Home
http://www.faz.net/-hp0-7ag4m
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Südafrika Nelson Mandela wird künstlich beatmet

Südafrikas früherer Präsident Nelson Mandela wird einem Zeitungsbericht zufolge inzwischen künstlich beatmet. Wegen Nierenversagens sei auch alle drei Stunden eine Dialyse notwendig.

© AFP Vergrößern Nelson Mandela (Archivbild Juni 2010)

Südafrikas schwer erkrankter früherer Präsident Nelson Mandela wird einem Zeitungsbericht zufolge inzwischen künstlich beatmet. Wegen Nierenversagens sei auch alle drei Stunden eine Dialyse notwendig, berichtet der „Citizen“ am Mittwoch unter Berufung auf mehrere, namentlich nicht genannte Angehörige Mandelas.

Die Ärzte hätten der Familie angeboten, über die Abschaltung der lebenserhaltenden Geräte zu entscheiden, so das Blatt.

Der Gesundheitszustand des Friedensnobelpreisträgers hatte sich nach den Worten von Präsident Jacob Zuma während des vergangenen Wochenendes stark verschlechtert. Zuma hatte den 94 Jahre alten Mandela am Sonntagabend in einem Krankenhaus in Pretoria besucht.

„Sein Zustand ist kritisch“

Er habe nicht mit Mandela sprechen können, weil dieser geschlafen habe, sagte Zuma am Montag. „Die Ärzte tun alles, um ihm zu helfen und ihm Schmerzen zu ersparen. Aber sein Zustand ist inzwischen kritisch.“

Mandela wird wegen einer Lungenentzündung auf der Intensivstation behandelt. Am Wochenende war bekanntgeworden, dass der Krankenwagen, der den in Lebensgefahr schwebenden Mandela in der Nacht vom 7. auf den 8. Juni von Johannesburg nach Pretoria transportiert hatte, mit einem Motorschaden auf der Autobahn liegengeblieben war. Das Präsidialamt bestätigte den Zwischenfall, bestritt aber, dass Mandela in Gefahr gewesen sei, da zu seinem Konvoy sieben Ärzte und Krankenpfleger gehörten.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.NEZ mit dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Polizei sucht sterbenden Ashya King „Die Zeit rennt uns davon“

In einem Wettlauf mit der Zeit sucht die britische Polizei nach einem krebskranken Jungen, dessen Eltern ihn eigenmächtig aus einem Krankenhaus in Southampton entführt haben. Ohne zügige medizinische Hilfe werde der Fünfjährige sterben. Mehr

29.08.2014, 18:37 Uhr | Gesellschaft
Zum Tod von Richard Attenborough Ein Großonkel für alle

Er hatte das Kino mit all seinen monumentalen Mitteln genutzt, um der Geschichte, in der England seine Weltmacht einbüßte, ein Denkmal zu setzen. Dafür lieben ihn vor allem und mit aller Kraft die Engländer. Zum Tod von Richard Attenborough. Mehr

25.08.2014, 18:09 Uhr | Feuilleton
Putsch in Lesotho Südafrika schließt „militärische Reaktion“ nicht aus

Nach der Flucht des Ministerpräsidenten von Lesotho, Thomas Thabane, sieht Südafrika Anzeichen für einen Staatsstreich. Eine „militärische Reaktion“ in Lesotho schließt die Regierung in Pretoria nicht aus. Mehr

31.08.2014, 16:23 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 26.06.2013, 13:16 Uhr

Eskalation

Von Nikolas Busse

Die Reaktion der Nato auf die russische Aggression ist angemessen - aber im Kern zurückhaltend. Das Gebaren Russlands in der Ukraine ist ein epochaler Bruch. Die SPD tut sich mit dieser Erkenntnis noch immer schwer. Mehr 40