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Amerika und Ägypten Am kürzeren Hebel

 ·  Amerikanische Vermittler in Ägypten wurden offenbar von der Militärführung düpiert. Es geht der Verdacht, dass auch andere Verbündete ein doppeltes Spiel gespielt haben.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (47)
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Haroun Oueslati

Das Zusammenhalten der Araber.

Die Araber müssen endlich zusammenhalten. Das ist doch alles eine Nation Mensch. Warum versuchen andere Länder der Region die Gewalt in Ägypten auszunutzen und begünstigen einseitig eine der Konfliktparteien? Ägypten muss seinen Weg gehen. Der führt vielleicht auch über Gewalt. Die Ägypter stehen am Scheideweg. Sie haben Angst, das ist doch klar. Viele Ägypter haben in diesen Tagen Angst vor den Islamisten und auch die Islamisten haben Angst vor der Militärgewalt. Aber Angst hilft manchmal die richtige Entscheidung zu treffen. Dass sie am Ende den Kindern kein verwüstetes Land überlassen ist alles was zählt.
P.S.: Ich als Marokkaner liebe die Ägypter.

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Mehmet Mantikli

solange der westen die arabischen staaten...

...wie saudi-arabien, katar, kuvait, bahrain, dubai nicht destabilisiert und versucht dort etwas demokratisches hervorzurufen, ist alles andere eine farce und heuchelei, was sie von orient im namen der rechtstaatlichkeit wünschen. dort liegt der hebel, wo der westen seinen gewicht legen sollten, dort sind die eigentlichen islamistischen teror förderer. das sind die schlimmsten islamistischen feodalherren-diktatoren, die hier hoffiert werden und nicht einmal für ihre menschenverachtende-systeme klein bisschen kritisiert werden !!! wenn ich von der westlichen intressen spreche und die westliche himmelsphäre in staaten und regionen aufteilen müsste, würde ich gleich usa, israel, saudi-arabien nennen und erst dann mit england, deutschland, katar, dubai, frankreich, lichtenstein, luxemburg, schweiz, niederlande, belgien und dann viel später mit spanien, türkei, italien, greiechenland, ungarn usw. vortfahren ! die drigenten der westlichen welt ist gleich 2x im orient zuhause.

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Richard Kasulke

Ansatz zur Selbstständigkeit in Ägypten ist zu sehen!

Die Behandlung der Armeeführung in Ägypten, durch diese Diplomaten-soweit man sie denn als solche bezeichnen kann-entspricht den Gewohnheiten der USA-Regierung.Also völlig normal.Das die Letztere aber in diesem Scharmützel eine "saftige Tracht Prügel" bezogen hat, das wird verschwiegen. Obige Behandlung erinnert sehr an die ehemalige Sowjetunion, die ihre "Hampelmänner" auch so zur Ordnung gerufen hatte! Die Eskalation in Ägypten bringt die Ratlosigkeit und Ohnmacht der westlichen Hemisphäre ans Tageslicht. Ausser Belehrungen und
Kreditleistungen hat diese nichts mehr zu bieten. Überbleibsel der Vergangenheit. Im Osten, dort wo die Sonne aufgeht, wartet China und sein Grosser Nachbar und schleift schon das Messer.

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Rainer Proske
Rainer Proske (yokyok) - 19.08.2013 00:33 Uhr

,Die US Regierung kam zu dem Schluss, dass nicht mehr am längeren Hebel sitzt -

man sollte dieser US Regierung ganz klar die Frage stellen, wie lange sie sich noch von den jüdischen Lobbies AIPAC, AJC und anderen die eigene Politik diktieren lassen will.

Die US Journalisten Maersheimer und Walt mahnten bereits 2006 in ihrem Buch ,Die Israel Lobby' an, dass es an der Zeit wäre, dass amerikanische Politiker wieder Politik für die USA und nicht für Israel machen sollten.

Allerdings konnten wir auch dem Auftreten Netanjahus im amerikanischen Kongress entnehmen, wie hier der Schwanz mit dem Hund wedelt.

Es ist an der Zeit, dass diese Abhängigkeit auf ein normales Maß zurückgeführt wird und dass sich die USA wieder auf sich selbst besinnen und sich nicht weiter z.B. Gesprächen mit dem Iran verweigern.

