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Mali Le Drian: Französische Armee durchkämmt Al-Qaida-Rückzugsgebiet

 ·  Französische Truppen befinden sich laut Angaben von Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian in der härtesten Phase der seit acht Wochen anhaltenden Offensive gegen die islamistischen Rebellen. Bislang sollen 30 Soldaten verletzt worden sein.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (22)
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Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 09.03.2013 13:55 Uhr

wo sind denn suggestive Bilder von der Front ? Die sind wohl abhanden gekommen, das kann

schon einmal passieren, in einem Land, das doppelt so gross ist wie F und D zusammengenommen; die Paras und Legionaere durchkaemmendort hoechstens ihre Uniformen, auf der Suche nach Sandfloehen, und Hollande vertreibt Pseudo-Erfolge ueber seine Medien-Claque. Der Euro laeuft durch Italien aus dem Ruder, die Strukturkrise macht F den Garaus ... in seinem Nacken spuert Hollande schon den kalten Atem der Le Pen - Euro-Kritikerin der ersten Stunde. Die naechsten Wahlen kommen bestimmt und in F werden es echte Wahlen sein, wie in Italien. Man hoert, dass dem einen oder anderen Euro-apparatschik die Kravatte schon eng wird um den Hals .. ob der Vorahnungen.

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Jochen Breiske

"Vertreiben"?!

Hm. Vertreiben also. Dann hoffen wir mal, dass die bösen Islamisten nicht einfach wieder zurück kommen. Tun sie ja ganz bestimmt nicht, wenn man sie jetzt mal ordentlich erschreckt.
Dann herrschen ja bald Wohlstand und Freiheit in Mali, wie überall, wo der Westen zuletzt eingeschritten ist...

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Dirk  Lehmann

Ich habe selten so....

dumme Kommentare gelesen wie hier zu der neokolobnialistischen Aktion FRankreichs.

Frankreich hat die PUTSCHISTEN der derzeitigen NICHTDEMOKRATISCHEN malischen Regierung gefördert und versucht verzweifelt, seine Altkolonien zu halten.

DAS IST ALLES !

Wer die Fremdenlegionäre hier hochjubelt, sollte mal erfahren, was für Leute dort rekrutiert werden....

Es geht in Mali ebensowenig um Menschenrechte oder Kampf gegen Terrorismus wie im Irak, in Afghanistan oder Libyen, Ägypten oder Syrien.

Es geht um platten geopolitischen Vorteil, nichts anderes.

Und es gibt zwischen reaktionären Französischen regierungen und "linken" frz regierungen EINERLEI Unterschied, was den gigantischen nationalen Chauvinismus anbelangt!

Mitterand hat hemmungslos in seiner machttrunkenen Paranoia sämtliche politischen Gegner abhören lassen, sogar vom Geheimdisnt ein harmloses Greenpeace-Schiff in Australien versenken lassen. Hollane und auch Sarkozy sind/waren nur Mini-Napoleons, das ist schlichtweg alles..

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Oliver Marquardt

Gut so.

Noch besser: In Zukunft nicht wieder dahergelaufene Islamisten hochruesten, weil man sie mal eben fuer irgendeinen Regime-change braucht. Mali war uebrigens bis vor 2 Jahren ein durchaus demokratisch funktionierender Staat (gerade fuer afrikanische Verhaeltnisse). Hat sich nur hierzulande kaum jemand fuer interessiert.

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Antworten (8) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.03.2013 09:02 Uhr
Bernd Eberlein

Ja, Herr Trasenko,

und beim Urwaldwandern in Amazonien oder Borneo, in Gottes grandioser Natur, erkennt man wohltuend und scharfen Sinnes, wie unbedeutend und lebenserschwerend menschengemachte Ideologien sein koennen.

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joachim tarasenko

Dann kann ich ja demnächst im Amazonasgebiet wandern gehen?

Ich nehme an dass die per GPS suchen. Die Rebellen haben ja auch Mobiltelefone. Mit Satelliten scannen die ja ein riesiges Gebiet, die Logistik würde auch eine Rolle spielen. Nur reichen 3000 Mann?

