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Afghanistan Übergabe der Sicherheitsverantwortung schneller als erwartet

Zwei Jahre vor dem Ende der Isaf-Mission schreitet die Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die afghanischen Streit- und Polizeikräfte voran. Bald sollen 90 Prozent der Bevölkerung in Gebieten leben, die die Afghanen selber kontrollieren.

© dpa Aschraf Ghani: „Die Isaf war im Kampf an vorderster Front, und die afghanischen Sicherheitskräfte waren im Hintergrund. Heute verschiebt sich das.“

Afghanische Soldaten und Polizisten übernehmen die Verantwortung für die Sicherheit im Land nach Angaben des zuständigen Regierungsbeauftragten schneller als erwartet. Man sei dem Zeitplan deutlich voraus, wonach der Prozess bis Ende 2014 abgeschlossen sein solle, sagte der Beauftragte von Präsident Hamid Karsai, Aschraf Ghani, in Kabul. Dann soll die Nato-geführte Schutztruppe Isaf ihren Einsatz beenden. Ghani verkündete am Montag die vierte und vorletzte Tranche an Gebieten, in denen der Übergabeprozess nun beginnen soll.

Nach Abschluss dieser Phase sollen fast 90 Prozent der Bevölkerung in Gebieten leben, in denen afghanische Sicherheitskräfte zuständig sind. 52 weitere Distrikte sollen unter die Kontrolle der Afghanen kommen, die dann die Verantwortung von 312 der 398 Distrikte innehaben werden. In 23 der 34 afghanischen Provinzen sollen einheimische Sicherheitskräfte verantwortlich sein.

Isaf Afghanistan Ein portugiesischer Soldat in Kabul am Montag in Kabul © AFP Bilderstrecke 

Ghani sagt: „Die Isaf war im Kampf an vorderster Front, und die afghanischen Sicherheitskräfte waren im Hintergrund. Heute verschiebt sich das dahin, dass die afghanischen Sicherheitskräfte in den Vordergrund kommen und die Isaf eine Unterstützerrolle annimmt.“

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen begrüßte Ghanis Ankündigung als einen „bedeutenden Schritt“ zur vollständigen Übergabe der Verantwortung in den nächsten zwei Jahren. „Das ist das Ergebnis des Fortschritts, den wir gemeinsam erzielt haben“, sagte Rasmussen. Die afghanische Armee und Polizei führten schon jetzt die meisten Operationen.

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Quelle: dpa

 
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