Reden ist allemal besser als schiessen und ausserdem ist die gesamte Region explosiv genug, so dass auf Scharfmacher und Provokateure verzichtet werden kann.

Auf jeden Fall: Sehr erhellend, dieser Bericht von Herrn Ross. Besten Dank dafür.

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Irma Horst

Bürgerkrieg in Ägypten

Das was wir sehen ist nichts anderes.
Es gibt zu viele, die endlich an die Fleischtöpfe wollen, aber die reichen nicht für alle, da die Bevölkerung Ägyptens noch immer explodiert.
Der Kampf geht so lange weiter, bis genügend Rivalen vertrieben oder getötet sind. Religion und Politik sind wie immer nur Vorwand.

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Irma Horst

Die Souveränität der arabischen Staaten

Dort betreiben die Regierungen völlig unverblümt Politik in ihrem eigenen Interesse.
Und hier?
Merkel läßt sich bis aufs i-Tüpfelchen vorschreiben, was sie sagen und tun soll.
Ägypten war einmal von Großbritannien besetzt, kämpfte aber für seine Souveränität und Unabhängigkeit.

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Rainer Schmiedel

Wehret den Anfängen

Liebe Frau Sorlu,

ich glaube, Sie sehen das doch etwas blauäugig - oder ich! Da spielen viel zu viele weltpolitische Interessen im Vorderen Orient als dass man aus dem Hut eine Lösung zaubern könnte. Eines aber ist für mich sicher: der so viel gelobte Islam ist zwar nach dem Buch eine friedliebende Religion, aber leider nicht nach der Erfahrung unserer letzten 20 Jahre. Es benötigt zumindest eine Aufklärung, wie wir sie in der westlichen Welt erlebt haben, dann wird der Islam vielleicht auch in der Praxis das zeigen, was die Theorie ist. Und das hat bei uns ca. 500 Jahre gebraucht, warum sollte es im Orient schneller gehen?

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Bernd Eberlein

Obamas (geheime) “Sieben-Fliegen-mit-einer-Klappe-Methodik” (Kopie bitte an Herrn Ww)

1. Normale Abrissbirne (mit Bedienungsmannschaft) fuer das Assad’sche Haus in Syrien.
2. Super-Abrissbirne (mit Bedienungsmannschaft) fuer den Mullah’schen Gebaeudekomplex
im Iran
3. Israel kann Soundschlaf-Medikamente drastisch reduzieren.
4. In China gehen die Lichter aus und die Saecke mit Renminbi stapeln sich.
5. Jubelnde Sunniten verleihen Obama den “Gruenen Stern mit Halbmond”.
6. Das Problem “Terroristen” erledigt sich automatisch bei den Abnutzungskaempfen.
7. “Terroristische Restbestaende” werden von den Kurden erledigt, die dafuer
a) Kurdistan erhalten
b) Herrn Erdogan dumm dastehen lassen.

So einfach geht’s , wenn man nur will !
(Ironie beendet)

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Karl Dietrich Naumann

Wehret der Anfänge !

Deutschland hat allen Grund für eine vernünftige , friedliche Beziehung zwischen Israel
und Ägypten einzutreten. Unsere Kanzlerin hat der Existenz Israels unbeschränkte Garantie
zu gesichert. Das haben die Moslembrüder in Frage gestellt, konsequenterweise ist eine
Regierung Mursi nicht in deutschem und amerikanischem Interesse. Leider war Mursi zu
beschränkt das zu erkennen.

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Karl Hofmann

Die USA sollten in Außenpolitik Demokratie-Illusionen ablegen

Es wird Zeit, dass die Regierungen der USA sich aus der Zwangsjacke "idealistischer Motive", wie Verbreitung der Demokratie, befreien, und endliche eine ganz normale, pragmatische Machtpolitik (wie Frankreich, China oder Russland) betreiben. Es ist nun einmal eine Tatsache, dass "Demokratie" nicht notwendigerweise überall zu Positivem führt, wie sich ja in Ägypten unter Mursi gezeigt hat. Auch Hitler ist demokratisch an die Macht gekommen. Ähnlich ist es mit der Muslim-Bruderschaft in Ägypten. Ganz allgemein ist der Islamismus, d.h. der mit dem Islam untrennbar verbundene politische Machtanspruch und deren Ausübung, mit der Demokratie unvereinbar. Der Islamismus besitzt deutliche Ähnlichkeiten mit dem totalitären Faschismus.

