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Asien-Reise Bush ruft „Weltmacht“ Indien zur Verbreitung von Demokratie auf

03.03.2006 ·  Zum Ende seines Besuchs hat der amerikanische Präsident Indien als „Weltmacht“ bezeichnet. „Amerika und Indien werden das Licht der Freiheit gemeinsam in die dunkelsten Ecken unserer Erde tragen.“ Dann ging es für Bush weiter nach Pakistan.

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Zum Abschluß seines ersten Besuchs in Indien hat der amerikanische Präsident George W. Bush das Land als „Weltmacht“ bezeichnet und dessen Regierung zur globalen Verbreitung der Demokratie aufgerufen.

„Indiens Führung wird gebraucht in einer Welt, die sich nach Freiheit sehnt“, sagte Bush am Freitag in einer Rede in Neu Delhi. „Männer und Frauen von Nordkorea über Burma, Syrien, Zimbabwe bis Kuba verlangen nach Freiheit.“

Bush über Iran: „Ein stolzes Volk“

Bush sagte weiter: „Amerika und Indien werden das Licht der Freiheit gemeinsam in die dunkelsten Ecken unserer Erde tragen.“ Die Menschen in undemokratischen Staaten würden ihre Freiheit nicht über Nacht erringen. „Unsere Nationen dürfen sich nicht vormachen, daß die Völker in diesen Ländern ihre eigene Versklavung bevorzugen.“

Über Iran sagte Bush, dort werde „ein stolzes Volk von einer kleinen geistlichen Elite als Geisel gehalten, die ihnen Grundrechte verweigert, den Terrorismus unterstützt und nach Atomwaffen strebt“.

Atomabkommen mit Indien verteidigt

Bush verteidigte bei der zentralen Rede seiner ersten Südasien-Reise das „historische“ Atom-Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Indien gegen Kritik aus dem amerikanischen Kongreß. Die Vereinbarung werde die Sicherheit und die Wirtschaft beider Staaten stärken, sagte er. Indien habe sich über Jahrzehnte als ausgezeichneter Partner bei den Bemühungen um die Einschränkung der Verbreitung von Atomwaffen erwiesen. „Gestern haben wir einen Weg gefunden, den Kalten Krieg hinter uns zu lassen und als strategische Partner in die Zukunft zu gehen.“

Indien war wegen seines atomaren Rüstungswettlaufs mit dem Nachbarland und Erzrivalen Pakistan jahrelang kritisiert worden. Daher waren in Amerika Stimmen laut geworden, die vor einer militärischen Nutzung der amerikanischen Atomtechnik durch den neuen Partner warnen.

Demokraten: Ein „Desaster“

Der amerikanische Kongreß muß dem Abkommen noch zustimmen, das wegen seiner Relevanz für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten noch kontrovers diskutiert werden dürfte. Der demokratische Abgeordnete Edward Markey brandmarkte das Abkommen als „Desaster“ für die Bemühungen um eine Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen.

Proteste gegen Bush in Pakistan

Begleitet von militanten Protesten ist der amerikanische Präsident George W. Bush am Freitag abend in Pakistan eingetroffen. Die Maschine des Präsidenten landete unter strengen Sicherheitsvorkehrungen mit ausgeschalteten Lichtern auf dem Luftwaffenstützpunkt Rawalpindi nahe der Hauptstadt Islamabad. Am (morgigen) Samstag ist eine Begegnung mit dem pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf geplant.

In Rawalpindi ging die Polizei mit dem Schlagstock gegen rund 1.000 Demonstranten vor, die die amerikanische Flagge mit Füßen traten. In der Hafenstadt Karachi versuchten mehrere hundert Anhänger islamistischer Gruppen, zum amerikanischen Konsulat vorzudringen. Dort wurde am Mittwoch ein amerikanischer Diplomat bei einem Selbstmordanschlag getötet.

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