Home
http://www.faz.net/-gq5-72dvv
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Amerikanisch-südkoreanisches Manöver Nordkorea droht mit Krieg

 ·  Die Armee seit bereit zu einem „Kampf auf Leben und Tod“: Wegen eines gemeinsamen Manövers der Vereinigten Staaten mit Südkorea hat der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un mit Krieg gedroht.

Artikel Lesermeinungen (0)

Angesichts eines großangelegten Militärmanövers von Südkorea und den Vereinigten Staaten hat Nordkorea mit einem Krieg gedroht. „Wenn die Feinde nur ein Geschoss auf unser unverletzliches Staatsgebiet feuern, wird die gesamte Armee zu einem umfassenden Gegenangriff aufmarschieren“, zitierte die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Sonntag Machthaber Kim Jong Un. Es sei mit „tödlichen Schlägen“ zu rechnen.

„Die mutigen Offiziere warten nur auf einen endgültigen Befehl zum Kampf auf Leben und Tod gegen die Feinde“, sagte Kim laut KCNA am Samstag in einer Rede vor Militärangehörigen. Die Geduld Nordkoreas sei „begrenzt“. Kim hatte die Macht im kommunistischen Nordkorea im Dezember nach dem Tod seines Vaters Kim Jong Il übernommen. Kurz vor dem amerikanisch-südkoreanischen Manöver besuchte er eine Einheit seiner Armee und schwor sie auf eine harte Linie ein.

Die Armeen Südkoreas und der Vereinigten Staaten hatten am Montag ein gemeinsames Manöver gestartet. An der bis Ende August dauernden Militärübung, die vor allem virtuell von den südkoreanischen Kasernen aus und nicht auf freiem Feld stattfindet, nehmen nach Angaben der amerikanischen Armee mehr als 30.000 ihrer Soldaten teil. Südkorea ist der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zufolge mit etwa 56.000 Militärangehörigen beteiligt.

Nord- und Südkorea befinden sich seit dem Ende des Korea-Kriegs im Jahr 1953 weiterhin offiziell im Kriegszustand. Nach eigenen Angaben besitzt Nordkorea eine Atomwaffe. Experten rechnen seit geraumer Zeit mit einem dritten Atomtest des Landes, nachdem Pjöngjang im Oktober 2006 und im Mai 2009 Bomben testete. Der Westen droht für diesen Fall mit einer Verschärfung bestehender Sanktionen.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Gestutzte Flügel

Von Günther Nonnenmacher

Bisher ist kein in der Sache triftiger Grund zu sehen, warum die Union de Maizière fallen lassen sollte. Angesichts eigener Mitwirkung am Drohnenprojekt kann ihm auch die SPD keinen Fallstrick drehen. Mehr 1