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Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 09.03.2013 14:03 Uhr

Na, Herr Balzuweit, in Borneo sind aber auch keine boesen Jungs mit einer Beretta 501

aus Ghedaffi-Bestaenden rumgelaufen ... oder ? Die Franzosen sind leichtbewaffnet, muessen riesige Logistikdistanzen ueberbruecken ... und wenn sie sich aufteilen, sind sie dem Gegner hand to hand an Feuerkraft ueberlegen; wir sehen keine Erfolgs-story aus Mali im TV ... weil esdieschlichtweg nicht gibt. Hollande schuetzt seine 4 oder 5 Investitionsstandorte und fuehrt einen Medien-Krieg an der Heimatfront; die Paras sind so schlecht ausgetattet wie Eure Fallschirmjaeger oder Eure KSK, ohne US-Hilfe sind die in Mali, wie in Afghanistan, nicht luftverbringbar.

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Bernd Eberlein

Herr Balzuweit,

Aus “deutscher Sicht” sind Wuestendimensionen und riesige Regenwaelder unfassbar. Aber es lassen sich tatsaechlich symbolische Heunadeln darin auffinden, auch (und vorallem) mit 2000-2500 Mann unter Fuehrung ‘lokaler Guides und Faehrtenleser’. Ich habe einen guten Teil meines Lebens in klassischer Tropennatur zugebracht und war dabei, als wir Verschollene in den Regenwaeldern Borneos gesucht und gefunden haben.

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Dirk  Lehmann

Die Franzosen sind einfach zu dumm....

... um festzustellen, daß sie in den Mali-Krieg hineingesaugtw erden, wei seinerzeit die MAis in Vietnam..

Die amüsant-naiven Kommentare hier sind nur alllzu köstlich:

Wo ist denn Frankreich in dem Konflikt auch nur ansatzweise erfolgreich?

Sie bettelten bereits im Libyenkrieg um Wafen, weil Sarkozy schichtweg keien Raketen mehr hatte, uzm weiterhin die Mißachtung der UNO-Beschlüsse fortzuführen. im Mali-Krieg bettelt Frankreich um deutsche Logistik, deutsche Soldaten (Gottseidank ist die dt Bevölkerung gegen ein Opfern dt Soldaten für alte frz Großmachtfantasien) und vor allem (wie immer) um dt GELD.

Frankreich wird in Mali sein fünftes Waterloo erleben.

Wie zuvor in Ostasien, in Algerien, ...

Lächerlich, dias Ausleben des frz Größenwahn als Erfolg hier darzustellen, wie es einige Kommentatoren machen....

Diese Aktion soll doch nur davon ablenken, daß Frankreich nach 5 Jahren Mikronapoleon (Sarkozy) wirtschaftlich derart am Boden liegt, daß sie bald PLEITE sind...

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Weitere Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Rainer Schweitzer
Rainer Schweitzer (RSRS) - 08.03.2013 21:52 Uhr

Ganz einfach:

- Sie durchkämmen nicht das ganze Land, sondern die Region, wohin ein Rückzug möglich ist z.B. wg. Oasen.
- Das ganze Land ist recht dünn, die Berge in der Wüste noch viel dünner besidelt. Wüste eben.
- Vom Hubschrauber aus sieht man jeden Menschen und erst recht jeden Pickup auf große Entfernung.

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Wolfgang Balzuweit

Ganz dezente Übertreibung

Wie bitte schön "durchkämmen" 1 1/2 Regimenter, also ca. 2000-2500 Mann französischer Truppen ein Land, das mit 1,25 Millionen Quadratkilometern 4 mal größer ist als die BRD dieses Land nach Dschihadisten?

