ist nicht wahr!
Das hätten vielleicht noch die Wehrpflichtigen der Wehrmacht
für sich in Anspruch nehmen können. Immerhin drohte denen
Erschießung, bei Weigerung. Unsere heutigen Soldaten können
jederzeit "Nein" sagen. Selbst im afghanischen
Schützengraben kann er sagen: "Schluss. Ich will jetzt nach
Hause." Was sollte ihm denn Schlimmes passieren? Ein Berufsverbot
vielleicht, ja.
Die Soldaten unserer Berufsarmee sind freiwillig dort! Sie verdienen
unseren Respekt. Das ist aber etwas anderes als eine besondere
gesellschaftliche Würdigung für die Berufsausübung!