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Verschärfte Sanktionen : Amerika feuert erste Salve gegen Nordkorea

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Nordkoreas Führer Kim Jong-un bei seiner Neujahrsansprache am 1. Januar 2015 Bild: Reuters

Washington hat nach dem Hackerangriff seine Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea verschärft – und bezeichnet diesen Schritt als erste Stufe der angekündigten, „angemessenen Reaktion“.

          Nach dem Hacker-Angriff auf das Filmstudio Sony Pictures verschärfen die Vereinigten Staaten von Amerika ihre Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea. Washington verhängte nach Angaben des Finanzministeriums Strafmaßnahmen gegen zehn Vertreter der Regierung in Pjöngjang sowie gegen drei Organisationen und Unternehmen.

          Die Sanktionen richten sich laut dem amerikanischen Finanzministerium gegen Nordkoreas wichtigsten Geheimdienst RGB und zwei Rüstungsunternehmen. Zudem werden zehn Regierungsvertreter auf die Sanktionsliste gesetzt, darunter Vertreter des sanktionierten Rüstungskonzerns Komid in Namibia, Russland, Syrien und dem Iran. Mit den Sanktionen wird das Vermögen der Betroffenen in den Vereinigten Staaten eingefroren und amerikanischen Bürgern und Firmen jegliche Geschäftskontakte mit ihnen untersagt.

          Damit werde Nordkorea für sein „destruktives und destabilisierendes Verhalten“ zur Verantwortung gezogen, erklärte Amerikas Finanzminister Jacob Lew. „Während das FBI seine Ermittlungen wegen des Hackerangriffs auf Sony Pictures Entertainment fortsetzt, unterstreichen unsere jüngsten Schritte unsere Entschlossenheit, die Unternehmen sowie die Bürger Amerikas mit einer Bandbreite von Werkzeugen zu verteidigen und auf Versuche zu reagieren, unsere Werte zu untergraben oder die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten zu gefährden.“

          Erster „Schritt“ der angekündigten Reaktion

          In einer Mitteilung des Weißen Hauses war zu lesen: „Wir nehmen den Angriff Nordkoreas ernst, der darauf abzielte, einem amerikanischen Unternehmen finanziell zu schaden und Künstlern sowie anderen Personen zu drohen, um so ihr Recht auf freie Meinungsäußerung einzuschränken. Wie der Präsident bereits angekündigt hat, wird unsere Reaktion angemessen sein. Sie wird stattfinden, wie und wann wir es wünschen. Unsere heutigen Maßnahmen stellen den ersten Schritt unserer Antwort dar.“

          Anonyme Hacker waren Ende November in die Systeme von Sony Pictures eingedrungen und hatten vertrauliche Informationen veröffentlicht, um das Filmstudio zu zwingen, die Politkomödie „The Interview“ abzusetzen. In dem Film geht es um die Ermordung des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un durch den amerikanischen Auslandsgeheimdienst CIA.

          Nach einer Cyber-Attacke und Drohungen anonymer Hacker hatte Sony den für den ersten Weihnachtsfeiertag geplanten Kinostart von „The Interview“ zunächst abgeblasen. Washington macht für den Netz-Angriff die nordkoreanische Führung verantwortlich. Diese bestreitet jegliche Beteiligung. Nicht zuletzt auf Druck von Amerikas Präsident Barack Obamas lief der Film dann doch in rund 300 meist kleineren Kinosälen in den Vereinigten Staaten an.

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