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Veröffentlicht: 29.08.2016, 08:26 Uhr

IS-Hochburg vor dem Fall Libysche Regierungstruppen schlagen „letzte Schlacht“ in Sirte

Nicht nur in Syrien und Irak ist die Terrormiliz IS in der Defensive. Auch in Libyen melden die Regierungstruppen Erfolge. In Sirte sollen die letzten von Dschihadisten gehaltenen Stadtteile befreit werden.

© AFP Libysche Regierungssoldaten im Kampf gegen IS-Kämpfer in Sirte

Die Truppen der von den Vereinten Nationen gestützten Einheitsregierung in Libyen haben einen Angriff auf die letzten von Dschihadisten kontrollierten Viertel der Küstenstadt Sirte gestartet. „Die letzte Schlacht um Sirte hat begonnen“, sagte ein Sprecher der Regierungstruppen. Etwa 1000 Soldaten seien in die beiden Stadtteile eingedrungen, die noch von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kontrolliert werden. Bei dem Angriff auf die letzten Stellungen der IS-Einheiten sind nach Informationen aus einem Lazarett 34 libysche Kämpfer getötet und mehr als 180 verletzt worden.

Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachtete mehrere Panzer und gepanzerte Fahrzeugen, die in Richtung eines der beiden Viertel vorrückten. Anschließend waren Gewehrfeuer und Explosionen zu hören. Den Regierungstruppen zufolge war der Vormarsch in der Nacht zu Sonntag durch amerikanische Luftangriffe auf Stellungen der Dschihadisten vorbereitet worden.

© Reuters IS-Hochburg vor dem Fall: Entscheidungsschlacht in Sirte

Die IS-Miliz beherrscht Sirte seit Juni 2015. Im Mai dieses Jahres begann eine Offensive zur Rückeroberung der Stadt. Der Verlust der 450 Kilometer östlich der Hauptstadt Tripolis gelegenen Stadt wäre ein schwerer Schlag für die Dschihadisten. Sirte bildet die Verbindung zwischen dem Westen und dem Osten des ölreichen Landes.

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Nach dem Sturz und dem Tod des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi infolge eines französischen und britischen Militäreinsatzes im Jahr 2011 war das nordafrikanische Land ins Chaos gestürzt. Seitdem beherrschen verfeindete Milizen den Staat. Der IS nutzte die unübersichtliche Lage in Libyen, um sich auszubreiten, unter anderem in Gaddafis Heimatstadt Sirte.

Die vor allem aus Misrata stammenden libyschen Truppen erklärten, sie stünden kurz vor einem Sieg über den IS; sie müssten sich aber mit Selbstmord-Kämpfern, Scharfschützen und Minen auseinandersetzen. Die Truppen setzten Panzer, Raketen und Flugabwehrgeschütze ein, um sich durch die Stellungen der Scharfschützen durchzukämpfen. Die IS-Kämpfer hätten am Sonntag fünf Autobombenanschläge versucht, um den Vormarsch der libyschen Truppen zu verhindern.

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