http://www.faz.net/-gpf-96jsz

Afghanistan : Tote bei Angriff auf Kabuler Militärakademie

  • Aktualisiert am

Afghanische Sicherheitskräfte fahren zur Marshal Fahim Militärakademie in Kabul, nachdem diese am 29. Januar 2018 von Bewaffneten angegriffen wurde. Bild: AP

Es ist bereits der vierte schwere Vorfall binnen eines Monats in der afghanischen Hauptstadt. Die Terrormiliz IS bezichtigte sich der Tat.

          Bei einem Angriff von fünf schwer bewaffneten Kämpfern der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) auf eine Militäreinheit nahe einer großen Militärakademie in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind nach offiziellen Angaben mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen, darunter drei der Angreifer. Einer habe sich in die Luft gesprengt, zwei weitere seien erschossen worden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Daulat Wasiri, am Montagmorgen. Ein Attentäter sei festgenommen worden, aber der letzte kämpfe noch. Außerdem seien zwei afghanische Soldaten ums Leben gekommen und zehn verletzt worden.

          Der IS reklamierte den Überfall für sich, wie das amerikanische Unternehmen Site Intelligence Group unter Berufung auf das IS-Sprachrohr Amak meldete. Wasiri widersprach Meldungen, dass die große Marschall-Fahim-Militärakademie selbst angegriffen worden sei. Das hatten zuvor unter anderem der Präsidentenpalast, ein in der Gegend lebender Offizier und Medien berichtet.

          Ziel des Angriffs sei die nahe Basis der 111. Brigade gewesen – eine Militäreinheit neben der Akademie. Es wurde nicht unmittelbar klar, ob es sich lediglich um eine semantische Unterscheidung handelt, um ein weiteres Versagen von Sicherheitskräften beim Schutz schwer bewachter Einrichtungen zu verschleiern.

          Erst am Samstag hatte es ein Attentäter der islamistischen Taliban in eine der am schwersten bewachten Straßen von Kabul hineingeschafft und mehr als 100 Menschen getötet. Satellitenbilder zeigen die beiden Militärinstallationen sehr nahe beieinander. Sie könnten auf demselben Gelände liegen.

          Weitere Themen

          Polens Justizreform könnte EU-Recht verletzen Video-Seite öffnen

          EuGH muss entscheiden : Polens Justizreform könnte EU-Recht verletzen

          Nach Auffassung der Kommission stimmt das polnische Gesetz nicht mit EU-Recht überein. Sollte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte das auch so sehen, müsste Warschau das Gesetz zur Zwangspensionierung oberster Richter ändern.

          Merkel habe keine Kontrolle mehr Video-Seite öffnen

          Folgen von Fall Maaßen : Merkel habe keine Kontrolle mehr

          Der Fall Maaßen hat bei der Bevölkerung für viel Unmut gesorgt. Einer Umfrage für die „Bild am Sonntag“ zufolge glauben 67 Prozent der Befragtennicht mehr, dass die drei Parteivorsitzenden von CDU, CSU und SPD noch vertrauensvoll zusammenarbeiten können.

          Topmeldungen

          Die große Koalition ist ihr Schicksal: Olaf Scholz, Angela Merkel und Horst Seehofer am vergangenen Freitag in Berlin.

          Große Koalition in der Krise : Hysterie ist machbar, Herr Nachbar

          Erst ging es um „Hetzjagden“ in Chemnitz – dann um Hans-Georg Maaßen, die SPD und schließlich um die Regierungskoalition. Ob die Beteiligten, inklusive Journalisten, jetzt schlauer sind?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.