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Panama-Kanal Mutmaßliche Raketenlieferung für Nordkorea entdeckt

Bei der Durchsuchung eines nordkoreanischen Schiffes, das aus Kuba kommend den Panamakanal durchfahren wollte, sind mutmaßlich Raketenteile entdeckt worden. Das bestätigte der panamaische Staatspräsident Martinelli.

Sicherheitsbehörden haben ein mutmaßlich mit Raketentechnologie beladenes Schiff aus Nordkorea vor der Einfahrt in den Panamakanal gestoppt. Staatspräsident Ricardo Martinelli sagte Radio Panamá, das Schiff sei aus Kuba gekommen und auf dem Weg nach Nordkorea gewesen. In zwei Containern seien mögliche Raketenteile gefunden worden.

Wie Martinelli erläuterte, schöpfte die Polizei in Colón an der atlantischen Zufahrt des Kanals Verdacht, das Schiff könnte Drogen geladen haben. Daraufhin wurde das Schiff, das große Mengen Zucker transportierte, durchsucht. „Wir begannen, den Zucker zu entladen, und wir fanden zwei Container, die vermutlich ausgefeilte Raketenausrüstung enthalten“, sagte Martinelli. Der Präsident twitterte sogar ein Foto der mutmaßlichen Raketenteile. 

„Panamakanal ist ein Kanal des Friedens“

Die Polizeiaktion verlief derweil nicht reibungslos. „Der Kapitän versuchte, sich das Leben zu nehmen, und es gab einen Aufstand der Matrosen an Bord“, berichtete Martinelli Radio Panamá.

Er verwies darauf, dass Kriegsmaterial nicht undeklariert durch den Panamakanal transportiert werden dürfe. „Der Panamakanal ist ein Kanal des Friedens und nicht des Krieges“, sagte er. Der knapp 80 Kilometer lange Kanal ist eine der wichtigsten internationalen Wasserstraßen. Das kommunistische Kuba unterhält traditionell gute Beziehungen zum kommunistischen Nordkorea.

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Quelle: FAZ.NET mit DPA-AFX

 
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