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Reinhold Wuest

Das könnte wohl nur eine Vision sein

Frankreich sponsert die Tuareg. Franz. Rüstungskonzerne haben ihre Finger in diesem "Africanopoly". Es geht nicht nur um Mali, sondern Tschad, Niger, Burkina-Faso, das ist letztlich Westafrika. China sichert sich seit vielen Jahren in anderen Staaten Afrikas den Einfluss und die Schürfrechte, baut dafür Straßen usw., z.B. in Angola, dem vielleicht reichsten Land. Frankreich ist Europas Speerspitze in Westafrika, das sich langfristig nicht einfach so bedeckt wird halten können, oder es sind es wiedermal Frankreichs alte Großmachtträume, der auch die sozialistische Regierung Hollande nachhängt. Deutsche Rohstoffinteressen werden nicht vertreten. Es kommt mir vor, es sei das die neue Welle der Kolonialisierung Afrikas im 21. Jahrhundert. Der Platz an der Sonne ist dem Recht an den Bodenschätzen gewichen. Jedem sein Bergwerk!

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Claus  Kral

Richtig so

Das ist billiger als wenn man staendig zurueckkehren muss, um die zunaechst abgetauchten und dann wieder eingesickerten Extremisten zu bekaempfen. Ich fuerchte nur, man feiert am Ende eine verfruehte Party - die Rueckkehrversuche der Islamisten sind vorprogrammiert, sie haben starke Rueckzugsgebiete in Algerien, Libyen und Nigeria. Meiner Meinung nach sollte man - zum Wohle der Bevoelkerung - Mali einige Jahre unter UN-Verwaltung stellen, mit einem starken Mandat, bis sich eine starke demokratische Regierung mit einer starken und demokratischen Armee etabliert hat. Es koennte ein Beispiel dafuer sein, wie Weltpolitik in Zukunft aussehen koennte - waere doch mal eine Gelegenheit den Amis zu zeigen, wie die kultivierten Europaer aus dem "alten" Europa das in kultivierter Weise loesen.

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Gerhart Manteuffel
Gerhart Manteuffel (cem_m) - 08.03.2013 14:13 Uhr

Respekt. Wer hätte das den Franzosen zugetraut? Jedoch noch undenkbar für deutsche Verbände.

Man ist doch etwas verwundert über das zielgerichtete und konsequente Vorgehen unserer Nachbarn. Wer hätte das den Franzosen zugetraut? Mit einer eiskalten Ruhe säubern sie die Gebiete von den hinterhältigen Islamisten. Man muss aber auch sagen, dass die Deutschen so ein Vorgehen noch längst nicht auf die Reihe kriegen würden. Zu stark sind noch die historisch begründeten Minderwertigkeitskomplexe und das allgemeine fatale Gutmenschentum. Das hat nichts mit den deutschen Einheiten zu tun, die würden das schon hinbekommen - aber die Hemmungen in unserer links-idelogischen Gesellschaft machen eine echte Verteidigung unserer abendländischen Demokratie leider noch unmöglich. Gut, dass wir Nachbarn haben, die nicht an solchen Minderwertigkeitskomplexen leiden. Die grosse Erfahrung der Franzosen im Wüstenkampf und aufgrund ihrer Kolonialgeschichte kommen ganz Europa und somit der Demokratie zu Gute. Deutschland muss erst wieder lernen, eigene Werte auch konsequent zu sichern - weltweit.

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Antworten (8) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.03.2013 11:47 Uhr
Bernd Eberlein

Herr Reinhardt,

Ich meine Ihrem Kommentar entnehmen zu koennen, dass Sie genau zu jener links-ideologischen Gesellschaftsgruppe gehoeren, die sich gut in der Rolle fuehlt, zu verurteilen, wenn selbst“Destruktiv-Boeses “ , welches den Menschen immensen Schaden zufuegt, “neutralisiert” wird. Ihr “Gutmenschen-Denken” ist vermutlich in einem ideologischen Klima gewachsen, auf welches Sie selbst keinen Einfluss hatten. Genauso wenig hatten es i.d.R. Jungkommunisten, Jungnazis, Jungislamisten usw.. Das ist nun einmal so bei den Menschen, dass sie ideologisch und religioes leicht missbraucht werden und dabei gefaehrlich fuer andere Menschen sein koennen. Siehe Selbstmord-Terroristen, Amoklaeufer, mordende und folternde Kindersoldaten usw. Wollen Sie da etwa mit deutschen Gesetzen, Menschenrechten o.ae. Loesungen suchen? Pervers waere es m.E., diese Missetaeter nicht konsequent und gezielt zur Strecke zu bringen. Oder haetten Sie es lieber, dass zunaechst unschuldige Menschen ihr Leben lassen?

