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Afghanistan Tote bei Gefecht in Kundus - deutscher Soldat verwundet

In Kundus ist ein deutscher Soldat verletzt worden. Die Bundeswehr war offenbar an einem Gefecht zwischen Taliban und afghanischen Polizisten beteiligt, bei dem sechs Menschen getötet wurden.

© dapd Vergrößern Bundeswehrsoldat in Kundus (Archivbild)

Bei einem Gefecht in der nordafghanischen Stadt Kundus ist nach afghanischen Polizeiangaben ein deutscher Soldat verletzt worden. Vier Aufständische und zwei Polizisten seien getötet worden.

Der Sprecher der Polizei in der Provinz Kundus sagte, unter den getöteten Taliban sei ein Kommandeur namens Mullah Abdul Wali. Drei Aufständische seien bei der Operation am Donnerstag gefangen genommen worden. Die getöteten Polizisten hätten einer afghanischen Sondereinheit angehört.

„Auch ein deutscher Soldat wurde bei der Operation verwundet“, sagte der Sprecher. Über die Schwere der Verletzung konnte er keine Angaben machen. Afghanische und deutsche Truppen hätten ein Haus in der Provinzhauptstadt gestürmt, das Taliban-Kämpfer als Versteck genutzt hätten. Die Aufständischen hätten Widerstand geleistet. Die Bundeswehr äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall.

Seit Juli 2012 keine Verwundeten mehr

Zuletzt waren am 4. Juli vergangenen Jahres bei einem Angriff auf eine Patrouille südlich von Kundus-Stadt zwei deutsche Soldaten verwundet worden. Deutschland hat seit mehr als 20 Monaten keinen Gefallenen mehr in Afghanistan zu beklagen gehabt. Zuletzt war am 2. Juni 2011 in der an Kundus angrenzenden Provinz Baghlan ein Bundeswehr-Soldat bei einem Sprengstoffanschlag getötet worden.

Kundus gehört zum deutsch geführten Regionalkommando Nord der Nato-geführten Schutztruppe Isaf mit Sitz in Mazar-i-Sharif. Dort gab am Donnerstag Bundeswehr-General Erich Pfeffer das Regionalkommando an General Jörg Vollmer ab. Vollmer führt auch das deutsche Isaf-Kontingent.

Der scheidende Kommandeur Pfeffer sagte am Donnerstag, die Sicherheitslage in der Region habe sich im vergangenen Jahr insgesamt verbessert. „In sechs von neun Provinzen war die Lage zuletzt ausgesprochen ruhig. Hier hat bereits die afghanische Polizei die Führungsrolle. Die Sicherheitsoperationen unter Führung des afghanischen Militärs konzentrieren sich auf drei Provinzen, und auch hier auf wenige Distrikte.“ Der Isaf-Einsatz läuft Ende 2014 aus.

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Quelle: dpa

 
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Veröffentlicht: 21.02.2013, 13:22 Uhr

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