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Mali Islamisten bei Kämpfen in Gao getötet

Bei den Kämpfen zwischen malischen Soldaten und der afrikanischen Eingreiftruppe mit Dschihadisten im Norden Malis sind mindestens 15 Rebellen getötet worden. Auch am Freitag wurde weitergekämpft.

© F.A.Z.

Nach heftigen Gefechten, bei denen mindestens 15 Islamisten getötet wurden, ist die nordmalische Stadt Gao auch am Freitag nicht zur Ruhe gekommen. Malische Soldaten feuerten mit Panzerfäusten auf das Rathaus der Stadt, wo islamistische Kämpfer vermutet wurden, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. In der Ortschaft Inhalil rissen zwei Selbstmordattentäter drei Menschen mit in den Tod.

Ein malischer Offizier in Gao sagte, „mindestens“ ein Islamist habe das Feuer aus dem Rathaus der Stadt erwidert, bevor er getötet worden sei. Auch an anderen Orten der Stadt waren am Freitag immer wieder Schüsse zu hören. Auf Dächern von Gebäuden im Stadtzentrum hielten sich islamistische Heckenschützen verschanzt, unter anderem auf dem Dach der Markthalle.

Nach Gao eingedrungene Islamisten hatten sich am Donnerstag stundenlange Kämpfe mit französischen und malischen Truppen geliefert. Die Islamisten konnten vorübergehend das Rathaus der Stadt und die Residenz des Gouverneurs besetzen. Am Donnerstag hatte es geheißen, die Islamisten seien schließlich aus den Gebäuden vertrieben worden. Allerdings hatten die malischen Soldaten die Gebäude aus der Sorge heraus gemieden, an den Leichen getöteter Islamisten befestigte Sprengsätze könnten detonieren.

Das französische Verteidigungsministeriums teilte am Freitag mit, bei den Kämpfen vom Vortag seien etwa 15 Islamisten getötet worden.  Vier malische Soldaten seien verletzt worden, zwei französische Soldaten „sehr leicht“. Demnach wurden die französischen Soldaten verletzt, als französische Einheiten versuchten, Sprengsätze zu entschärfen. Im Verlauf des Donnerstags seien zudem zwei weitere „Terroristen“ getötet worden, die einen von nigrischen Kräften gehaltenen Kontrollpunkt im Norden von Gao attackiert hätten.

In der nordmalischen Ortschaft Inhalil nahe der Stadt Tessalit attackierten zwei Selbstmordattentäter in mit Sprengstoff gefüllten Autos Zivilisten und Tuareg-Rebellen der Nationalen Bewegung für die Befreiung von Azawad (MNLA). Sie rissen drei Menschen mit in den Toten und verletzten weitere Menschen, wie aus Sicherheitskreisen und von Seiten der MNLA verlautete.

Ein MNLA-Vertreter machte die islamistische Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika (Mujao) für den Anschlag verantwortlich.  Die MNLA hatte im vergangenen Jahr an der Seite islamistischer Gruppen wie Mujao den Norden Mali unter ihre Kontrolle gebracht, war dann aber von den Islamisten verdrängt worden. Die MNLA stellte sich dann auf die Seite Frankreichs, als die französische Armee am 11. Januar in den Konflikt eingriff und die Islamisten aus den wichtigsten Städten im Norden des Landes vertrieben wurden - und ist inzwischen in Tessalit und der Stadt Kidal wieder präsent.

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Quelle: AFP

 
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