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Afghanistan Taliban wollen Gespräche mit Amerika fortsetzen

 ·  Die Taliban wollen die Friedensgespräche mit den Vereinigten Staaten fortsetzen. Zuvor aber müsse Washington nach dem Amoklauf eines amerikanischen Soldaten „das Vertrauen“ wiederherstellen. In Helmand tötete ein Mann in afghanischer Armeeuniform zwei Nato-Soldaten.

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Ungeachtet der jüngsten Verstimmungen wollen die afghanischen Taliban die Friedensgespräche mit den Vereinigten Staaten einem Kommandeur zufolge fortsetzen. Die Vereinigten Staaten müssten aber nach dem Amoklauf eines amerikanischen Soldaten vor zwei Wochen alles daran setzen, das Vertrauen wiederherzustellen, sagte Sied Mohammed Akbar Agha in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters.

Einen Termin für die Wiederaufnahme von Gesprächen nannte er nicht. „Die Probleme in Afghanistan können nicht ohne Verhandlungen gelöst werden - für die Taliban, die Regierung und auch die Ausländer steht das fest“, sagte der Kommandeur, der in die Beratungen der Taliban über einen Friedensprozess eingebunden war. Die Gespräche seien lediglich ausgesetzt, nicht beendet.

Die Taliban, die seit über zehn Jahren gegen die internationalen Truppen am Hindukusch und die Regierung in Kabul kämpfen, hatten den gerade erst begonnenen Dialog mit den Vereinigten Staaten abgebrochen. Sie warfen der Regierung in Washington vor, sich nicht an ein Versprechen gehalten zu haben, fünf Taliban-Anführer aus dem Gefangenenlager Guantanamo freizulassen. Der Amoklauf, bei dem ein US-Soldat 16 afghanische Zivilisten tötete, habe die Atmosphäre weiter vergiftet, erklärten die Taliban.

Zwei Nato-Soldaten getötet

Im Süden Afghanistans hat unterdessen ein Mann in afghanischer Armeeuniform zwei Nato-Soldaten getötet. Der Angreifer habe am Montag das Feuer auf die Soldaten der Nato-geführten Afghanistan-Truppe Isaf eröffnet, sagte ein Sprecher der Militäralllianz. Er sei schließlich erschossen worden. Angaben zur Nationalität der getöteten Soldaten machte die Nato wie üblich nicht.

Ein afghanischer Regierungsvertreter sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Vorfall habe sich auf einem amerikanischen Stützpunkt in Laschkar Gah ereignet, der Hauptstadt der Provinz Helmand. Dort sind vor allem britische und amerikanische Soldaten stationiert.

In den vergangenen Monaten hat die Zahl der tödlichen Angriffe afghanischer Soldaten auf Angehörige der internationalen Truppen zugenommen. Die in Afghanistan mit Soldaten präsenten Staaten wollen ihre Kampftruppen bis Ende 2014 abziehen und bis dahin die Sicherheitsverantwortung schrittweise an die afghanische Seite übergeben.

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Von Berthold Kohler

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