26.01.2013 · Kanzlerin Merkel hat im Rahmen des Europa-Lateinamerikagipfels in Chile zwei Kooperationsabkommen über Zusammenarbeit in Bergbau und Rohstoffverarbeitung geschlossen. Sie mahnte vor Protektionismus und rief die Lateinamerikanischen Staaten auf, in Europa zu investieren.
Von Josef Oehrlein, Santiago de ChileRichtlinien für Lesermeinungen
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Bananenkartelle,Liftkartelle, Musikkartelle, Schienenkartelle, TV Kartelle
und noch einige mehr. Sie hat nicht erwähnt dass D das Land der Kartelle ist. Aber die Welt belehrt.Welcher Hohn.
Ja, wahrscheinlich würde Hugo Chavez noch in Europa investieren, weil der Sozialismus dort wieder "Zukunft" hat. Für das Kapital aber ist Europa wie der Wolf für das scheue Reh.
Man sollte den Lateinamerikanern auch mal die Vorteile
von Investitionen in Europa Klarmachen.
Zum Beispiel, dass sie unmittelbar nach der Investition von umworbenen
Investoren zu widerlichen manchesterkapitalistischen sklavenhalterischen
Ausbeutern werden.
Und dass sie deshalb unter die Kuratel von Staat,
Gleichstellungbeauftragtinnen, Antirassismuskomitees, Couragefuzies und
weiteren Kostgängern der Gemeinschaft gestellt werden müssen.
Sie werden auch erfahren, dass „der entfesselte Markt“
eingehegt werden muss. Und abends in der Talk-Show werden sie
hören, wie das Professorenpack wissenschaftlich erklärt, dass
Privatwirtschaft sowieso ein Irrweg in der Menschheitsgeschichte ist und
es am besten wäre, die Kapitalisten zu enteignen.
Die Märkte der Zukunft sind sicherlich nicht mehr in Europa. Nur
Debile und Blinde wie unsere Politlakaien glauben noch an ihre
Märchen.
In Südeuropa geht gerade eine ganze junge Generation über die
Wupper. 75% der dortigen Jugendliche wollen raus aus Südeuropa.
Sieht so EU Europas Zukunft aus?
Merkel beweist wiedereinmal, wie ihr Kollege Steinbrück, wie
ahnungslos unser Führungspersonal ist. Diese Ahnungslosigkeit
werden wir sehr sehr teuer bezahlen.
"Investieren Sie in Europa" Sollte man mit Frau Merkel Mitleid haben?
Wer soll in Europa investieren? Kupferminen, die die Rohstoffe zur
Weiterverarbeitung erst nach Europa transportieren müßten.
Oder argentinische Sojafarmer?
Die Realität ist doch komplett anders! Ich weiß nicht, ob man
mit Frau Merkel Mitleid haben muß oder ob es um EU-Europa doch so
schlecht bestellt ist. M.E. äußert sich dort doch
Verzweifelung und Realitätsverlust!
Hoffentlich wird dadurch unsere unverbrüchliche Freundschaft mit den USA nicht zu sehr belastet
Denn gerade seit der neoliberalen Wende hat sich die Bindung an diesen Hort völlig fesselloser Wirtschaftskraft wirksam gezeigt. Denken wir nur an die Geldmengen, die zahlreichen Kommunen durch Vertäge mit Hedgefonds plötzlich verfügbar wurden; auch Opel wäre sicher ohne steten Zuschuss seitens GM sicher schon längst Vergangenheit.
Investieren Sie in Europa- wichtiger denn je und zukunfsweisend auch für Lateinamerika
Investieren Sie in Europa- der wichtigeste Satz für Lateinamerika
und zukunfsweisend denn wie schwierig es auch sein mag das
Verhältnis und Verständnis Europa - Lateinamerika der eine hat
was, der andere will was -und daraus könnten sich für beide
Seiten sehr vielverstrechende und gewinnbringende Projekte ergeben samt
Arbeitspätze und bessere Lebensbedingungen für die Menschen
....(evtl. auch die Ausbeutung mildern und hier einschreiten, die gerade
in Lateinamerika eine Thematik hat!).
Wir hart das Aufeinanderzugehen auch sein mag, Europa würde sich
über einen kleinen Schritt der Lateinamerikanischen Staaten und
Handelpartner freuen sich auf den europäischen Markt einzulassen -
vielleicht sollte man evtl. noch die Rahmenbedingungen verbessern, Zoll,
Freihandelskauseln, und wohl auch der Bürokratismus und Skepsis
samt Korrpution noch vorherscht.
Ach nö, Herr Franke, nu sein Se doch mal n bissl sozialromantisch
Natürlich Ausbeutung. Ohne Ausbeutung ist das Leben doch nicht mehr
Lebenswert. Ausbeutung gibt´s natürlich nicht in Nordkorea
oder Cuba. Dort ist alles eitel Sonnenschein. In der großen
Sowjetunion, dem Pionier des Menschheitsfortschritts, gab´s auch
keine. Ausbeutung gibt´s dort, wo das Gift des neoliberalen
Mainstream, die Willkür der Märkte ihr Unwesen treiben.
