11.11.2007 · Bei einem Selbstmordanschlag im nordafghanischen Kommandobereich der Bundeswehr ist nach Behördenangaben ein afghanischer Zivilist getötet worden.
Bei einem Selbstmordanschlag im nordafghanischen Kommandobereich der Bundeswehr ist nach Behördenangaben ein afghanischer Zivilist getötet worden. Deutsche Soldaten seien von dem Attentat am Samstag nicht betroffen gewesen, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam.
Zuvor waren bei einem Angriff der Taliban auf eine gemeinsame Patrouille der Internationalen Schutztruppe Isaf und der afghanischen Armee im Osten des Landes neun Soldaten getötet und 18 verletzt worden. Unter den Toten seien auch sechs Ausländer, teilte Isaf am Samstag mit.
Die Aufständischen griffen demnach am Freitag den Nato-Konvoi unter anderem mit panzerbrechenden Waffen an. Im Osten Afghanistans sind vorwiegend amerikanische Soldaten im Einsatz. Über den Anschlag in der Nähe von Kundus gab es widersprüchliche Angaben. „Deutsche Kräfte sind ständig im Raum Kundus präsent, waren aber nicht in der Nähe“, versicherte der Sprecher des Einsatzkommandos.
Nach Angaben des Verwaltungschefs der Provinz Kundus, Mohammed Omar, war der Täter dagegen einem Konvoi der Bundeswehr gefolgt. In Herat wurden am Sonntag unterdessen sechs Stammesälteste getötet. Im südafghanischen Distrikt Girischk in der Provinz Helmand wurde offenbar ein Selbstmordanschlag auf ausländische Soldaten vereitelt.
Nach Zivilisten wurden dabei verletzt. Im Westen des Landes eroberten nach Regierungsangaben afghanische Soldaten mit Unterstützung von Isaf-Truppen den Bezirk Gulistan zurück, den die Taliban vor fast zwei Wochen eingenommen hatten. Mehrere Taliban-Kämpfer seien dabei getötet worden. Im Nordwesten tötete oder verwundete das afghanische Militär zudem nach eigenen Angaben 50 Taliban.