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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Afghanistan Mehrere Frauen bei Nato-Luftangriff getötet

 ·  Bei einem Nato-Luftangriff in Afghanistan sind mehrere Frauen getötet worden. Zuvor waren vier amerikanische Soldaten bei einem Anschlag ums Leben gekommen.

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Bei einem Nato-Luftangriff in Afghanistan sind mehrere Frauen getötet worden. Ein lokaler Behördenvertreter sprach am Sonntag von acht getöteten und acht verletzten Frauen bei dem Angriff östlich der Hauptstadt Kabul. Die internationale Isaf-Truppe bedauerte den Vorfall und sprach von fünf bis acht getöteten Zivilisten.

Der Regierungssprecher der Provinz Laghman, Sarhadi Sewak, sagte, Dorfbewohner aus dem Bezirk Alingar hätten die Leichen am Sonntag zum Sitz des Gouverneurs gebracht. Die Frauen seien im Morgengrauen beim Holzsuchen gewesen, als sie angegriffen worden seien. Mehrere Frauen seien auch verwundet worden. Der Leiter des Gesundheitsamtes der Provinz, Latif Kajumi, sprach von zehn Verletzten, einige seien gerade einmal zehn Jahre alt.

Vier amerikanische Soldaten getötet

Zuvor waren bei einem Anschlag im Süden Afghanistans nach offiziellen Angaben vier amerikanische Soldaten getötet worden. Bei den Tätern handele es sich vermutlich um afghanische Polizisten, wie die Nato mitteilte. Während die Allianz keine Angaben zur Nationalität der Opfer machte, erklärten afghanische Behörden, alle Getöteten seien amerikanische Militärangehörige. Der Anschlag ereignete sich in der Provinz Sabol, in der amerikanische Soldaten stationiert sind.

Angriffe von Attentätern aus den afghanischen Sicherheitskräften hatten zuletzt deutlich zugenommen. Erst am Samstag wurden im südlichen Helmand zwei britische Soldaten von einem afghanischen Polizisten erschossen. In diesem Jahr kamen bei derartigen Übergriffen mehr als 50 ausländische Militärangehörige um.

Bis 2014 soll die Verantwortung für die Sicherheit in Afghanistan von den Nato-Kampftruppen an die Afghanen übergeben werden. Danach sollen die meisten ausländischen Soldaten aus dem Land abziehen.

Bei einem Anschlag im benachbarten Pakistan wurden am Sonntag 14 Menschen getötet, darunter drei Kinder und drei Frauen. Die Menschen seien in einem Lastwagen auf dem Weg zu einem Markt an der Grenze zu Afghanistan gewesen, als ein am Straßenrand deponierter Sprengsatz in die Luft gegangen sei, teilte die Polizei mit. Im Grenzgebiet kommt es immer wieder zu Anschlägen, hinter denen die radikal-islamischen Taliban vermutet werden.

Quelle: FAZ.net / AFP, dapd, Reuters
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