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Anschlag in Afghanistan Behördenvertreter: Polizeikommandeur tötet Isaf-Soldaten

 ·  In der Provinz Helmand hat nach Angaben ranghoher Behördenvertreter ein afghanischer Polizeikommandeur drei Soldaten der Isaf-Truppe in einen Hinterhalt gelockt und erschossen.

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Ein afghanischer Polizeikommandeur hat zusammen mit mehreren Untergebenen drei amerikanische Soldaten offenbar in einen Hinterhalt gelockt und erschossen. Der Polizist habe die Amerikaner zu einem Abendessen am Donnerstag eingeladen, um mit ihnen über die Sicherheitslage zu sprechen, sagte ein ranghoher Behördenvertreter am Freitag.

Während des Essens hätten die Gastgeber plötzlich ihre Waffen auf die Soldaten gerichtet und sie erschossen. Anschließend seien die Täter geflohen. Die Aktion scheine geplant gewesen zu sein. Der Kommandeur habe der Nationalen Polizei Afghanistans angehört und sei Chef der lokalen Polizei im Bezirk Sangin in der südlichen Provinz Helmand gewesen.

24 Angriffe in diesem Jahr

Eine Sprecherin der Nato-geführten Truppen am Hindukusch bestätigte die Tötung der Soldaten, die den amerikanischen Sondereinheiten angehörten. Es sei aber zu früh zu sagen, ob die Täter die Seiten gewechselt hätten oder ob es sich um eingeschleuste Aufständische gehandelt habe.„Wir wissen, dass sie von einem Afghanen getötet wurden, der eine Uniform getragen hat“, sagte die Sprecherin und bestätigte damit lediglich die Informationen, die bereits am Freitagmorgen bekanntgeworden waren.

Ohne den Vorfall vom Donnerstag gab es in diesem Jahr bislang 24 Angriffe afghanischer Sicherheitskräfte auf ausländische Soldaten. Dabei wurden 28 Menschen getötet. 2011 starben 35 Menschen bei 21 Zwischenfällen dieser Art. Das Vertrauen der Nato-Truppen zu ihren afghanischen Verbündeten hat darunter erheblich gelitten. Bis 2014 soll die Verantwortung für die Sicherheit von den Nato-Kampftruppen an die Afghanen übergeben werden, danach sollen die meisten ausländischen Soldaten aus dem Land abrücken.

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Von Klaus-Dieter Frankenberger

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