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Fritz Reinhardt

Mit einer eiskalten Ruhe säubern sie die Gebiete von den hinterhältigen Islamisten

Ich bin stolz drauf dass wir Deutschen das nicht auf die Reihe kriegen. Interessant find ich auch dass Sie das Evangelium, die UN-Menschenrechtscharta, sowie auch die der EU, als Links-Ideologie bezeichnen. Mein ganzes Leben bis heute muß ich zusehen wie der Deutsche Staat mit unseren Steuergeldern für einen Krieg bezahlt, während dem ich noch gar nicht geboren war. Auf die willkürliche Tötung von Menschen stolz zu sein ist m.E. pervers.

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Bernd Eberlein

Lieber Herr Balzuweit,

Sie formulieren nett und sensitiv und ich glaube, dass Sie ein netter Mensch sind. Nur sind es bei uns in der Gesellschaft oft die netten Lebenstheoretiker, die weit davon entfernt sind, pragmatisch und praxisorientiert zu denken und zu entscheiden. Das ist ja die Crux in Deutschland, dass zuviele Ideologen das Sagen haben (denken Sie allein an die vielen oft ‘lebensfernen’ Lehrer, die sich in der Politik tummeln). Deshalb wirkt ein Herr Manteuffel erfrischend mit seinen Aussagen. Und recht hat er! Uebrigens habe ich laengere Zeit als “Fronthase” in Kamerun gelebt und gearbeitet und habe mir von dort hervorragende Geschichtsbuecher sowie einen sehr guten Afrika-Atlas mitgebracht. Ich wuenschte, so mancher Kommentator waere im Besitz jener Schaetze.

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Wolfgang Balzuweit

Lieber Herr Eberlein

zunächst glaubte ich bei Ihrem ersten Satz, Sie hätten den Smilie vergessen.

Aber noch ist es ja nicht zu spät sich mit den geographischen, wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten in Mali und im Tschad zu befassen. Das Internet und ein guter Hausatlas können Wunder bewirken.

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Bernd Löhr
Bernd Löhr (tholomaz) - 08.03.2013 20:34 Uhr

In Frankreich geht es vielerorts noch stramm zu, selbst....

bei der freiwilligen Feuerwehr. Frankreich wird in Mali wohl im wesentlichen Fremdenlegionäre einsetzen. Das ist immer noch ein Völkchen für sich, mit einem sehr troditionellen Selbstverständnis, und ausserdem von der Ausbildung und Stationierung her auf das dortige Milieu trainiert.

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Weitere Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Bernd Eberlein

Herr Manteuffel,

Ihre Kommentare gehoeren zu den zivilcouragiertesten, realistischsten und klarsten Aussagen. Gratulation !
Deutschland wird in der Tat immer muehsamer. Die politische Unzufriedenheit und Frustration ist in den Foren aller deutscher Medien deutlich zu spueren. Als groessten Bremsklotz sehe ich ebenfalls die links-ideologische Gesellschaft, die Deutschland spaltet und aufweicht.

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joachim tarasenko

Wir sind doch schon überall präsent

Wir kontrollieren doch schon somalische Piraten, was sollen wir denn sonst noch alles tun?

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Wilhelm Knigge
Wilhelm Knigge (pcleopa) - 08.03.2013 14:58 Uhr

Stimme voll zu

Mit der deutschen Gutmenschmentalität ist sowas nicht möglich...Mit einer sozialistischen Regierung geht das in Frankreich ohne Probleme...Unsere Medien berichten darüber nicht...sie würden es mit Sicherheit tun, wenn die Mission nicht erfolgreich wäre...Was sie eben ist...So wartet man bei Panorama und Co. auf einen Rückschlag, (der durchaus als normal anzusehen wäre), um dann umso süffisanter wieder die 68er-Peitsche zu schwingen...Aber zur Zeit schwingt man dieselbe ja in andere Richtungen...

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08.03.2013, 12:11 Uhr

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