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Erste außenpolitische Rede Kerry bekräftigt Führungsanspruch Amerikas

Amerikas neuer Außenminister Kerry hat davor gewarnt, sich angesichts knapper Kassen aus der Weltpolitik zurückzuziehen. „Amerikas nationales Interesse zu führen bleibt in der Welt weiter bestehen.“

© AP/dpa Erste außenpolitische Rede als Minister: John Kerry in der Universität von Virginia

Der neue amerikanische Außenminister John Kerry hat den globalen Führungsanspruch der Vereinigten Staaten unterstrichen. Amerika dürfe auch angesichts knapper Kassen nicht der Versuchung erliegen, sich aus der Weltpolitik zurückzuziehen. Außenpolitik beeinflusse heute auch die globale Wirtschaft und damit das Wohlergehen Millionen Amerikaner zu Hause. „Wir besitzen nicht mehr den Luxus, nur nach innen zu blicken“, sagte er bei einer seiner ersten größeren Reden seit der Amtsübernahme.

„Amerikas nationales Interesse zu führen bleibt in der Welt weiter bestehen“, sagte Kerry am Mittwoch (Ortszeit). Erst Anfang des Monats hatte er Hillary Clinton an der Spitze des State Department abgelöst. Der 69 Jahre alte ehemalige Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei gilt als ein strikter Gegner militärischer Alleingänge und Abenteuer.

Treffen mit Merkel und Westerwelle in Berlin

Kerry wird bereits nächste Woche auf seiner ersten Auslandsreise als Minister auch Berlin besuchen. Dort trifft er Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Guido Westerwelle (FDP). Dabei dürfte es auch um den Vorschlag einer Freihandelszone zwischen Europa und den Vereinigten Staaten gehen. Weitere Reiseziele sind Großbritannien, Frankreich und Italien sowie Ägypten und mehrere Länder in Nahost.

Bei seiner Rede an der University of Virginia in Charlottesville sagte Kerry weiter, es gebe keinen Rückzug von der Globalisierung. „Ich weiß, dass einige von Euch und viele im ganzen Land wünschen, dass die Globalisierung einfach verschwindet.“ Das sei aber unmöglich. „Kein Politiker, so mächtig er auch sein mag, kann diesen Geist wieder zurück in die Flasche bringen.“

Ausführlich ging Kerry auch auf den Kampf gegen den Klimawandel ein und forderte zum gemeinsamen Handeln der gesamten Staatengemeinschaft auf. „Lasst es uns klar sagen: Wir sind davon alle betroffen.“ Keine Nation könne den Kampf allein führen.

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Quelle: dpa

 
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