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Afghanistan Terroristenführer angeblich bei Angriff getötet

 ·  Der Koordinator zahlreicher Anschläge in der afghanischen Hauptstadt Kabul, Badruddin Haqqani, soll durch einen Drohnenangriff im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet getötet worden sein.

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Ein ranghoher Anführer des Al Qaida nahestehenden Haqqani-Netzwerks ist offenbar bei einem amerikanischen Drohnenangriff im pakistanischen Grenzgebiet getötet worden. Der afghanische Geheimdienst bestätigte am Sonntag, Badruddin Haqqani, der Sohn des Netzwerk-Gründers Dschalaluddin Haqqani, sei vergangene Woche in Pakistan gestorben.

Am Vortag hatten pakistanische Sprecher bereits von Haqqanis möglichem Tod bei einem Angriff in der Grenzregion Nord-Waziristan berichtet. Ein Talibansprecher dementierte die Berichte. Haqqani sei am Leben und halte sich in Afghanistan auf, sagte er. Der Gruppe werden zahlreiche Anschläge in der afghanischen Hauptstadt Kabul zugeschrieben.

Afghanischer Soldat erschießt Nato-Soldaten

Im Osten Afghanistans erschoss am Montagmorgen ein afghanischer Soldat zwei Nato-Soldaten. Der Angriff habe sich am frühen Montagmorgen in der Provinz Laghman ereignet, sagte ein Nato-Sprecher. Details nannte er nicht. Die Nato und die afghanischen Behörden bemühten sich derzeit um eine Aufklärung des Falls, hieß es.

Im Süden des Landes waren bereits am Sonntagabend bei einem Angriff auf einen Kontrollpunkt zehn afghanische Soldaten getötet worden. Fünf weitere seien entweder entführt worden oder hätten sich ihren Angreifern angeschlossen, sagte ein Sprecher der Provinzregierung in Helmand am Montag. Vier Soldaten seien verletzt worden. Weitere Einzelheiten zu dem Angriff, der sich im Bezirk Waschir ereignete, nannte der Sprecher nicht.

Siebzehn enthauptete Leichname gefunden

Er teilte jedoch weiter mit, dass in einem Dorf im Bezirk Kajaki 17 Zivilisten enthauptet aufgefunden worden seien. Unter den Opfern seien auch zwei Frauen. Die Tat habe sich am Sonntagabend ereignet. Nach den Tätern werde gesucht. Ein ranghoher Polizeibeamter in der Provinz bestätigte die Angaben.

In der Region sind Aufständische der islamistischen Taliban aktiv, die in der Vergangenheit immer wieder für die Enthauptung von Dorfbewohnern verantwortlich gemacht wurden. Die Taliban sollen den Zivilisten dabei in den meisten Fällen vorgeworfen haben, für die afghanischen und amerikanisch geführten Nato-Truppen spioniert zu haben.

Ein Stammesältester im benachbarten Bezirk Musa Kala sagte, in den vergangenen Monaten sei es vermehrt zu Enthauptungen in der Region gekommen. Allein im Fastenmonat Ramadan seien vier Personen geköpft worden, darunter der Sohn eines Stammesältesten. Die Morde seien stets nach großen Militäreinsätzen der afghanischen und Nato-Truppen in der Gegend verübt worden.

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Von Günther Nonnenmacher

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