Frau Steidel hat so schön alternativ, ökologisch und
esoterisch den Weg des Aufeinanderzugehens entworfen. Wir wollen nicht
so taktlos sein, die schöne Illusion durch den Eintrag der Wahrheit
zu zerstören.
Frau Merkels Hilfe-Appell ist einfach nur peinlich.
Die südamerikanischen Staaten arbeiten sich nach oben und werden
ihre Mittel, zu Recht, in den Aufbau eigener Industriekapazitäten
investieren.
In dem zunehmend sozialistisch und bürokratisch werdenden
"Europa" werden sie bestimmt nicht ihr Geld verbrennen.
Bestenfalls werden sie ausgesuchte Mittelstands-Unternehmen aufkaufen,
um deren Know-How abzuschöpfen.
"Flüchten sie aus Europa" ist aber die Realität.
Als Unternehmen müsste man ja auch mit dem Dummbeutel gepudert
sein, würde man sich freiwillig in einem autoritärem,
sozialistischen dem Untergang geweihtem System engagieren.
Als französisches Unternehmen kann man ja noch von Glück
sprechen, dass man nicht enteignet wird, sondern nur annähernd 100%
Steuern zahlen darf.
In Deutschland ist es nicht viel anders; hier kommt noch hinzu, dass in
den nächsten Jahren eine überteuerte, unzuverlässige,
selten vorhandene Stromversorgung eine produktive
Unternehmensführung unmöglich macht.
Alleine diese Passage in der Rede der BK, macht deutlich wie Weltfremd
die Angela ist. Nach mehreren Mittelamerikanischen Reisen kann ich der
BK versichern das die Länder Zentral und Südamerika's
Prioritäten sein sollte, als erstes auf ihrem eigenen Kontinent zu
investieren. Da liegen die Aufgaben und Möglichkeiten der Zukunft !
Es ist nicht zu glauben das eine BK , die ärmsten Länder
auffordert im übersozialisierten, überregulierten
"fetten" Europa zu investieren.
Nun wollen Sie , gnädige Bundeskanzlerin, auch noch ein Stück
vom trockenen Kuchen der ärmsten , zur Unterstüzung Ihrer Idee
einer EUDSSR ? Was für eine, moralisch, verwerfliche Idee! Ich
hoffe die Frau Merkel , hat die Möglichkeit eines tete a tete mit
der Frau Honecker in Chile wahrgenommen und sich noch ein paar Tips aus
der "Volkskammer Kiste" geholt ?!
Wenn Frau Merkel sagt, "dass Protektionismus kein Heilmittel ist,
um krisenhaften Entwicklungen zu begegnen", zeigt das, dass sie
schon mindestens die Hälfte begriffen hat. Am Ende ihres
Lernprozesses wird sie feststellen, dass der Protektionismus nicht nur
kein Heilmittel sondern eher die Ursache für kriesenhafte
Entwicklungen ist.
Chile ist das beste Beispiel dafür, das eine möglichst freie
Marktwirtschaft mit wenigen und einfachen staatlichen Regelungen die
besten Erfolge zeitigt und so auch genug Geld für soziale Segnungen
erwirtschaftet. Zu verdanken hat Chile das den Chicago-Boys und somit
letztlich auch dem Pinochet-Regime. Aber anstatt das endlich
einzugestehen verschanzt sich die latent sozialistische Mehrheit hier im
Lande lieber hinter ihrer Ideologie.
In Chile will man demnächst eine Pipeline vom Süden in den
Norden legen, um dort das karge Land mit Waser zu versorgen. In
Deutschland ist man offensichtlich nicht einmal mehr in der Lage, einen
Flughafen zu bauen.
Überschrift des Artikels. Persiflage.
„Investieren Sie in Europa“, sagte sie. „Wir
heißen Sie willkommen.“
Merkel scheint sich auszukennen; auch in der Kunst der Persiflage.
Die EZB kauft jetzt die ESM-Schrottpapiere an! Aber bitte investieren Sie deswegen in Europa!
Just auf dem Weg nach Chile hat die EZB beschlossen die ESM-Papiere als Sicherheiten anzukaufen. Alle die in Davos abreisen mussten, haben das nicht mitbekommen. Die Kanzlerin wohl eingeschlossen: "Unsere Notenbank kauft alle Schrottpapiere, das ist ein sicherer Investitionsstandort!", hätte es sonst heißen müssen. Draghi hat am Freitag in Davos nichts gesagt, das zeigt wie gefährlich Draghi ist. Und den neuern Chef der Euro-Gruppe aus Holland hat er schon in der ersten Dienstwoche vom Deich gejagt. Juncker wollte diese Drecksarbeit wohl seinem arglosen Nachfolger überlassen. So geht Draghi/Juncker heute. Jetrzt sind alle geldpolitischen Dämme gebrochen, vgl. fortunanetz. Der monetäre Supergau ist eingetreten. Die direkte Finanzierung des ESM über die EZB. Und das stand nur am Freitag in der FAZ, sonst nirgends! Sagen wir so, die Südamerikaner würden in einem Europa investieren, wo die Notenbank eine Abteilung der Finanzministerien ist. Klingt eigentlich nach Südafrika!
Josef Oehrlein Jahrgang 1949, politischer Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in Buenos Aires.
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