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cornelis van dijk

Destabilisiere und herrsche

Dass das ganze Machtgefuege in diesem Teil der Welt aus dem Fugen gelaufen ist, koennte saemtliche Ursachen haben. Natuerlich werden viele hinweisen auf die Gefahr des radikalen Islams, welche sicherlich nicht unterschaetzt werden darf. Es ist jedoch noch immer richtig nachzuforschen, wann diese Radikalisierung angefangen hat. Da gibt es zwei wichtige Jahre: 1948-die Gruendung des Staates Israel und 1967 der Sechstagekrieg. Zwei Ereignisse, die fuer die Arabische Welt eine Demuetigung waren. Nicht nur die Kreierung und Auferlegung von etwas, das eher westlich ist mitten in dieser Arabischen Welt, auch noch die Unterstuetzung bis zur haushohe militaerische Ueberlegenheit vom Westen. Um die Situation beherrschbar zu halten braucht Israel eine destabilisierte Nachbarschaft. Die letzten Jahrzehnten sind ein klares beispiel, wie Israel da manipuliert durch Amerika/Europa lobby und Unterstuetzung in Libanon, Syrien, Iraq oder Aegypten, Iran nicht zu vergessen. Es war vorher viel friedlicher!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.08.2013 13:52 Uhr
Robert Hamacher

" .... braucht Israel eine destabilisierte Nachbarschaft." ???


Das Gegenteil hat sich doch längst bewiesen. Mit den Militärdiktaturen in Ägypten und Syrien als direkte Nachbarn konnten die israelischen Regierungen passabel bis gut auskommen. Sie waren zumindest berechenbar. Wenn diese Nachbarn sich selbst fragmentieren und destabilisieren, wächst das Risko für Israel um den Faktor X.

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otto sundt
otto sundt (drto) - 18.08.2013 21:30 Uhr

Luftblasen

Um Obamas Ohren knallen jetzt die Sprechblasen die er einst in Kairo von sich gab. Spätestens seit seit seinem Schweigen während der Studentenunruhen in Teheran hat er nicht nur in Ägypten jegliche Glaubwürdigkeit verspielt, von den europäischen Politikern, die die Hamas- und MB-Terroristen ständig hofierten und hätschelten ganz zu schweigen. Der "Arabische Frühling" wird wohl als die dickste Zeitungsente in der europäischen Geschichte eingehen, weil ausgerechnet "antizionistische" Ökologisten gelegentlich wachsende Blumen zertrampelt haben.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.08.2013 12:14 Uhr
Richard Kasulke

Sehr richtig!

Die, die den Titel "Arabischer Frühling" noch vor kurzer Zeit als etwas Aussergewöhnliches gelobt - dazu gehören auch unsere Politiker! - und mit diesem Slogan herumgeprahlt haben, die laufen heute wieder in "kurzen Hosen als Touristen" herum, so dass sie nicht als ein "deutscher Aussenminister" erkannt werden!

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Johann Dohlmann

Sie scheinen wohl nicht mitbekommen zu haben,

was sich in den letzten Monaten in Istanbul abgespielt hat?

Es geht im Moment um die Frage, ob die Türkei ein laizistischer Staat bleibt, in dem Religion Privatsache ist, oder ob orthodoxe Muslime der Gesellschaft vorschreiben, dass sie nach den Regeln des Islam zu leben hat. Erdogan treibt eindeutig die Islamisierung der Türkei voran und benimmt sich so großkotzig, wie Putin es in Russland tut.

Es soll tatsächlich Leute geben, die keine Muslime sind, ja auch welche, die überhaupt keiner Religion angehören. Auch wenn Ihnen das nicht passt.

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joachim tarasenko

Das ist ja sonnenklar,

Auf RT USA hat eine Sprecherin des US Regimes gemeint, die USA müssten über Ägypten im Kontext der nationalen Sicherheit (die ja bekanntlich sogar in der Antarktis berührt sein kann) und
seiner globalen Strategie beraten. Da fällt mir spontan die Sicherheit Israels und die Planungen des US Militärs gegen den Iran ein.

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Pakize Sorlu

Mursi ist kein Terrorist.Seine Anhänger ebenfalls nicht.Das ist Mord was in Ägypten passiert.

