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Ebola : Bundesminister besuchen Westafrika

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Hilfe für Westafrika: Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU, links) und Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) Bild: dpa

Die Bundesminister Hermann Gröhe und Gerd Müller besuchen das von der Ebola-Epidemie betroffene Westafrika. Sie kündigen den Aufbau einer Weißhelm-Truppe an.

          Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) wollen sich über den Aufbau des Gesundheitssystems nach der Ebola-Epidemie in Westafrika informieren. Sie sind an diesem Dienstag zu einem viertägigen Besuch nach Ghana und Liberia aufgebrochen, wie das Entwicklungsministerium in Berlin mitteilte.

          Erste Station ist Accra, die Hauptstadt Ghanas. Ghana selbst ist zwar von der Ebola-Epidemie verschont geblieben, dient aber als Logistik-Stützpunkt für die Versorgung der am stärksten betroffenen Länder Liberia, Sierra Leone und Guinea. An der jüngsten Ebola-Epidemie sind bislang mehr als 10.000 Menschen gestorben.

          Deutschland hat nach Regierungsangaben bislang 195 Millionen Euro zur Bekämpfung von Ebola in Afrika beigesteuert. Als Reaktion auf die Ebola-Krise legt die Bundesregierung nun ein Sonderhilfsprogramm für Westafrika auf und plant den Aufbau einer Weißhelm-Truppe aus Ärzten, Technikern und Spezialisten. Das kündigten Müller und Gröhe am Dienstag in der der „Bild“-Zeitung an.

          200 Millionen Euro für Gesundheitssysteme

          „Wir werden den Aufbau der Gesundheitssysteme und einer besseren Krisenreaktion in Afrika mit 200 Millionen Euro fördern“, sagte Müller vor der Reise. Die drei von der Epidemie am stärksten betroffenen Länder Liberia, Sierra Leona und Guinea seien wirtschaftlich um fünf bis zehn Jahre zurückgeworfen worden. „Auch wenn sich die Scheinwerfer der Welt von Westafrika abwenden, dürfen wir die Region nicht allein lassen“, sagte der Minister.

          Die geplante Weißhelm-Truppe will Deutschland notfalls im Alleingang aufbauen. „Wir werden bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) eine Kernmannschaft von Weißhelmen aufstellen, die in drei bis fünf Tagen überall auf der Welt im Einsatz sein kann“, sagte Müller. Ob sich andere Nationen an der Initiative beteiligen, sei davon unabhängig.

          Zur Delegation gehören auch die Präsidentin der Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann, Johannes Richert vom Deutschen Roten Kreuz und der Ebola-Beauftragte der Bundesregierung, Walter Lindner.

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