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Mali-Mission EU beschließt Einsatz zur Militärausbildung

 ·  Die Außenminister der Europäischen Union haben die Entsendung von Militärausbildern in Mali beschlossen. Deutschland will sich an der Mission mit rund 40 Ausbildern und Sanitätern beteiligen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (5)
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Alfred Vomberg

Konsequenzen

Erst bewaffnen und bilden wir diese Leute aus, und dann?
Dann haben wir es mit gut bewaffneten und militärisch ausgebildeten Menschen zu tun, die nach einer Erwerbsquelle suchen.
Von denen wird keiner mehr in einen Zivilberuf wechseln.
Dass wir so die Welt zu einem friedlicheren Ort machen, ist unwahrscheinlich.

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Hans Maier

Was will Deutschland und die EU in Mali und in Afrika erreichen ?

Die Zentralregierung bzw. der Staat Mali hat keine Ideologie (Nation, Religion, Weltanschauung) mit der sie ihre Bevölkerung einen könnte.
Ein Bundesstaat ist gescheitert .
Das einzig positive das ich sehe, es gibt Menschen wie Ousmane Sy von dem ich früher noch nie etwas gehört habe.
Ein Tuareg-Bundesland würde sich immer nur als Keimzelle eines eigenen Staates fühlen.
Die Nachbarstaaten sähen es als Gefahr, also muss es bei den alten Grenzen bleiben.
Mit Demokratisierungsversuchen ist der Westen schon oft gescheitert.
Eine stabile, freie, akzeptierte Regierung schaffen, das ist eigentlich der schwierigste Teil und dauert lange.

In Anbetracht der Realitäten können wir nur auf die afrikanischen Staaten selbst setzen und hoffen dass sie ihren eigenen Weg finden.
Was Sie bestimmt nicht als erstes brauchen ist Militärausbilder und Waffenlieferungen.
Auch Geld erzeugt nur neue korrupte Politiker.

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Dirk  Lehmann

warum kann die deutsche regierung eigentlich nie NEIN sagen, wenn es mehr als berechtigt wäre?

Herr Urban hat es bereits gut auf den Punkt gebracht:

Frankreich setzt knallhart seine EIGENEN geopolitisch-neikolonialistischen Ziele durch und die total depperte Merkelregierung schlittert nach Afghanistan gleich in den nächsten Krieg... ich fasse es nicht!

ich bin WESTERWELLE dafür dankbar, daß er wenigstens EIN MAL in seiner Politikerkarriere klug gehandelt hat: Als er den deutschen Beistand zum vorhergehenden neokolonialistischen Kriegseinsatz der Franzosen in Libyen (ebenso größenwahnsinnig und wenig mit den anderen "Partnern" abgesprochen wie jetzt in Mali) kategorisch ABLEHNTE!

DAS hätte ich ihm nie zuvor zugetraut - und die Geschichte hat Westerwelle bereits nach wenigen Wochen Recht gegeben! Ebenso wie seinerzeit seinem Amtsvorgänger mit seinem legendären Satz auf der Münchner Sicherheitskonferenz "I am not convinced" !

Aghanistan wurde ein neues Vietnam und die "Arabellion" zum Sieg der muslimischen Fundamantalisten. Und Mali wird zu einem neuen Afghanistan.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.02.2013 17:24 Uhr
Christoph Kuehnen

Warum?

Weil Deutschland eine historische Verantwortung zur Bündnistreue hat, die sich nächstes Jahr zum 100. Mal jährt. Und Gutes muss ja schließlich erhalten bleiben.

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mathias dumke

"Trainingseinsatz" ist doch ein schöneres Wort als "Krieg". Natürlich am lebenden Objekt...

damit das Abschlachten auch realistisch wirkt.
Das Wahrheitsministerium der "größten Demokratie der Welt" ist wirklich zu bewundern ob seiner Wortschöpfungen.

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18.02.2013, 10:10 Uhr

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