Ich habe kein Problem damit, wenn man über Al-Kaida als eine terroristische Organisation spricht.

Ich habe kein Problem damit, wenn man über Despoten in Islamischen Ländern spricht.

Ich habe auch kein Problem damit, wenn man über die sozialen und wirtschaftlichen Miss- und Rückstände in Islamischen Ländern spricht.

Ich habe auch kein Problem damit, wenn man sich über die radikalen(zur Zeit Salafisten) Gruppierungen in den Islamischen Ländern spricht.

Aber ich habe als Moslem, sowie als Mensch ein echtes Problem damit, dass man Regierungen
stürzt, nur weil diese an den Islam glauben und eine solche Linie in Ihrer Politik verfolgen.

Es gibt ein sehr gutes Beispiel dafür, dass der Islam mit modernen Gesellschaften sehr gut zu ergänzen ist. Die Türkei ist ein modernes Land mit einer Führung, die eine Islamische Linie verfolgt. Und das nicht seid Gestern. Die MB in Ägypten hatten genau dieses Model zum Vorbild genommen. Die MB's sind keine Radikalen gewesen.Das ist Mord was da geschie

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.08.2013 09:43 Uhr
Rudi Meergans

Ich stimme Ihnen zu, Frau Sorlu,

denn ich kann mich sehr gut in die Denkweise und in die Gefühlswelt gebildeter Muslime
hinein denken (und auch fühlen). Unter meinen Büchern steht der Koran in dreifacher
Übersetzung und die Hadithen-Sammlung al Buharis ist auch dabei. Die ethisch und kulturell
wertvollen Seiten des Islam sind mir wert und teuer.
Wenn eine Religion aber zur Massenideologie verelendeter Völker wird, dann wird sie gefährlich.
Der Islam bietet sich da als Mittel zur Verhetzung besonders an, denn der "Ungläubige" ist
dann der Feind, den es mit allen denkbaren Mitteln und bis aufs Messer zu bekämpfen gilt.
Die Definition des "Ungläubigen" ist radikaler als bei allen anderen großen Religionen.
Das ist leider unbestreitbar und die islamischen Prediger weltweit und aller Denominationen,
predigen mal sanft und mal radikal den unerbittlichen Kampf gegen den "Unglauben",
in welcher Form er sich auch zeige.
Genau hier haben wir das, was die Welt am Islam fürchtet: Er ist eine politische Allzweckwaffe.

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wolfgang  nottebaum
wolfgang nottebaum (notti) - 19.08.2013 01:56 Uhr

....und immer wieder die Tuerkei...

Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass ich ein Problem habe, dass in verschiedenen Foren die Tuerkei immer als "modern und fortschrittlich" 'verkauft' werden soll.
Sie ist es nicht !
Wer seine Journalisten einsperrt, (die hoechste Rate in der WELT), sie bedroht, einschuechtert;
wer zweifelhafte Gerichtsverfahren gegen angebliche Verschwoerer durchfuehrt, die nur den Zweck haben, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen; wer billigend in Kauf nimmt, dass Andersglaeubige verfolgt und ermordet, ihre Kirchen angezuendet werden; wer seine Regierung so polt, dass letztendlich ein Islamistischer Staat dabei herauskommen muss, der ist nicht fortschrittlich oder modern, der ist nur ideologisch-religioes verkleistert und tritt auch noch aggressive auf.
Solche Tuerkei? Nein Danke.
(AKP-Reklame sollte auf die Tuerkei beschraenkt bleiben, sie hat in Deutschland nichts zu suchen.)

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Rainer Proske
Rainer Proske (yokyok) - 19.08.2013 01:10 Uhr

Tamam - ich gebe Ihnen fast Recht, denn in der Beurteilung der von Ihnen aufgeführten Gruppen

sehe ich keinen Unterschied zu meiner Meinung.

