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Europa-Lateinamerikagipfel „Investieren Sie in Europa“

 ·  Kanzlerin Merkel hat im Rahmen des Europa-Lateinamerikagipfels in Chile zwei Kooperationsabkommen über Zusammenarbeit in Bergbau und Rohstoffverarbeitung geschlossen. Sie mahnte vor Protektionismus und rief die Lateinamerikanischen Staaten auf, in Europa zu investieren.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (14)
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joachim tarasenko

Bananenkartelle,Liftkartelle, Musikkartelle, Schienenkartelle, TV Kartelle

und noch einige mehr. Sie hat nicht erwähnt dass D das Land der Kartelle ist. Aber die Welt belehrt.Welcher Hohn.

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Christoph Rohde

Sozialistisches Paradies EU

Ja, wahrscheinlich würde Hugo Chavez noch in Europa investieren, weil der Sozialismus dort wieder "Zukunft" hat. Für das Kapital aber ist Europa wie der Wolf für das scheue Reh.

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Torsten Klier

Man sollte den Lateinamerikanern auch mal die Vorteile

von Investitionen in Europa Klarmachen.
Zum Beispiel, dass sie unmittelbar nach der Investition von umworbenen Investoren zu widerlichen manchesterkapitalistischen sklavenhalterischen Ausbeutern werden.
Und dass sie deshalb unter die Kuratel von Staat, Gleichstellungbeauftragtinnen, Antirassismuskomitees, Couragefuzies und weiteren Kostgängern der Gemeinschaft gestellt werden müssen.
Sie werden auch erfahren, dass „der entfesselte Markt“ eingehegt werden muss. Und abends in der Talk-Show werden sie hören, wie das Professorenpack wissenschaftlich erklärt, dass Privatwirtschaft sowieso ein Irrweg in der Menschheitsgeschichte ist und es am besten wäre, die Kapitalisten zu enteignen.

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Horst Johnson

EU Europa ist Vergangenheit

Die Märkte der Zukunft sind sicherlich nicht mehr in Europa. Nur Debile und Blinde wie unsere Politlakaien glauben noch an ihre Märchen.
In Südeuropa geht gerade eine ganze junge Generation über die Wupper. 75% der dortigen Jugendliche wollen raus aus Südeuropa. Sieht so EU Europas Zukunft aus?
Merkel beweist wiedereinmal, wie ihr Kollege Steinbrück, wie ahnungslos unser Führungspersonal ist. Diese Ahnungslosigkeit werden wir sehr sehr teuer bezahlen.

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Rolf Huchthausen

"Investieren Sie in Europa" Sollte man mit Frau Merkel Mitleid haben?

Wer soll in Europa investieren? Kupferminen, die die Rohstoffe zur Weiterverarbeitung erst nach Europa transportieren müßten. Oder argentinische Sojafarmer?

Die Realität ist doch komplett anders! Ich weiß nicht, ob man mit Frau Merkel Mitleid haben muß oder ob es um EU-Europa doch so schlecht bestellt ist. M.E. äußert sich dort doch Verzweifelung und Realitätsverlust!

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Gottfried Lobeck
Gottfried Lobeck (golo7) - 27.01.2013 12:16 Uhr

Hoffentlich wird dadurch unsere unverbrüchliche Freundschaft mit den USA nicht zu sehr belastet

Denn gerade seit der neoliberalen Wende hat sich die Bindung an diesen Hort völlig fesselloser Wirtschaftskraft wirksam gezeigt. Denken wir nur an die Geldmengen, die zahlreichen Kommunen durch Vertäge mit Hedgefonds plötzlich verfügbar wurden; auch Opel wäre sicher ohne steten Zuschuss seitens GM sicher schon längst Vergangenheit.

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Eva Steidl
Eva Steidl (evilein12) - 27.01.2013 10:59 Uhr

Investieren Sie in Europa- wichtiger denn je und zukunfsweisend auch für Lateinamerika

Investieren Sie in Europa- der wichtigeste Satz für Lateinamerika und zukunfsweisend denn wie schwierig es auch sein mag das Verhältnis und Verständnis Europa - Lateinamerika der eine hat was, der andere will was -und daraus könnten sich für beide Seiten sehr vielverstrechende und gewinnbringende Projekte ergeben samt Arbeitspätze und bessere Lebensbedingungen für die Menschen ....(evtl. auch die Ausbeutung mildern und hier einschreiten, die gerade in Lateinamerika eine Thematik hat!).

Wir hart das Aufeinanderzugehen auch sein mag, Europa würde sich über einen kleinen Schritt der Lateinamerikanischen Staaten und Handelpartner freuen sich auf den europäischen Markt einzulassen - vielleicht sollte man evtl. noch die Rahmenbedingungen verbessern, Zoll, Freihandelskauseln, und wohl auch der Bürokratismus und Skepsis samt Korrpution noch vorherscht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.01.2013 15:10 Uhr
Torsten Klier

Ach nö, Herr Franke, nu sein Se doch mal n bissl sozialromantisch

Natürlich Ausbeutung. Ohne Ausbeutung ist das Leben doch nicht mehr Lebenswert. Ausbeutung gibt´s natürlich nicht in Nordkorea oder Cuba. Dort ist alles eitel Sonnenschein. In der großen Sowjetunion, dem Pionier des Menschheitsfortschritts, gab´s auch keine. Ausbeutung gibt´s dort, wo das Gift des neoliberalen Mainstream, die Willkür der Märkte ihr Unwesen treiben.
Frau Steidel hat so schön alternativ, ökologisch und esoterisch den Weg des Aufeinanderzugehens entworfen. Wir wollen nicht so taktlos sein, die schöne Illusion durch den Eintrag der Wahrheit zu zerstören.

