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Veröffentlicht: 17.12.2012, 17:30 Uhr

Afghanistan Gauck am Hindukusch

Bundespräsident Gauck kann in Afghanistan nicht mehr tun, als den Deutschen, die an den Hindukusch entsandt wurden, Hoffnung zu geben, dass ihr Einsatz nicht umsonst war.

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Bundespräsident Gauck hat in seinem früheren Leben nie ein Hehl aus seiner Überzeugung gemacht, dass es zum Erringen und Erhalten der Freiheit manchmal nicht zu vermeiden ist, Gewalt anzuwenden. Die deutschen Soldaten und Polizisten, denen er in Afghanistan seine Reverenz erweist, sind zu diesem Zweck an den Hindukusch geschickt worden; Entwicklungshelfer sind ihre zivile Ergänzung.

Aus Gründen, die hier nicht im Einzelnen aufzuführen sind, hat dieses Bemühen in Afghanistan nur begrenzt Früchte getragen. Man stelle sich vor, Gauck hätte auch den Afghanen selbst seine Botschaft überbringen können - etwa mit einer Ansprache vor der Loya Dschirga. Die bärtigen Stammesführer, unter ihnen nicht wenige Islamisten, hätten einen Vertreter des Westens kennengelernt, der tief religiös ist und dennoch einen Begriff davon hat, wo die legitimen Grenzen der Einflussnahme des Glaubens auf die weltliche Ordnung verlaufen.

So wie die Dinge liegen, kann der Bundespräsident nur diejenigen, die in das Land am Hindukusch entsandt wurden, in der Hoffnung bestärken, dass ihr Einsatz nicht umsonst war.
 

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