Aber - ich habe als Nicht-Moslem - genau wie Sie, ein Problem damit, dass ein Militärputsch eine gewählte Regierung gewaltsam abserviert. Ich habe ein Problem damit, wie dieses geschieht und meine Probleme weden noch größer, wenn ich an die ausländischen Hintermänner, Strippenzieher und Brandstifter denke.
Ich stimme nicht mit Ihnen überein, dass Mursi gestürzt wurde, nur, weil er und seine Anhänger ,an den Islam glauben'. Da möchte ich dem gewählten Mursi eine Mitschuld zusprechen, da er sich ganz offensichtlich der Zukunft und Moderne voll verweigerte.
Da hätte er den Teil der Bevölkerung, der nicht zu den MB gehört, mit ins Boot nehmen müssen.
Ich stimme auch nicht in Sachen Türkei mit Ihnen überein, denn Erdogan vollführt einen Eiertanz, hat enorme Defizite in der Rechtsstaatlichkeit und die türkische Moderne ist eine Geschichte auf Pump.
Erdigan ist gerade dabei das Land zu spalten und ist auch insofern kein Modell für Ägypten.

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Heiko Fröhlich

Absoluter Unsinn...

...Erdogan lebt von den Grundlagen der Vorgänger und als verlängerte Werkbank des Westens. Gibt es dort irgendeine eigene kreative Industrie die im internationalen vergleich führen ist oder dürfen dort nur für Andere Busse oder Fernseher oder was auch immer gebaut werden...
Spätestens wenn sich die Russen nicht mehr Feriengäste austoben dürfen, wirds dünn. Alles Andere ist Größenwahn!
Und begreifen Sie es endlich ein Land kann nicht kompatibel zu westlichen Freiheitswerten islamisch regiert werden! Absolut unmöglich, und irgendwann in nicht alzu ferner Zeit wird es auch in der Türkei krachen und zwar gewaltig....
Hoffentlich sind die Auswirkungen bei uns, mit der windelweichen Führung noch irgendwie zu händeln....

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wolf haupricht

Ja, Frau Sorlu, diese Toleranz gab es mal.....

in der Vergangenheit z.B. im maurischen Spanien. Davon ist leider nichts mehr zu spüren, auch nicht in der Türkei und besonders nicht in Ägypten.

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Herold Binsack
Herold Binsack (Devin08) - 18.08.2013 20:54 Uhr

Das Mullahregime in Teheran scheint den Israelis nicht mehr auszureichen

Diese Politik der Militärs in Ägypten, welche von den USA gedeckt scheint (von Israel ist sie es ganz sicher), könnte in Ägypten zu Verhältnissen führen, wie wir sie am Ende des Endes des Schahregimes in Iran mit erleben durften. Wenn es keine revolutionäre Linke gibt, die die Macht, resp. auch die Waffen dafür hätte, um diesem Putsch etwas entgegen zu setzen, dann werden sich die Massen hinter einer bewaffneten islamistischen Miliz verschanzen. Vielleicht genau dies ist das eigentliche Interesse der Saudis und damit evtl. das (gewagte) Ziel Israels. Viel Feind, viel Ehr. Denn genau diese „Ehr“ scheint den Israelis abhanden gekommen. Den Israelis dürfte das Mullahregime in Teheran nicht mehr ausreichen – für die Legitimation ihrer eigenen „ehrlosen Politik“. Und die Intrige Israels könnte genau darin liegen, dass sie Obama damit folgendes zu verstehen gibt: Entweder „republikanisierst“/radikalisierst du dich lieber (demokratischer) Freund noch ein weiteres Mal oder du bist erledigt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.08.2013 21:39 Uhr
Johann Dohlmann

Revolutionäre Linke, dass ich nicht lache...

Der Iran und sein verlängerter Arm, die in Gaza regierende Hamas will Israel von der Landkarte fegen. Mit Ägypten hat Israel Frieden geschlossen. Wieso sollte Israel ein Interesse daran haben, diesen Frieden aufs Spiel zu setzen? Für Ägypten allerdings wird bei der Wahl Gottesstaat oder Militärdiktatur die letztere das kleinere Übel sein. Wir sehen schon jetzt, dass sich Angehörige anderer Religionen - speziell Kopten - im Visier des islamischen Mobs befinden.

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Hans-Peter Fischer

Mit dem Islam geht nichts. Auch in Ägypten nicht. Schon gar nicht mit den militanten Muslimbrüdern.

Das wissen die Amerikaner auch.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.08.2013 06:24 Uhr
kancik katin
kancik katin (kancik) - 19.08.2013 06:24 Uhr

Was hat das mit dem Islam zu tun?

