27.01.2012 · Auch wenn die Bundeswehr ein Jahr länger in Afghanistan bleibt, ist längst klar, dass der Einsatz nicht mit einem großen Sieg enden wird. Es wäre schon viel erreicht, wenn am Ende keine große Niederlage stünde.
Von Peter SturmEines haben der Konflikt in Afghanistan und die Schuldenkrise in Europa gemeinsam. Das Publikum ruft nach schneller Lösung, die es realistischerweise nicht geben kann. Verteidigungsminister de Maizière hat deshalb recht, wenn er sagt, die internationale Gemeinschaft habe noch einen langen Weg in Afghanistan vor sich.
Die Termine für den allmählichen Abzug der ausländischen Kampftruppen sind denn auch mehr den innenpolitischen Gegebenheiten in den Entsendeländern als den Verhältnissen am Hindukusch geschuldet. Wie weit Afghanistan in einigen Jahren wirklich sicherheitspolitisch auf eigenen Füßen stehen kann, ist unklar.
Dass der Militäreinsatz nicht mit einem großen Sieg enden wird, weiß man schon heute. Eine klare Niederlage sollte sich aber vermeiden lassen; unter anderem dadurch, dass man realistische Ziele verfolgt. Wenn Afghanistan nicht im Bürgerkrieg versänke, wenn ausländische Terroristen auch nach Abzug der westlichen Truppen dort keine Zuflucht (mehr) fänden, dann könnte man mit Thomas de Maizière sagen: Der Einsatz war richtig.
Runterrechnen des "Erfolgs"
Christoph Rohde (prediger1)
- 27.01.2012, 15:23 Uhr
Das political contaiment so far durch die Bundesregierung und die Verantwortlichen
Jürgen Braun (perfekt57)
- 27.01.2012, 14:53 Uhr