Home
http://www.faz.net/-gq5-77i39
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Mali Le Drian: Französische Armee durchkämmt Al-Qaida-Rückzugsgebiet

Französische Truppen befinden sich laut Angaben von Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian in der härtesten Phase der seit acht Wochen anhaltenden Offensive gegen die islamistischen Rebellen. Bislang sollen 30 Soldaten verletzt worden sein.

© AP/dpa Truppenbesuch: Frankreichs Verteidigungsminister Jean Yves le Drian richtet sich am Freitag im Norden Malis mit einer Ansprache an seine Soldaten

Auf der Jagd nach Al-Qaida-Kämpfern in Mali sind französische Soldaten nach Angaben von Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian tief in den Rückzugsraum der Islamisten eingedrungen. Die gegenwärtige Phase der seit acht Wochen anhaltenden Offensive sei die härteste, da die Rebellen aus befestigten Stellungen in entlegenen Tälern im Norden des afrikanischen Landes vertrieben werden müssten, sagte der Minister am Freitag. Seit der Entdeckung einer Einheit der Aufständischen hätten die eingesetzten Truppen diese Woche 15 feindliche Kämpfer getötet. Die Suche nach Islamisten dauere an, um sie aus der gesamten Region komplett zu vertreiben.

„Wir sind auf dem richtigen Weg. Aber solange das ganze Gebiet nicht befreit ist, bleibe ich vorsichtig“, sagte Le Drian in einem Rundfunkinterview. Er gab weiter bekannt, dass ein in den Reihen der Islamisten kämpfender Franzose gefangengenommen worden sei. Er werde bald nach Frankreich abgeschoben. Bei den Gefechten seien 30 Soldaten verletzt worden. Zudem seien Waffen in einer so großen Menge gefunden worden, die er nicht erwartet habe, sagte der Minister, der am Vortag Mali besucht hatte.

Mehr zum Thema

Nach Angaben des Tschad wurden bei Kämpfen in Mail in der vorigen Woche auch zwei Führungsmitglieder der Al-Qaida getötet. Darunter soll auch Mokhtar Belmokhtar gewesen sein, der als Kopf einer Geiselnahme in Algerien galt. Das wurde von Vertretern der Terrorgruppe indes bestritten. Bei dem Überfall auf eine Erdgasanlage waren Mitte Januar 55 Menschen getötet worden. Frankreich hat den Tod der beiden prominenten Al-Qaida-Kämpfer, der ein Rückschlag für ihre Bewegung wäre, bisher nicht bestätigt.

Quelle: Reuters

 
()
Permalink

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Von der Leyen in Mali Land der trügerischen Hoffnung

Die Bundesregierung würde Mali gerne zu einem Musterbeispiel deutscher Sicherheitspolitik machen. Der Weg zur Stabilität ist aber noch weit - islamistische Terrorgruppen bedrohen den brüchigen Frieden im Land. Mehr Von Johannes Leithäuser, Bamako

28.07.2015, 19:17 Uhr | Politik
Libyen Islamisten-Führer Belmokhtar angeblich tot

Nach Angaben der libyschen Regierung wurde der algerische Dschihadistenführer Mokhtar Belmokhtar bei einem amerikanischen Luftangriff in Libyen getötet. Mehr

15.06.2015, 10:18 Uhr | Politik
Kerry und Lawrow in Doha Russland warnt Amerika vor Angriffen auf syrische Armee

Die Vereinigten Staaten wollen die von ihnen ausgebildeten Milizionäre in Syrien auch gegen das Assad-Regime verteidigen. Russlands Außenminister hingegen fordert nach einem Treffen mit dem amerikanischen Außenminister ein Ende ausländischer Einmischung. Mehr Von Christoph Ehrhardt, Beirut

03.08.2015, 23:21 Uhr | Politik
IS Türkei und Amerika wollen tausende syrische Rebellen ausbilden

Die Vereinigten Staaten wollen im Kampf gegen die Terrormiliz IS Soldaten als Ausbilder in die Region schicken. Sie sollen dort Kämpfer gemäßigter Rebellengruppen trainieren. Mehr

21.02.2015, 09:55 Uhr | Politik
Gewalt in der Türkei Drei Soldaten sterben bei PKK-Angriff

Anhänger der kurdischen Arbeiterpartei PKK sollen eine Mine unter einem Militärkonvoi gezündet haben. Drei Soldaten kamen dabei ums Leben. Anschließen habe es noch ein Feuergefecht gegeben, so die Sicherheitskräfte. Mehr

04.08.2015, 11:20 Uhr | Politik

Veröffentlicht: 08.03.2013, 12:11 Uhr

Abschied vom Geheimnis

Von Reinhard Müller

Landesverrat? Das Verfahren gegen „Netzpolitik“ wie die Berichterstattung darüber haben ihren Zweck schon erfüllt. Mehr 33 24