Bei einem Selbstmordanschlag im Osten Afghanistans sind am Montag mindestens 20 Menschen getötet worden. Unter den Toten seien drei Nato-Soldaten, teilte das Büro des Gouverneurs der Provinz Khost am Montag mit. Bei dem Anschlag auf eine gemeinsame Patrouille der Nato-geführten Schutztruppe Isaf und afghanischer Sicherheitskräfte wurden demnach zudem 62 Menschen verletzt. Die Taliban bekannten sich zu der Tat.
Am Morgen habe „ein Selbstmordattentäter auf einem Motorrad eine gemeinsame Patrouille in einer belebten Gegend der Stadt Khost
angegriffen“, gab das Gouverneursbüro an. Die Sicherheitskräfte waren demnach zu Fuß in der Stadt unterwegs. Neben den Soldaten seien dabei ein Dolmetscher, sechs Polizisten und zehn Zivilisten getötet worden.
Ein Isaf-Sprecher bestätigte den Tod von drei Soldaten, machte aber keine weiteren Angaben zu dem Vorfall. Die Isaf hatte ihre Zusammenarbeit mit afghanischen Sicherheitskräften nach mehreren sogenannten Insider-Angriffen von Attentätern in afghanischen Polizei- oder Armeeuniformen zwischenzeitlich eingeschränkt. Mittlerweile hat sie diese aber teilweise wieder aufgenommen.
Drohnen-Angriff in Pakistan
Im Nordwesten Pakistans wurden unterdessen durch einen Drohnenangriff am Montag drei Aufständische getötet. Ein unbemanntes Flugzeug habe zwei Raketen auf ein Motorrad im Stammesgebiet Nord-Waziristan abgeschossen, teilte ein pakistanischer Geheimdienstmitarbeiter der Nachrichtenagentur dpa mit.
Der Angriff ereignete sich in Nord-Waziristan. In den autonomen Stammesgebiet an der Grenze zu Afghanistan halten sich Taliban und Anhänger der Terrororganisation Al Qaida auf.
