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Al-Qaida-Führer im Irak getötet Biden: „Vernichtender Schlag“ gegen Terrornetz

20.04.2010 ·  Der Tod zweier Al-Qaida-Führer im Irak hat in Washington und Bagdad für Erleichterung gesorgt. Der amerikanische Vizepräsident Biden sprach von einem „vernichtenden Schlag“. Der irakische Ministerpräsident Maliki sagte, das Terrornetz sei „ernsthaft geschwächt“.

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Bei einem Militäreinsatz im Norden des Iraks haben Soldaten nach Regierungsangaben aus Washington und Bagdad die beiden Anführer des Terrornetzes Al Qaida im Irak getötet. Durch den Tod von Abu Omar el Bagdadi und Abu Ajjub al Masri habe Al Qaida im Irak einen „vernichtenden Schlag“ erlitten, sagte der amerikanische Vizepräsident Joe Biden am Montag in Washington. An dem Einsatz waren irakische und amerikanische Soldaten beteiligt.

Iraks Ministerpräsident Nuri al Maliki sagte in Bagdad, der irakische Ableger von Al Qaida sei nach dem Tod des Spitzen-Duos „zu schwach, um noch eine Gefahr im Irak darzustellen“. Das Netz sei „ernsthaft geschwächt“, aber „noch nicht vollständig ausgeschaltet“. Der Oberkommandierende der amerikanischen Truppen im Irak, Ray Odierno, bezeichnete die Tötung Bagdadis und Masris als „den vielleicht bedeutendsten Schlag gegen Al Qaida im Irak seit Beginn des Aufstands“.

Rätselhafter Bagdadi

Bagdadi und Masri galten als wichtigste Anführer Al Qaida im Irak, seit deren aus Jordanien stammende Anführer Abu Mussab al Zarqawi im Juni 2006 von amerikanischen Soldaten getötet worden war. Nach irakischen Angaben waren Bagdadi und Masri am Sonntagmorgen in einem Haus zehn Kilometer von Takrit, der Heimatstadt des inzwischen hingerichteten Machthabers Saddam Hussein, aufgespürt worden. Bei einer Schießerei wurde den Angaben zufolge ein amerikanischer Soldat getötet. 16 Verdächtige seien festgenommen worden.

Laut Maliki wurden bei dem Einsatz auch Computer sichergestellt, von denen aus E-Mails an Al-Qaida-Führer Osama bin Laden und dessen Stellvertreter Aiman al Zawahiri abgesandt worden waren. Der Ministerpräsident betonte, dass die Identität der Getöteten durch gerichtsmedizinische Untersuchungen bestätigt worden sei. Das irakische Fernsehen zeigte Bilder von zwei Leichen, bei denen es sich um die gesuchten Al-Qaida-Anführer handeln soll.

Zuvor hatte die irakische Regierung mehrfach die Tötung Bagdadis verkündet, dies später aber wieder zurücknehmen müssen. Bagdadi galt als so rätselhaft, dass die amerikanischen Ermittler zwischenzeitlich davon ausgegangen waren, bei ihm handle es sich um einen fiktionalen Charakter. Maliki sagte dazu am Montag, Al Qaida habe mehrere Aktivisten mit diesem Namen versehen, um Verwirrung zu stiften. Ermittler hielten ohnehin Masri, nicht Bagdadi, für den wahren Kopf der Gruppierung.

Nach Einschätzung von Vizepräsident Biden belegt der gemeinsame Einsatz die „Stärke und Fähigkeit“ der irakischen Streitkräfte. „Dieser wichtige Meilenstein zeigt, dass sich das irakische Volk jenen entgegenstellt, die ihm Frieden, Freiheit und Sicherheit verwehren wollen“, sagte Biden in Washington.

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