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Wolfgang Richter

Peinlich

Frau Merkels Hilfe-Appell ist einfach nur peinlich.
Die südamerikanischen Staaten arbeiten sich nach oben und werden ihre Mittel, zu Recht, in den Aufbau eigener Industriekapazitäten investieren.
In dem zunehmend sozialistisch und bürokratisch werdenden "Europa" werden sie bestimmt nicht ihr Geld verbrennen.
Bestenfalls werden sie ausgesuchte Mittelstands-Unternehmen aufkaufen, um deren Know-How abzuschöpfen.

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mathias dumke

"Flüchten sie aus Europa" ist aber die Realität.

Als Unternehmen müsste man ja auch mit dem Dummbeutel gepudert sein, würde man sich freiwillig in einem autoritärem, sozialistischen dem Untergang geweihtem System engagieren.
Als französisches Unternehmen kann man ja noch von Glück sprechen, dass man nicht enteignet wird, sondern nur annähernd 100% Steuern zahlen darf.
In Deutschland ist es nicht viel anders; hier kommt noch hinzu, dass in den nächsten Jahren eine überteuerte, unzuverlässige, selten vorhandene Stromversorgung eine produktive Unternehmensführung unmöglich macht.

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jean-claude pfister

"Investieren Sie in Europa"

Alleine diese Passage in der Rede der BK, macht deutlich wie Weltfremd die Angela ist. Nach mehreren Mittelamerikanischen Reisen kann ich der BK versichern das die Länder Zentral und Südamerika's Prioritäten sein sollte, als erstes auf ihrem eigenen Kontinent zu investieren. Da liegen die Aufgaben und Möglichkeiten der Zukunft ! Es ist nicht zu glauben das eine BK , die ärmsten Länder auffordert im übersozialisierten, überregulierten "fetten" Europa zu investieren.
Nun wollen Sie , gnädige Bundeskanzlerin, auch noch ein Stück vom trockenen Kuchen der ärmsten , zur Unterstüzung Ihrer Idee einer EUDSSR ? Was für eine, moralisch, verwerfliche Idee! Ich hoffe die Frau Merkel , hat die Möglichkeit eines tete a tete mit der Frau Honecker in Chile wahrgenommen und sich noch ein paar Tips aus der "Volkskammer Kiste" geholt ?!

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Marcus Oehler
Marcus Oehler (Ochter) - 27.01.2013 07:52 Uhr

Von Chile kann man lernen

Wenn Frau Merkel sagt, "dass Protektionismus kein Heilmittel ist, um krisenhaften Entwicklungen zu begegnen", zeigt das, dass sie schon mindestens die Hälfte begriffen hat. Am Ende ihres Lernprozesses wird sie feststellen, dass der Protektionismus nicht nur kein Heilmittel sondern eher die Ursache für kriesenhafte Entwicklungen ist.
Chile ist das beste Beispiel dafür, das eine möglichst freie Marktwirtschaft mit wenigen und einfachen staatlichen Regelungen die besten Erfolge zeitigt und so auch genug Geld für soziale Segnungen erwirtschaftet. Zu verdanken hat Chile das den Chicago-Boys und somit letztlich auch dem Pinochet-Regime. Aber anstatt das endlich einzugestehen verschanzt sich die latent sozialistische Mehrheit hier im Lande lieber hinter ihrer Ideologie.
In Chile will man demnächst eine Pipeline vom Süden in den Norden legen, um dort das karge Land mit Waser zu versorgen. In Deutschland ist man offensichtlich nicht einmal mehr in der Lage, einen Flughafen zu bauen.

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Andreas  Bauer
Andreas Bauer (7745) - 27.01.2013 04:28 Uhr

Überschrift des Artikels. Persiflage.

„Investieren Sie in Europa“, sagte sie. „Wir heißen Sie willkommen.“

Merkel scheint sich auszukennen; auch in der Kunst der Persiflage.

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Norbert Dr. Leineweber

Die EZB kauft jetzt die ESM-Schrottpapiere an! Aber bitte investieren Sie deswegen in Europa!

Just auf dem Weg nach Chile hat die EZB beschlossen die ESM-Papiere als Sicherheiten anzukaufen. Alle die in Davos abreisen mussten, haben das nicht mitbekommen. Die Kanzlerin wohl eingeschlossen: "Unsere Notenbank kauft alle Schrottpapiere, das ist ein sicherer Investitionsstandort!", hätte es sonst heißen müssen. Draghi hat am Freitag in Davos nichts gesagt, das zeigt wie gefährlich Draghi ist. Und den neuern Chef der Euro-Gruppe aus Holland hat er schon in der ersten Dienstwoche vom Deich gejagt. Juncker wollte diese Drecksarbeit wohl seinem arglosen Nachfolger überlassen. So geht Draghi/Juncker heute. Jetrzt sind alle geldpolitischen Dämme gebrochen, vgl. fortunanetz. Der monetäre Supergau ist eingetreten. Die direkte Finanzierung des ESM über die EZB. Und das stand nur am Freitag in der FAZ, sonst nirgends! Sagen wir so, die Südamerikaner würden in einem Europa investieren, wo die Notenbank eine Abteilung der Finanzministerien ist. Klingt eigentlich nach Südafrika!

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26.01.2013, 20:49 Uhr

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