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Obama ernennt Susan Rice : Am Ohr des Präsidenten

Die Nachricht, Susan Rice solle Obamas neue Sicherheitsberaterin werden, setzt die Spekulationsmaschine in Gang: Wird der Präsident auch im Syrien-Konflikt eine Kehrtwende machen?

          Die Legende geht so: Außenministerin Clinton, UN-Botschafterin Rice und eine Mitarbeiterin im Weißen Haus, Samantha Power, hätten den Präsidenten zum Eingreifen in Libyen überredet, obschon der dazu wenig geneigt gewesen sei. An der Legende ist einiges dran. Und so setzt die Nachricht, Frau Rice solle Obamas neue Sicherheitsberaterin werden und Frau Power ihr als UN-Botschafterin nachfolgen, die Spekulationsmaschine in Gang: Wird der Präsident auch im Syrien-Konflikt eine Kehrtwende machen?

          Syrien ist nicht Libyen, und man kann sich schlecht vorstellen, dass Obama eine neue Politik nur deshalb verfolgt, weil Frau Rice ihn dazu drängt. Auf der anderen Seite entstünde eine „unmögliche“ Koalition: Die Republikaner werfen dem Präsidenten schon lange Untätigkeit im Syrien-Konflikt vor und verlangen ein beherztes Eingreifen. Es wäre eine Ironie, würde Frau Rice, deren Nominierung zur Außenministerin sie de facto verhinderten, in der Sache ihre Verbündete im Weißen Haus. Tatsache ist: Auf dem Schlachtfeld gewinnt Assad mit Hilfe der libanesischen Hizbullah die Oberhand.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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          Quelle: F.A.Z.

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