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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Ägypten Tod und Chaos

 ·  Die Toten von Port Said sind ein neuer Beleg für das Chaos, das in Ägypten nach der Wende herrscht. Man muss nicht Mubarak nachtrauern, aber während des Übergangs ist viel Blut vergossen worden.

Artikel Lesermeinungen (8)

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Adrian van Vliet

Erfolglos

Da fragt man sich nur wer am Anfang diese ‘Wende’ verursacht hat und warum? Oder glauben Sie das die Ägypter und die anderen selbst die Organisationskenntnisse haben und das Geld um so etwas zu organisieren?

Da hat man sich im Westen schon wieder vergaloppiert wie bei den anderen ’Arabische Frühlinge’!

Ich garantiere dass es in Syrien genau so sein wird wenn man die Bevölkerung gegen einander aufhetzt und die ’Befreier’ mit Waffen versieht. In Syrien geht es um Iran natürlich.

Und wir können uns auch schon mit Drohnen und Kameras das Ganze ’Live’ anschauen.

Zum Glück wird der neue Papst das alles wieder in Ordnung bringen!

Und China sagt nichts aber lacht.

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mary van de cremer

Kenntnisse über Land und Leute

Herr Siegen ? Die kann man gewinnen indem man zB. täglich die englischsprachige online Edition der Zeitung Almasry al-Youm, liest. Viele Familiennamen von Arabern im ehemaligen ägyptischen Gazastreifen enthalten das Wort al Masry, der Ägypter. Es gibt neben Tourismus, auch eine Goldmine im Sinai, eine Raffinerie, einige Textilfabriken, Einkünfte aus der Durchfahrt durch den Suezkanal. Aber Ägypten ist auch der Welt größter Importeur von Getreide, wiewohl es die Hälfte des Bedarfs noch selbst produziert neben Reiss. Und ja, die Eisenbahnstruktur wurde stark vernachlässigt, bei der Verteilung von Kochgasflaschen gibt es immer wieder Probleme, auch für Brot steht man an manchen Stellen schlange. Und es gibt Millionen Analfabeten.Ein Ägypter schrieb in Al Masry: 'Wir haben Miriaden von Problemen, laß die Israeli in Ruhe'.
Also, was wird wenn in 30 Jahren die Bevölkerung sich nochmals verdoppelt hat auf 160 Millionen ? Lesen Sie dazu den Artikel 'Warum sind die Ägypter so arm' .

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.03.2013 17:50 Uhr
Rolf Joachim Siegen

Kenntnisse ueber Land und Leute

hat Mitforist Borz nicht geltend gemacht. Er kommt vielmehr zu der pauschalen Schelte 'sinnlos'.

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Burkhard Bortz

Sinnlos....

Es ist sinnlos über Ägypten nachzudenken. Nach der Revolution schafft man als neue Regierung erst einmal die Todestrafe ab, verhindert Unruhen und bringt Stabilität ins das Rechtssystem. Was haben sich die Aufständischen gedacht? Mubarak rauswerfen und dann herrscht Friede, Freude, Eierkuchen?? Weit gefehlt. Hier gehen noch die Islamisten ans Werk und das Land ist groß. Nicht jeder Bauer weiss, was in Kairo los ist und versteht die Problematik. Nicht jeder auf dem Land möchte die offene Lebensweise wie in den Großstädten. Was haben die Ägypter vorzuweisen? Nicht viel. Nur der Tourismus kann hier Aufschwung bringen und das ist zur Zeit nicht optimal. Außerdem halte ich die sogenannte Opposition für kriminelle, bewaffnete Gruppen, die ihre eigenen Vorstellungen verwirklichen wollen und bei ihrem Tun feststellen, das die Polizei auf den Plan kommt. Für die Regierung eines Landes ist ein Gebetsbuch zu wenig und alte bärtige Männer werden garantiert nicht die Wirtschaftsfachleute sein. .

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.03.2013 09:47 Uhr
Rolf Joachim Siegen

B. Bortz, Ihre Sympathie fuer die Aegypter

ist kaum auszuhalten. Woher Sie Ihre Kenntnisse ueber Land und Leute nehmen moegen, sei hier dahingestellt.

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Rolf Joachim Siegen

Harte Zeiten!

Die Aegypter sollten ihr Werk vollenden - ihre Revolution muss vollendet werden. Dazu gehoert die voellige Entmachtung der Militaers, denn diese sollen die Wirtschaft des Landes beherrschen. Diese Pfruende muessen beseitigt werden. Die Muslimbrueder werden mit diesen Erbhoefen sicher nicht aufraeumen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.03.2013 10:53 Uhr
Rolf Joachim Siegen

Bravo F. Garbor!

Auf einen Zusammenhang zwischen Friedrich dem Grossen und dem Arabischen Fruehling muss mal erst mal kommen. Schon mal davon gehoert, dass die Amerikaner das Regime Mubarak alimentierten!?? Aber dergleichen Einzelheiten haben auf Ihrem Radarschirm keinen Platz. Sie applaudieren jedem Militaer. Hoechste Zeit fuer Sie, sich bei Thomas de Maiziere als persoenlicher Referent zu bewerben. Auch der hat Sinn fuer Diabolisches.

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Fritz Garbor

Schlauberger: Miltär ganz entmachten und diese M- Brüder? Das Ergebnis wäre eine blutige

Anarchie.
Also so einfach ist die Welt nicht aufgebaut, wie Sie sich das vorstellen.
In unvollständigen Staaten ohne eine weltlich kulturelle Basis im zivilen Verkehr miteinander
braucht es die Autorität des Militärs, um den Laden in Ordnung zu halten.
Das war unter Friedrich dem Großen auch der Fall, also in einer Zeit des Übergangs zwischen Mittelalter und Moderne: Struktur in die Dinge am nur über das Militär! Nach seinem Vorbild strukturierte sich dann moderne Wirtschaft!
Wege sind eben nicht immer rein zivil- mädchenhaft, denn die Welt war das noch nie!

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Jahrgang 1955, verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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