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Afghanistan Entführter italienischer Journalist Mastrogiacomo frei

19.03.2007 ·  Der in Afghanistan entführte italienische Journalist Daniele Mastrogiacomo ist nach zwei Wochen Geiselhaft wieder frei. Die gute Nachricht fällt mit dem Berlin-Besuch des afghanischen Präsidenten Hamid Karzai zusammen.

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Der in Afghanistan entführte italienische Journalist Daniele Mastrogiacomo ist nach zwei Wochen Geiselhaft wieder frei. Das teilte das italienische Außenministerium am Montag mit.

Der afghanische Präsident Hamid Karzai hatte zuvor entsprechende Hoffnungen genährt und bei einem Besuch in Berlin am Montag eine baldige Freilassung Mastrogiacomos in Aussicht gestellt. Mastrogiacomo von der römischen Tageszeitung „La Repubblica“ war laut Angaben der Taliban am Sonntag an Stammesführer übergeben worden. Seine endgültige Freilassung hatten die radikal-muslimischen Rebellen aber von der Erfüllung weiterer Forderungen abhängig gemacht. So sollte ein weiterer Taliban-Kämpfer aus afghanischer Haft entlassen werden. Ob diese Forderung erfüllt wurde, sagte Karzai nicht.

Merkel: Sind auf dem richtigen Weg

Die Bundeskanzlerin sieht die deutsche Strategie für den Wiederaufbau Afghanistans bestätigt. „Die Erfahrung lehrt, dass wir sicherlich auf dem richtigen Weg sind“, sagte Angela Merkel (CDU) nach dem Treffen mit Karzai in Berlin.

Das deutsche Mehr-Säulen-Konzept habe sich bewährt. Es sehe neben der Stationierung von Bundeswehrsoldaten in Afghanistan auch die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte sowie entwicklungspolitische Zusammenarbeit vor. Allerdings könne noch manches für den Wiederaufbau des Landes getan werden, sagte die Kanzlerin. „Es muss zielstrebig weitergearbeitet werden an den Infrastruktur-Projekten.“ Insbesondere die Stromversorgung in Afghanistan müsse trotz schwieriger geographischer Bedingungen verbessert werden.

Karzai dankt für Tornado-Einsatz

Karzai hob die Bedeutung internationaler Hilfe für den Aufbau seines Landes hervor. „Ohne die Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft wäre Afghanistan nicht da, wo Afghanistan heute steht“, sagte er. Der Bundesregierung dankte er für die Stationierung deutscher Soldaten sowie den geplanten Einsatz deutscher Tornados in seinem Land.

Einen Tag vor dem Fristablauf der Entführer zweier Deutscher im Irak schloss die Bundeskanzlerin ein Nachgeben ihrer Regierung aus. Es müsse klar sein, „dass die Bundesregierung nicht erpressbar sein kann“, sagte Merkel. Der Krisenstab des Auswärtigen Amtes arbeite weiter „auf Hochtouren“ für eine Freilassung der Geiseln. Karzai sagte, dass mit einem Nachgeben gegenüber den Geiselnehmern die Bedrohung nicht sinken, sondern wachsen würde.

Selbstmordanschlag auf Konvoi

Die beiden Deutschen, eine 61 Jahre alte Frau und ihr Sohn, waren Anfang Februar im Irak entführt worden. In einem im Internet veröffentlichten Video hatten ihre Entführer damit gedroht, die Geiseln zu töten, sollte die Bundesregierung nicht bis Dienstag mit einem Abzug ihrer Soldaten aus Afghanistan beginnen.

Unterdessen hat ein Selbstmordattentäter in der afghanischen Hauptstadt Kabul einen Konvoi der amerikanischen Botschaft angegriffen. Bei dem ersten Selbstmordanschlag in Kabul seit Jahresbeginn wurde nach Angaben der Botschaft ein Amerikaner schwer verletzt. Er sei in ein Krankenhaus auf dem amerikanischen Stützpunkt Bagram nördlich von Kabul gebracht worden. Auch ein afghanisches Kind sei verletzt worden, sagte ein Sprecherin des Innenministeriums.

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