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Afghanistan-Konferenz Ein harter Schlag - aber für wen?

28.12.2009 ·  Das ist die Sorte Drohung, mit der man sich nur lächerlich machen kann: Außenminister Westerwelle will an der Afghanistan-Konferenz Ende Januar nicht teilnehmen, sagt er jedenfalls, wenn daraus eine „reine Truppenstellerkonferenz“ werde.

Von Klaus-Dieter Frankenberger
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Das ist die Sorte Drohung, mit der man sich nur lächerlich machen kann: Außenminister Westerwelle will an der Afghanistan-Konferenz Ende Januar nicht teilnehmen, sagt er jedenfalls, wenn daraus eine „reine Truppenstellerkonferenz“ werde. Westerwelles Abwesenheit wäre ein harter Schlag – aber für wen?

Vielleicht für die Bundesregierung, die für die Konferenz-Idee ein Urheberrecht beanspruchen kann. Mal im Ernst: Natürlich muss in London über den zivilen Aufbau geredet werden; aber der FDP-Vorsitzende wird nicht verhindern können, dass auch über künftige Truppenstärken gesprochen wird. Glaubt er wirklich, Präsident Obama setzt weitere Zehntausende amerikanische Soldaten in Marsch und gibt sich dann mit europäischen Platituden zufrieden, auch aus Deutschland, wo immer mehr Politiker nach dem Kundus-Desaster in Panik geraten?

Über eine „Gesamtstrategie“ kann gesprochen werden. Es ist der Koalition unbenommen, entsprechende Vorstöße zu machen – wenn sie denn weiß, was eine Gesamtstrategie sein soll. Mit dem Verweis auf „vernetzte Sicherheit“ ist es aber nicht getan.

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Jahrgang 1955, verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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