28.04.2007 · Knapp zwei Wochen nach Beginn der Aufklärungsflüge hat es beim Einsatz der deutschen Tornados erstmals einen Zwischenfall gegeben. Ein Sprecher des Einsatzgeschwaders in Masar-i-Scharif bestätigte, dass am Samstag morgen bei einer Maschine nach einer Landung das Bugfahrwerk „abgerissen“ sei.
Knapp zwei Wochen nach Beginn der Aufklärungsflüge in Afghanistan hat es beim Einsatz der deutschen Tornados erstmals einen Zwischenfall gegeben. Der Sprecher des Einsatzgeschwaders in Masar-i-Scharif, Hartmut Beilmann, sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa, bei der Landung nach dem 20. Einsatzflug der Tornados am Samstag sei bei einer der beiden Maschinen das Bugfahrwerk „abgerissen“.
Die Besatzung sei bei der Bruchlandung unverletzt geblieben. „Es bestand zu keiner Zeit Gefahr für Leib oder Leben eines Menschen.“ Der Tornado sei nach dem Abriss des Fahrwerks nach vorne gekippt. Beilmann sagte, die Wucht des Aufpralls sei von dem an der Unterseite der Maschine angebrachten Behälter mit den hochspezialisierten Aufklärungskameras aufgefangen worden. Der Behälter sei beschädigt worden.
Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam sagte, die Maschine sei wie üblich mit einem Piloten und einem Waffensystemoffizier besetzt gewesen. Beide würden nun zu dem Hergang des Zwischenfalls befragt. „Die Untersuchungen laufen“, sagte der Sprecher. Ob der Einsatz der Tornados in Afghanistan planmäßig fortgesetzt werde, könne daher noch nicht gesagt werden.
Bruchlandung?
Clemens Merkel (Merkel.Cl)
- 28.04.2007, 20:56 Uhr