Sind Sie vielleicht im Glauben , dass sich dort alle mit Autobomben gegenseitig in die Luft sprengen?

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Lucas Janssen
Lucas Janssen (Lucas73) - 18.08.2013 20:59 Uhr

Nicht "Islam" ist das Problem der USA sonder Israel+Saudi-Arabien!

Eine neue Offensive um Russland einzubinden bei der Öffnung/Inklusion gegenüber der Schiitenachse wäre längst geboten.

Die Israel-Lobby und das Billg-Öl der Saudi-Diktatoren läßt dies jedoch nicht zu - Es sei denn....Obama entdeckt Russland bzw den Weg Putin in der Nah-Ost Politik auf seine Seite zu holen - nur gemeinsam kann man den extremistischen Islamisten den Wind aus den Segeln nehmen, dies ist eine mittel- bis langfristige Notwendigkeit.

Hätte "der Westen" gegenüber allen Staaten in der Region die GLEICHEN Maßstäbe angelegt wie an alle anderen Partner, wäre es nie zu einem so großen Zulauf zu Gruppen wie der MB gekommen - Al-Quaida wäre nie geboren worden.

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Axel Puhl

Eine Muslim Bruderschaft Regierung in Ägypten

ist auf jeden Fall für ein Land in der Region total un-akzeptabel :
Dieses Land ist Israel
Sollte jemand der Ansicht sein das Israel in irgendeinem der Konflikte im Nahen Osten nicht
beteiligt ist lebt er im Traumland

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Lucas Janssen
Lucas Janssen (Lucas73) - 18.08.2013 20:33 Uhr

Hervorragender Beitrag, Andreas Ross, danke! Die Machtinteressen im Hintergrund....

Endlich nennt einmal jemand ROSS und Reiter (der mußte sein):

Israel-Lobby, Saudi-Arabien+Golf-Diktaturen, Qatar, Ägyptens Armee haben sich allesamt neben der unhaltbaren, anti-Staatsmännischen fanatischen Muslimbruderschaft alles andere als mit Ruhm bekleckert - Und nun schimpfen die liberalen/säkularen Ägypter sogar dass der Westen diesen blutigen Putsch ncht ausreichend "zum Wohle der Demoratie" unterstützte!?

Eine jämmerliche Darstellung aller Parteien - und aus der Röhre gucken ausgerechnet diejenigen, die sich diesmal am fairsten und ehrlichsten verhielten:

Obama-Administration+EU.

Derartige Korruptionen politischer Machtkämpfe durch gewiefte Taktiker im Hintergrund erleben wir auch und viel schlimmer in Syrien - wenn die Vorwürfe von Andreas Ross stimmen sollten....Wann endlich lernt Obama dass seine Präsidentschaft kläglich gescheitert ist wenn er nicht endlich umsteuert bezüglich seiner "FREUNDE" und "FEINDE" im Nahen Osten? MERKEL+PUTIN, Mister President, Syrien, Iran..

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Bernd Eberlein

Amerikas SCHEINBAR unplausible Strategien (Kopie bitte an Herrn Ww),

Die USA haben ueberwiegend ein miserables Verhaeltnis zur islamischen Welt, die "nach aussen" als OIC (Organization of Islamic Cooperation) auftritt. Sie koennte im geopolit. Strategiespiel USA/EU : Russland/China das Zuenglein an der Waage bilden. Das “Zuenglein” aber zu gewinnen, ist fuer die USA schwierig. Dennoch hat Obama Signale gegeben, die im Westen wenig wahrgenommen wurden, da sie das (scheinbar) geopolit. Abseits betreffen. Dort, wo es fuer die USA nicht extrem viel zu holen, aber extrem viel zu verlieren gibt. Dort, wo China und die wichtigsten (erdoelproduzierenden) OIC-Laender eine (noch) nicht genutzte Nahtstelle besitzen. Sie verlaeuft quer durch das unterentwickelte Burma, das im Westen durchschuettelt ist von Unruhen zwischen Buddhisten und Moslems. Die ersten von China, die zweiten von der OIC unterstuetzt. Die USA exponieren sich fuer die islam. Seite. Die OIC hat das kleine, jedoch psycholog. wichtige Signal verstanden. Aegypten war allerdings nicht eingeplant.

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18.08.2013, 16:08 Uhr

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Von Berthold Kohler

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