Home
http://www.faz.net/-hoy-77g7e
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Badachschan Taliban töten afghanische Soldaten nahe früherem Bundeswehr-Standort

In der Region des früheren Bundeswehr-Standorts Badachschan haben Taliban mindestens 18 zuvor entführte afghanische Soldaten getötet.

Fünf Monate nach dem Abzug der Bundeswehr aus der nordostafghanischen Provinz Badachschan haben Taliban-Kämpfer dort nach offiziellen Angaben mindestens 18 afghanische Soldaten getötet. Das sagte der Sprecher der Provinzregierung, Abdul Maroof Rasekh, am Mittwoch.

Bereits am Montagabend sei ein aus der Provinzhauptstadt Faisabad kommender Logistik-Konvoi der Armee nahe des Unruhedistrikts Wardudsch in einen Hinterhalt geraten. Beim anschließenden Gefecht seien zwei Soldaten getötet und 23 weitere verschleppt worden. Aufständische hätten 16 davon erschossen und die anderen sieben auf Bitten von Stammesältesten freigelassen.

Die Taliban bestätigten den Angriff. Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid sagte am Mittwoch allerdings, 15 Soldaten seien bei dem Überfall selber getötet worden. Ein weiterer sei in der Gewalt der Aufständischen an seinen Verletzungen gestorben. Elf Soldaten seien im Austausch gegen gefangene Taliban-Kämpfer freigelassen worden.

Die meisten Gegenden Badachschans sind relativ sicher. In Wardudsch operieren aber schon seit längerem Aufständische. Die Bundeswehr hatte ihr Feldlager in Faisabad im Oktober den Afghanen übergeben.

Mehr zum Thema

Quelle: dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Afghanistan Mindestens drei Tote bei Selbstmordanschlag in Kabul

In Kabul hat ein Selbstmordattentäter einen ausländischen Truppenkovoi angegriffen. Mindestens 13 Menschen wurden verletzt. Die Taliban übernahmen die Verantwortung für den Anschlag. Mehr

16.09.2014, 08:12 Uhr | Politik
Ukrainische Soldaten auf der Krim freigelassen

Russland lässt mehrere ukrainische Offiziere frei, die bei der Einnahme ihrer Stützpunkte auf der Krim festgesetzt worden waren. Mehr

27.03.2014, 15:47 Uhr | Politik
Nigeria Militär tötet 100 Boko-Haram-Kämpfer

Islamisten der Boko Haram wollen den Norden Nigerias für ein Kalifat erobern. Sie nehmen selbst Millionenstädte ins Visier. Jetzt gelang dem Militär nach eigenen Angaben ein Schlag gegen die Miliz. Mehr

14.09.2014, 10:26 Uhr | Politik
Bundeswehr behandelt ukrainische Soldaten

20 verletzte Soldaten sind von der Bundeswehr aus Kiew ausgeflogen worden und sollen nun in Deutschland behandelt werden. Sie wurden bei Kämpfen gegen die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine verletzt. Mehr

02.09.2014, 23:37 Uhr | Politik
Tod in Afghanistan Der Mörder kam am helllichten Tag

Im afghanischen Mazar-i-Sharif wurde die Journalistin Palwasha Tokhi am helllichten Tag ermordet. Wie viele ihrer Kollegen wurde auch sie zuvor bedroht. Bis 2012 hatte sie in einem Bundeswehrlager gearbeitet. Mehr

18.09.2014, 20:07 Uhr | Feuilleton
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 06.03.2013, 13:31 Uhr

Leere Drohungen

Von Nikolas Busse

Sollte sich Putin in Gesprächen mit westlichen oder ukrainischen Politikern tatsächlich mit militärischen Optionen brüsten, dann wäre das ein weiterer Hinweis darauf, wie es in Wahrheit um die russische Macht bestellt ist. Mehr 20