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Zentralafrikanische Republik Rebellen rücken auf Hauptstadt vor

In Zentralafrika rücken offenbar tausende Seleka-Rebellen auf die Hauptstadt Bangui vor. Hubschrauber des Regimes konnten die Aufständischen zurückschlagen. Der UN-Sicherheitsrat äußerte sich „zutiefst besorgt“.

© AFP Ein Mitglied der Seleka-Rebellen Ende Januar in Damara

Tausende Rebellen in der Zentralafrikanischen Republik rücken immer weiter auf die Hauptstadt Bangui vor. Sie werfen Präsident François Bozizé vor, eine erst im Januar getroffene Friedensvereinbarung nicht einzuhalten. Bereits am Freitag hätten rund 2000 Kämpfer einen Kontrollpunkt in Damara durchbrochen, der 75 Kilometer nördlich von Bangui liegt, sagte ein lokaler Journalist dem britischen Sender BBC.

Jedoch reagierten die Streitkräfte des Landes und griffen die Seleka-Rebellen per Helikopter aus der Luft an. Der Vormarsch sei damit zunächst gestoppt worden. Jedoch sei die Lage in der Hauptstadt gespannt. Geschäfte, Büros und Schulen wurden geschlossen.

Das französische Außenministerium rief alle Landesleute in dem Land auf, möglichst nicht mehr aus dem Haus zu gehen. Gleichzeitig forderte Frankreich alle Konfliktparteien zur Zurückhaltung und zum Schutz der Zivilbevölkerung auf. Je nach weiterer Entwicklung der Lage werde Paris angemessene Maßnahmen ergreifen, um seine Bürger im Land zu schützen.

UN-Sicherheitsrat „tief besorgt“

Der UN-Sicherheitsrat äußerte sich „tief besorgt“ über das Vorrücken der Rebellen. Zugleich erklärte das Gremium am Freitagabend nach einer auf Wunsch Frankreichs einberufenen Dringlichkeitssitzung, die für Folter, Vergewaltigungen und extralegale Hinrichtungen Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Zentralafrika ist Mitglied des für Kriegsverbrechen zuständigen Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag.

In der Erklärung der 15 Sicherheitsratsmitglieder werden „alle Versuche zur Destabilisierung der Republik Zentralafrika verurteilt“. Bereits vergangene Woche hatte der Sicherheitsrat die Konfliktparteien in Zentralafrika aufgefordert, sich an das von ihnen im Januar unterzeichnete Abkommen zur Beilegung der Krise zu halten. Es sieht unter anderem einen Waffenstillstand sowie die Bildung einer Übergangsregierung und Wahlen binnen zwölf Monaten vor. Präsident Bozizé soll demnach bis zum Ende seiner Amtszeit Präsident bleiben, ihm wird aber ein von der Opposition zu bestimmender Regierungschef zur Seite gestellt.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon rief die Rebellenbewegung Seleka auf, ihre Militäroffensive „umgehend“ einzustellen. Alle Seiten mussten sich an das Januar-Abkommen halten. Der Einsatz militärischer Gewalt werde „lediglich zu noch mehr Leid und Instabilität führen“. Die Rebellenbewegung Seleka hatte sich im Dezember im Norden des Landes gegen die Regierung erhoben. Ihre Kämpfer standen nach eigenen Angaben am Freitag vor den Toren der Hauptstadt Bangui.

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Quelle: AFP/dpa

 
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