25.10.2008 · Bei einer Schießerei im Zentrum der afghanischen Hauptstadt sind drei Menschen getötet worden, darunter zwei Mitarbeiter des deutschen Logistikkonzerns DHL. Wie das Unternehmen mitteilte, handelt es sich bei den Opfern aber nicht um Deutsche.
Die Deutsche Post hat am Samstag den Tod zweier Mitarbeiter ihrer Tochterfirma DHL bei einer Schießerei in Kabul bestätigt. Die Mitarbeiter seien um 8.30 Uhr Ortszeit vor dem Büro des Logistikunternehmens DHL in der afghanischen Hauptstadt erschossen worden, sagte ein Postsprecher am Samstag in Bonn. Zur Staatsangehörigkeit der Opfer teilte der Konzern lediglich mit, dass es sich nicht um Deutsche handele. Diese Angabe deckt sich mit Erkenntnissen des Auswärtigen Amtes in Berlin. Nach Polizeiangaben in Kabul waren die DHL-Mitarbeiter ein Brite und ein Südafrikaner. Auch ein afghanischer Wachmann sei bei der Schießerei getötet worden, sagte Kabuls Vize-Polizeichef Alishah Ahmadsai.
Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff. Ahmadsai sagte, das Motiv der Tat sei unklar, und die Schießerei werde untersucht. Er könne nicht ausschließen, dass die erschossenen Ausländer zwei Staatsangehörigkeiten besessen hätten.
Am vergangenen Montag war eine Mitarbeiterin einer christlichen Hilfsorganisation, die einen britischen und einen südafrikanischen Pass hatte, in Kabul auf offener Straße erschossen worden. Ebenfalls am Montag waren in der nordafghanischen Provinz Kundus zwei deutsche Soldaten und fünf Kinder bei einem Selbstmordanschlag getötet worden. Zu beiden Taten hatten sich die Taliban bekannt.
Die Gewalt in Afghanistan hat deutlich zugenommen. Die Menschen in der Hauptstadt leiden nicht nur unter Anschlägen Aufständischer wie der Taliban; auch kriminelle Banden sind zunehmend aktiv.
Schutzmaßnahmen müssen erhöht werden!
Patrick Rollbis (Cryson91)
- 25.10.2008, 11:44 Uhr
Was da auf unsere "Jungs" zukommt
Benedikt Gresser (Benediktus)
- 25.10.2008, 11:56 Uhr