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Nach Amoklauf in Sozialzentrum : Schwer bewaffnete Weihnachtsgrüße

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Eine ganz normale amerikanische Familie? Bild: Facebook

Zum Fest des Friedens versendet eine amerikanische Abgeordnete eine Weihnachtskarte mit ihrer Familie. Alle tragen schwere Schusswaffen. Und eine politische Botschaft gibt es auch noch.

          Was für ein Weihnachtsgruß: Die 45 Jahre alte Republikanerin Michele Fiore posiert mit diversen Familienmitgliedern, alle in blauen Jeans, roten Oberteilen – und mit schweren Schusswaffen. Im Hintergrund ein geschmückter Weihnachtsbaum und ein Haufen Geschenke.

          Ob es sich um Mutter, Tante, Schwager handelt, verrät Fiore auf Facebook, wo sie das Bild veröffentlicht hat, nicht. Wohl aber die Namen der Waffen, etwa „Walther p 22“ oder „Beretta 92 fs“. Unter dem Foto steht „Fröhliche Weihnachten! Es liegt an den Amerikanern, Amerika zu beschützen. Wir sind nur eure ganz normale amerikanische Familie.“

          Die Abgeordnete im Unterhaus des amerikanischen Bundesstaates Nevada setzt sich für lockere Waffengesetze ein. Sie ist dafür, dass Schüler, Studenten und Mitarbeiter von Sozialeinrichtungen Waffen tragen dürfen. In einem Interview mit der „New York Times“ soll sie einmal gesagt haben, wenn „heiße junge Mädchen“ auf dem Campus Waffen trügen, würden sie nicht mehr sexuell belästigt – spätestens ab dem Zeitpunkt, ab dem der erste Mann eine „Kugel in seinen Kopf“ kriegen würde.

          Angst vor ungewöhnlichen politischen Ansichten hatte Fiore auch in der Vergangenheit nicht. So ist sie die einzig bekannte Republikanerin, die für die Aufhebung des Banns von gleichgeschlechtlichen Ehen gestimmt hat. Fiore befürwortet außerdem den Gebrauch von Marihuana für medizinische Zwecke.

          Das Weihnachtsbild mit Waffen veröffentlichte sie am 30. November, nur drei Tage, nachdem ein Bewaffneter in einer Abtreibungsklinik in Colorado Springs drei Menschen getötet und neun weitere verletzt hatte. Zwei Tage später brachte ein Islamisten-Paar 14 Menschen in San Bernadino um. Die Tatwaffen hatten sie legal besessen. Allein in diesem Jahr sind in den Vereinigten Staaten 462 Menschen bei Schießereien gestorben, 1314 wurden verletzt.

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