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Angriff auf Politiker : Mutmaßlicher Spion sagt über geplanten Anschlag auf Cem Özdemir aus

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„Mit Faustschlägen traktieren“ – der türkische Geheimdienst hatte es unter anderem auf Cem Özdemir abgesehen. Bild: KOCH/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Schon im Herbst 2015 soll ein Agent des türkischen Geheimdienstes den Auftrag erhalten haben, die kurdische Szene in Deutschland auszuspionieren. Dabei geriet auch der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir ins Visier.

          Ein mutmaßlicher Agent des türkischen Geheimdienstes MIT hat in seiner Vernehmung beim Bundesgerichtshof über Mordpläne gegen kurdische Funktionäre und einen geplanten Anschlag auf den Parteivorsitzenden der Grünen, Cem Özdemir, ausgesagt. Wie der SPIEGEL in seiner akuellen Ausgabe berichtet, habe Fatih S., der sich ab kommenden Donnerstag vor dem Oberlandesgericht in Hamburg verantworten muss, laut seiner Aussage vom MIT den Auftrag erhalten, „zwei Kurden zu organisieren“, die den bei der türkischen Regierung verhassten Bundestagsabgeordneten Cem Özdemir bei einer öffentlichen Veranstaltung „mit Faustschlägen traktieren“ sollten.

          Außerdem erzählte S. von Mordplänen des MIT gegen den Co-Vorsitzenden des Kongresses der kurdisch-demokratischen Gesellschaft Kurdistans in Europa, Yüksel Koç, sowie einen weitern Kurden. Der Generalbundesanwalt wirft Fatih S. geheimdienstliche Agententätigkeit vor. Er soll seit 2013 Mitarbeiter des MIT sein. Spätestens im Herbst 2015 soll er den Auftrag erhalten haben, die kurdische Szene in Deutschland auszuforschen. Der Angeklagte widerrief allerdings nach zwei Monaten seine Aussagen. Nicht der MIT, sondern die Gülen-Bewegung sei sein Auftraggeber gewesen, gab er im Februar dieses Jahres zu Protokoll. Die Ankläger halten diese Version der Geschichte für eine „Schutzbehauptung“.

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