http://www.faz.net/-gpf-9904s

Militärmaschine : Viele Tote nach Flugzeug-Absturz in Algerien

  • Aktualisiert am

Der Unglücksort nahe der algerischen Hauptstadt Algier Bild: Reuters

Beim Absturz eines Transportflugzeugs in der Nähe der algerischen Hauptstadt Algier sind mindestens 257 Menschen ums Leben gekommen. Warum die Maschine abstürzte, ist noch unklar.

          Beim Absturz eines Militärflugzeugs in Algerien sind mindestens 257 Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine stürzte am Mittwoch kurz nach dem Start vom Luftwaffenstützpunkt Boufarik nahe der Hauptstadt Algier ab, wie das algerische Verteidigungsministerium mitteilte. Unter den Toten sind demnach zehn Besatzungsmitglieder und 247 Passagiere, mehrheitlich Soldaten und ihre Familienangehörigen. Angaben zu möglichen Überlebenden wurden nicht gemacht. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

          Die Militärmaschine vom Typ Iljuschin IL-76 stürzte in unmittelbarer Nähe des Luftwaffenstützpunkts Boufarik in ein Feld, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete. Das Flugzeug brannte fast vollständig aus. Zahlreiche Krankenwagen und Feuerwehrfahrzeuge eilten zu der Unglücksstelle, Sicherheitskräfte sperrten das Gebiet ab. Der algerische Fernsehsender Ennahar zeigte Bilder von aufgereihten Leichen auf einer Wiese nahe der Unglücksstelle.

          Immer wieder Flugzeugunglücke

          Boufarik liegt rund 25 Kilometer südwestlich von Algier. Die Maschine sollte nach Angaben des Verteidigungsministeriums nach Tindouf und nach Béchar fliegen. Tindouf liegt 1800 Kilometer von Algier entfernt nahe der Grenze zu Marokko und zum Gebiet der Westsahara. Béchar befindet sich rund 1000 Kilometer südwestlich von Algier, ebenfalls nahe der Grenze zu Marokko. Dort befindet sich ein großer algerischer Militärstützpunkt.

          Bei dem Flugzeugtyp Iljuschin IL-76 handelt es sich um eine viermotorige Maschine aus sowjetischer, später russischer Produktion. Laut Herstellerangaben können diese Flugzeuge je nach ziviler oder militärischer Version zwischen 126 und 225 Passagiere transportieren.

          Bei der algerischen Armee kommt es immer wieder zu tödlichen Flugzeugunglücken. Im Februar 2014 kamen 77 Menschen ums Leben, als eine Maschine vom Typ Hercules C-130 bei Constantine in der Region Oum El Bouaghi abstürzte. Nur ein Mensch überlebte die Katastrophe. Das Verteidigungsministerium machte das schlechte Wetter für den Absturz verantwortlich.

          Im selben Jahr kamen beim Absturz eines Bombers bei einem Trainingsflug in Südalgerien die beiden Besatzungsmitglieder ums Leben. Im Dezember 2012 prallten zwei algerische Kampfjets in der Luft zusammen, beide Piloten starben. Zwölf algerische Soldaten kamen 2016 ums Leben, als ihr Helikopter im Süden des Landes wegen einer technischen Panne abstürzte.

          Weitere Themen

          Ryanair-Streik Video-Seite öffnen

          600 Flugausfälle : Ryanair-Streik

          Davon betroffen seien fast 50.000 Kunden, die von und nach Belgien, Portugal und Spanien reisen wollten. Das Ryanair-Kabinenpersonal aus ganz Europa will mit dem Ausstand unter anderem höhere Löhne und Krankengelder durchsetzen.

          Forscher entdecken goldene Totenmaske Video-Seite öffnen

          Sensationsfund : Forscher entdecken goldene Totenmaske

          Gefunden wurde eine Art Mumifizierungswerkstatt mit zum Teil 30 Meter tiefen Schachtgräbern. Der Fundort Sakkara liegt rund 20 Kilometer südlich von Kairo und ist als bedeutende Begräbnisstätte bekannt.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.