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Amerikanische Armee Navy-Seals wegen Geheimnisverrats bestraft

In Amerika sind Mitglieder der Spezialeinheit, die Usama bin Ladin tötete, bestraft worden, weil sie einen Computerspielhersteller beraten haben.

© dapd Vergrößern Eine Szene aus dem Spiel des Herstellers Electronic Arts, für dessen Beratung die Soldaten bestraft wurden.

In Amerika sind sieben Mitglieder der Marine-Spezialeinheit Navy Seals wegen der Weitergabe von geheimen Informationen mit einer Rüge und dem Entzug von zwei Monatsgehältern bestraft worden. Ähnliche Vorwürfe gegen vier weitere Seals würden derzeit untersucht, teilten die  amerikanischen Streitkräfte am Donnerstag (Ortszeit) mit. Sie sollen wie die bereits bestraften Soldaten, von denen einer an der Tötung von Al-Qaida-Führer Usama bin Ladin beteiligt war, einen Hersteller von Computerspielen mit vertraulichen Informationen versorgt haben.

Garry Bonelli, Vizekommandeur der Marine-Spezialeinheiten, bezeichnete die Strafen „als klare Botschaft an unsere Streitkräfte, dass wir jetzt und in Zukunft an einem hohen Standard von Verantwortlichkeit festhalten werden“. Die internen Sanktionen verwehren den Betroffenen weitere Karrieremöglichkeiten. Die Seals sind die Spezialtruppe der amerikanischen Marine für verdeckte Einsätze und die Soldaten müssen eine der härtesten Ausbildungen der amerikanischen Streitkräfte auf sich nehmen.

Schon der zweite Geheimnisverrat

Die bestraften Unteroffiziere arbeiteten den Angaben zufolge als Berater bei der Entwicklung des Spiels „Medal of Honor: Warfighter“ mit. Die Hersteller-Firma Electronic Arts bewirbt das Spiel auf ihrer Internetseite mit den Worten, es liefere „eine aggressive, mutige und authentische Erfahrung, die den Spieler in die Stiefel des präzisesten und diszipliniertesten Kriegers unserer Zeit“ versetze.

Es ist bereits der zweite Fall, dass Mitglieder der Seals des Geheimnisverrats beschuldigt werden. Unter dem Pseudonym Mark Owen hatte ein ehemaliges Mitglied der Seals im September ein Buch über die Tötung Usama bin Ladins veröffentlicht. Das Pentagon will auch ihn dafür gerichtlich bestrafen.

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Quelle: FAZ.net mit dapd/Bloomberg

 
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