12.04.2012 · Gut eine Milliarde Dollar will die amerikanische Regierung an Indianerstämme als Entschädigung zahlen. Damit soll ein jahrzehntelanger Rechtsstreit beigelegt werden.
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Hr.Senft - würden Sie Ihre Ansätze bei der Schadensabschäzung und entsprechneder Entschädigung
würden Sie Ihre Ansätze bei der Schadensabschätzung und entsprechender Entschädigung für die Schäden des 2.Weltkrieges ansetzen, inkl. der Folgen, nicht nur in wirtschaftlicher sondern auch in menschlicher, kultureller Hinsicht ?
Ich schließe mich den Vorrednern an.
Jetzt ist die große Zeit der Entschädigungen.
Wann zahlt Russland den Tschuktschen, Ewenken, Georgiern, Armeniern,
Ukrainern, Kalmüken,
wann zahlt die Türkei den Griechen, Ungarn und Bulgaren
wann zahlen die Kelten den Glockenbecherleuten
wann zahlen die Araber den Vandalen, Spaniern, Iranern, Byzantinern und Indern
wann zahlen die Xhosa den San,
wann zahlen die Inka den Gualla, Sauaserarn, Alcabizan und Culunchimern,
wann zahlen die Azteken den Tepaneken, Mixteken und Zapoteken
wann zahlen die Kimbern und Teutonen den Italienern
wann zahlen die Schweden den Mecklenburg-Vorpommeranern und den
„unzähligen anderen ausgebeuteten Kolonien“ ...
… Entschädigungen für die „Ausbeutungen“,
„von den ethisch-moralischen Aspekten der erlittenen
Entwürdigungen ganz zu schweigen“?
Es gibt viel zu entschädigen. Packen wir´s an!
Verstehe, Herr van Aal,
Die Untaten der Amis sind schlecht. Deshalb müssen die
Schadensersatz zahlen.
Die anderen begangenen Verbrechen finden Sie also ganz OK. Deshalb
müssen die keinen Schadensersatz zahlen.
Was der antiamerikanische Furor so für Stilblüten bringt.
Das ändert die Sache nicht Hr.Van AAL - Sie wollen doch dass alle gleich behandelt werden (?)
Das ändert die Sache nicht Hr.Van AAL - Sie wollen doch dass alle
gleich behandelt werden (?)
Es freut mich , dass Sie die Amerikaner wesentlich besser würdigen
als die anderen Nationen.
Nun, die Russen behaupten auch ein Vorbild zu sein, daran will keiner
(außer Assad) glauben.
Danke, Herr Klier, für Ihre erläuternden Zeilen
Nur, die von Ihnen benannten Russen, Türken, Kelten, Araber,
"Xhosa", Inka, Azteken, Kimbern, Schweden und viele andere
nicht benannte beanspruchen eben nicht Vorbild in der Welt zu sein, was
Moral, Demokratie, Freiheit oder auch Rechtstattlichkeit angeht.
Unsere US-amerikanischen Freunde werden eben an deren eigenen
Ansprüchen gemessen.
eine Milliarde Dollar entspricht dem Betrag, für den man gerade mal eine Internet-Foto-Platform erwerben kann. Griechenland wird derzeit mit mehr als 200 Milliarden Euro "gerettet". Rechnet man zudem die Verfahrensdauer von 100 Jahren noch dagegen, so relativiert sich der Betrag schon von selbst und erscheint nur als ein weiterer Schlag ins Gesicht. Betrachtet man daneben die Jahrhunderte der Enteignung, Unterdrückung, Vertreibung und Ausrottung (so kamen schätzungsweise allein in den ersten Hundert Jahren nach der Invasion des sog. weißen Mannes um die 30 Millionen indigene Amerikaner (das entspricht etwa 2/3 der damaligen Bevölkerung der Neuen Welt) durch eingeschleppte Mikroben um, so sind 1 Milliarde Dollar nichts weiter als die sprichwörtlichen Peanuts. Der Schaden, den die indigenen Amerikaner durch die Invasion in menschlicher, kultureller und wirtschaftlicher HInsicht genommen haben, ist durch nichts wieder gutzumachen...
Bin mal gespannt, wann sich unsere britischen Freunde dazu aufraffen, die Urbevölkerung von Australien, Neuseeland und die unzähligen anderen ausgebeuteten Kolonien nur ansatzweise (finanziell) zu entschädigen, von den ethisch-moralischen Aspekten der erlittenen Entwürdigungen ganz zu schweigen. Ich selbst mache mir da keine Hoffnung, wenn man die Haltung Londons heute noch zu der Verteidigung der Falklandinseln zur Kenntnis nehmen muss.
"Sühne für schwarzen Holocaust"
Es ist ein Artikel aus dem "Spiegel" vom 25.10.1999. Ermutigt
durch deutsche Zahlungen an Zwangsarbeiter, fordern Afrikaner und
Afroamerikaner jetzt Entschädigung für die Zeit der Sklaverei.
Bis US-Amerika den deutschen Standard erreicht hat - in Sachen
Entschädigungszahlungen - gibt es noch viel aufzuarbeiten.