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Algerien Präsident Bouteflika entkommt Attentat

 ·  Bei einem Sprengstoffanschlag kurz vor einem Besuch des algerischen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika sind am Donnerstagabend in der Stadt Batna im Osten des nordafrikanischen Landes mindestens 19 Menschen getötet worden. Mehr als hundert Menschen wurden verletzt.

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Bei einem Sprengstoffanschlag kurz vor einem Besuch des algerischen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika sind am Donnerstagabend in der Stadt Batna im Osten des nordafrikanischen Landes mindestens 19 Menschen getötet worden. 107 Menschen seien verletzt worden, berichtete der algerische Sender Chaine 3 am Freitag.

Der Attentäter trug einen Sprengsatz in einer Plastiktüte bei sich, den er inmitten einer Menschenmenge zündete, die auf einen Besuch des Präsidenten wartete. Ob der Attentäter den Anschlag überlebte, war zunächst unklar. Bis Freitag bekannte sich niemand zu der Tat. Nach einem Bericht der Zeitung „Le Monde“ fiel der Mann durch sein nervöses Verhalten auf. Als Umstehende die Sicherheitskräfte alarmierten, warf er die Bombe 40 Minuten vor der erwarteten Ankunft Bouteflikas in die Menge.

Es war der erste Attentatsversuch auf Bouteflika, der seit acht Jahren im Amt ist. Zahlreiche politische Parteien verurteilten den Anschlag. „Die nationale Aussöhnung war eine strategische Entscheidung des algerischen Volkes; sie ist unwiderruflich“, sagte Bouteflika. Die Anschläge hätten nichts mit dem Islam zu tun. Der Präsident besuchte Opfer des Anschlags in einem Krankenhaus und nahm am Freitagsgebet in Batna teil.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy sagte Algerien die Solidarität Frankreichs im Kampf gegen den Terrorismus zu. In den vergangenen Monaten hat es mehrere Selbstmordanschläge in Algerien gegeben, zu der sich die Terrorgruppe El Kaida im Maghreb bekannte, die Nachfolgeorganisation der islamistischen Gruppe GSPC. Die algerische Armee schätzt deren Stärke auf etwa 500 Mann und hat bereits mehrfach deren bevorstehende Niederlage angekündigt.

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Von Berthold Kohler

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