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Afghanistan Tote bei Anschlägen und Nato-Luftangriffen

 ·  Bei Anschlägen in der Nähe des Flughafens sind in Kandahar 24 Personen getötet worden. Bei einem Nato-Luftangriff auf einen Taliban-Anführer in der ostafghanischen Provinz Logar kamen nach Angaben des Provinzrates auch 18 Zivilisten ums Leben.

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© dapd Protest auf der Straße zwischen Kandahar und Kabul gegen Militäraktionen in der Nacht

Bei einem Doppelanschlag in der südafghanischen Stadt Kandahar sind am Mittwoch mindestens 24 Menschen getötet worden, unter ihnen die meisten Zivilisten. 50 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte der Polizeichef der Provinz Kandahar, Abdul Rasik. Zunächst sei auf der Flughafenstraße eine auf einem Motorrad versteckte Bombe detoniert. Als sich Menschen am Anschlagort versammelten, habe sich dort ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Der Attentäter ist in der Zahl der Toten enthalten.

Rasik sagte, das Ziel des Doppelanschlags sei noch unklar. Am Flughafen Kandahar, der zivil und militärisch genutzt wird, unterhält die Internationale Schutztruppe Isaf eine große Basis. Kandahar ist eine Hochburg der Taliban. Die Aufständischen äußerten sich zunächst nicht zu dem verheerenden Doppelanschlag.

Provinzrat: 18 Zivilisten bei Nato-Luftangriff getötet

Unterdessen sind bei einem Nato-Luftangriff auf einen Taliban-Anführer in der ostafghanischen Provinz Logar am Mittwoch nach Angaben des Provinzrates auch 18 Zivilisten getötet worden. 18 Mitglieder der Familie des Stammesältesten Basir Achundsada seien ums Leben gekommen, darunter auch Achundsada selbst, sagte Provinzratschef Abdul Wali Wakili. Sechs Taliban-Kämpfer - darunter ein Kommandeur - seien ebenfalls getötet worden. Die Nato-geführte Schutztruppe Isaf bestätigte einen Luftangriff in dem betroffenen Distrikt Baraki Barak, nicht aber die zivilen Opfer.

Die Isaf teilte mit, bei einer Operation gegen einen Taliban-Anführer seien ausländische und internationale Truppen von Aufständischen angegriffen worden. Die Soldaten hätten Luftunterstützung angefordert. Zwei Frauen seien verwundet worden. Die Verletzungen seien nicht lebensbedrohlich und würden von der Isaf behandelt. Mehrere Aufständische seien getötet worden.

Wakili sagte, in der Provinzhauptstadt Pul-i-Alam demonstrierten Tausende Menschen wegen des getöteten Stammesältesten und seiner Familie. Zivile Opfer bei Nato-Einsätzen sorgen regelmäßig für großen Unmut in der afghanischen Regierung und im Volk.

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