http://www.faz.net/-gq5-826aq

Nach Panama-Gipfel : Obama will Kuba von der Terrorliste streichen

  • Aktualisiert am

Während des Amerika-Gipfels in Panama kam es zum historischen Handschlag von Obama und Castro. Bild: AFP

Kuba soll von den Vereinigten Staaten nicht länger als Unterstützerstaat von Terroristen gebrandmarkt werden. Präsident Obama kündigt an, den kommunistischen Staat von der Terrorliste zu streichen.

          Der amerikanische Präsident Barack Obama will Kuba von der Terrorliste der Vereinigten Staaten streichen. Nach Angaben des Weißen Hauses setzte Obama den Kongress am Dienstag über seine Absicht in Kenntnis, die kommunistische Karibikinsel nicht mehr als Unterstützerstaat von Terroristen zu führen.

          Die Entscheidung ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einer Normalisierung der Beziehungen zwischen Washington und Havanna. Auf der Terrorliste der Vereinigten Staaten stehen derzeit außerdem der Iran, Syrien und der Sudan.

          Kuba war 1982 auf die Liste gesetzt worden, weil es Mitgliedern der baskischen Untergrundorganisation ETA und der kolumbianischen Guerillagruppe FARC Unterschlupf gewährt hatte. Durch den Schritt wurde Kuba von Waffenlieferungen und Wirtschaftshilfen ausgeschlossen.

          Das amerikanische Außenministerium habe diesen Schritt nach längerer Überprüfung empfohlen, teilte Minister John Kerry mit. Kuba hatte in Gesprächen mit Vertretern aus Washington darauf gedrängt, von der Liste gestrichen zu werden. Obama hatte nach der Annäherung auf dem Gipfel in Panama zudem den Kongress aufgerufen, ein Ende der Kubasanktionen zu beschließen. Die über 50-jährige Politik der Isolation der sozialistischen Karibikinsel sei gescheitert.

          Gespräch auf Amerika-Gipfel : Annäherung zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten

          Quelle: coeh./AFP

          Weitere Themen

          Xi hat China fest im Griff Video-Seite öffnen

          Parteitag in Peking : Xi hat China fest im Griff

          Beim 19. Parteitag der Kommunistischen Partei in China bestimmen mehr als 2000 Delegierte nach fünf Jahren die Führungsriege um Staats- und Parteichef Xi Jinping neu. Beobachter rechnen damit, dass er seine Vormachtstellung weiter festigen wird.

          Topmeldungen

          Trumps Ex-Sprecher Sean Spicer

          Ex-Trump-Sprecher : Russland-Ermittler verhören Sean Spicer

          Fast einen Tag soll die Befragung gedauert haben: Das Team von Sonderermittler Robert Mueller hat Sean Spicer nach umstrittenen Entscheidungen seines ehemaligen Chefs im Weißen Haus befragt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.