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Al Shabaab : Angriff westlicher Streitkräfte in Somalia

  • Aktualisiert am

Kämpfer der Al Shabaab südlich von Mogadischu Bild: AP

Nach Angaben der somalischen Terrorgruppe Al Shabaab haben westliche Streitkräfte Stellungen der Islamisten in Barawe angegriffen. Offenbar sollte ein ranghoher Kommandeur festgesetzt werden.

          Nach Angaben somalischer Islamisten haben „westliche“ Soldaten in der Nacht zum Samstag ein Haus in der Küstenstadt Barawe angegriffen und dabei einen ihrer Kämpfer getötet. Ausländische Truppen seien im Schutz der Dunkelheit mit Booten an der Küste angelandet, teilte ein Sprecher der Al-Shabaab-Miliz mehreren Nachrichtenagenturen mit. Ihre Kämpfer hätten das Feuer auf die Angreifer eröffnet. An der Operation seien weder Flugzeuge noch Hubschrauber beteiligt gewesen. Die Angreifer hätten Waffen, Medizin und Blutflecken zurückgelassen.

          Nach Informationen aus somalischen Sicherheitskreisen zielte der Angriff auf den aus Tschetschenien stammenden Al-Shabaab-Führer Abu Diyad, auch bekannt als Abu Ciyad. Ein Geheimdienstmitarbeiter in der Hauptstadt Mogadischu sagte, die Angreifer seien französischen Soldaten gewesen. Sie hätten einen Leibwächter Abu Diyads getötet und ihn selbst verwundet. Die französische Armee äußerte allerdings, sie habe niemanden in dem Gebiet im Einsatz. Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert Geheimdienstkreise, der Angriff sei von amerikanischen Truppen ausgeführt worden. Auch nach dieser Darstellung war das Ziel ein ausländischer Al-Shabaab-Anführer.

          Einwohner berichten über Gefechtslärm

          Einwohner der Stadt Barawe, die rund 180 Kilometer südlich von Mogadischu liegt, berichteten von lautem Gefechtslärm in der Nacht. Nach Angaben von Al-Shabaab benutzten die Angreifer Gewehre mit Schalldämpfern. „Die Waffen, die zu hören gewesen waren, waren unsere“, sagt er. Ob es einen Zusammenhang zwischen der Aktion und der kürzlichen Geiselnahme durch Al-Shabaab-Extremisten in einem Einkaufszentrum der kenianischen Hauptstadt Nairobi gibt, ist unklar.

          Die Nato teilte mit, sie sei nicht in eine Aktion in Somalia involviert. Ein Sprecher des Anti-Piraten-Einsatzes der Europäischen Union (Navfor) sagte: „Wir waren an keinerlei Operation dort beteiligt.“ Die kenianischen Streitkräfte, die im Süden Somalias stationiert sind, waren für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Kriegsschiffe von Nato-Staaten patrouillieren seit Jahren vor der somalischen Küste, um Piratenüberfälle zu verhindern und die Aktivität von Extremisten in der Region zu kontrollieren. Dabei gab es auch mehrfach Aktionen von Schiffen aus gegen Ziele an der Küste.

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