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Amerikanische Regierung „Assads Tage sind gezählt“

 ·  Die Vereinigten Staaten stellen sich darauf ein, dass Syriens Präsident Baschar al-Assad bald endgültig seine Macht verliert. Sie wollen nun „mit der Opposition zusammenzuarbeiten, um einen Übergang vorzubereiten“.

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Die Vereinigten Staaten bereiten sich auf ein baldiges Ende der Herrschaft von Syriens Präsident Baschar al-Assad vor. „Assads Tage sind ganz sicher gezählt“ sagte Jay Carney, Sprecher des Weißen Hauses, am Donnerstag. Deshalb gelte es jetzt, „mit der Opposition zusammenzuarbeiten, um einen Übergang vorzubereiten.“ Dazu gehöre auch eine weitere Unterstützung der Opposition. Carney machte aber abermals deutlich, dass es sich dabei nicht um Waffenhilfe handele.

„Es wird deutlich, dass er (Assad) in Syrien die Kontrolle verliert.“ Die Überläufer aus der syrischen Regierung seien ein weiteres Zeichen, dass der Druck auf Assad zunehme. Jetzt müsse man alle Kräfte auf einen friedlichen Übergang konzentrieren, sagte Carney.

Massaker in Aleppo befürchtet

Zunächst aber befürchten die Vereinigten Staaten nach eigenen Angaben, dass die syrische Regierung in der umkämpften Millionenmetropole Aleppo ein Massaker anrichten könnte. „Wir machen uns Sorgen, dass wir in Aleppo ein Massaker erleben werden, und es scheint, dass sich das Regime dafür in Stellung bringt“, sagte Außenministeriums-Sprecherin Victoria Nuland am Donnerstag. Sie verwies auf angeblich glaubwürdige Berichte über Panzerkolonnen, die sich auf Aleppo hinbewegten, sowie Angriffe durch Hubschrauber. Dies stelle eine ernste Eskalation der Bemühungen der syrischen Regierung dar, die Rebellion niederzuschlagen. „Wir machen uns große Sorgen, zu was sie in Aleppo fähig sind.“

Die syrische Armee hat in der Wirtschaftsmetropole Aleppo wie auch in der Hauptstadt Damaskus ihren Druck auf die Rebellen massiv erhöht. Derweil traf mit Brigadegeneral Manaf Tlas einer der ranghöchsten Überläufer der syrischen Armee in der türkischen Hauptstadt Ankara ein. Nach Angaben des dortigen Außenministeriums traf er sich mit Außenminister Ahmet Davutoglu. Details über das Treffen wurden nicht bekannt. In einem Interview einer saudiarabischen Zeitung hatte Tlas gesagt, er wolle die zersplitterte Opposition, die teilweise in der Türkei untergekommen ist, einen. Er bemühe sich zudem um Unterstützung Saudi-Arabiens und anderer Länder.

Assad versucht seit 16 Monaten, einen Aufstand gegen seine Herrschaft niederzuschlagen. Mindestens 17.000 Menschen sind nach Angaben der Opposition bislang getötet worden.

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Von Günther Nonnenmacher

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