16.11.2008 · Auf eine deutsche Patrouille in Afghanistan ist ein Anschlag verübt worden. Dabei wurde ein Soldat leicht, ein weiterer schwer verletzt. Der Angriff habe sich in der Provinz Baghlan ereignet, die südlich der Provinz Kundus liegt.
Bei einem Anschlag auf eine deutsche Patrouille in Afghanistan sind am Sonntagmorgen nach Bundeswehrangaben zwei Soldaten verletzt worden. Einer von ihnen habe leichte, der zweite schwerere Verletzungen erlitten, teilte die Bundeswehr mit. Der Angriff habe sich in der Provinz Baghlan ereignet, die südlich der Provinz Kundus liegt.
Zur Art des Anschlags gab es unterschiedliche Angaben. Während das Einsatzführungskommando in Potsdam von einer Sprengfalle sprach, ging die afghanische Polizei von einem Selbstmordattentäter aus. Der Angreifer sei mit seinem Wagen in einen deutschen Konvoi gerast, erklärte die Polizei. Dabei seien ein Zivilist getötet und zwölf weitere verletzt worden. Auch ein deutscher Soldat sei verwundet worden.
Bislang 30 deutsche Soldaten getötet
Der schwerer verletzte deutsche Soldat wurde nach Angaben der Bundeswehr im ungarischen Lager Pol-i-Khomri nahe der Stadt Baghlan ärztlich versorgt. Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam erklärte, zur Schwere der Verletzungen könne er noch nichts sagen. Die Soldaten seien zwischen den Bundeswehr-Lagern in Kundus und Masar-i-Scharif unterwegs gewesen. Auch die Provinz Baghlan gehört zum deutschen Verantwortungsbereich im Norden Afghanistans.
Seit Beginn des Bundeswehr-Einsatzes am Hindukusch sind 30 deutsche Soldaten umgekommen. Zuletzt wurden Ende Oktober bei einem Selbstmordanschlag auf einen deutschen Konvoi in der Unruhe-Provinz Kundus zwei Bundeswehr-Soldaten getötet. Schon Ende August war in der Region um Kundus ein deutscher Soldat bei einem Anschlag mit einer Sprengfalle ums Leben gekommen. Derzeit sind knapp 3700 deutsche Soldaten am Hindukusch im Einsatz.
Im Krieg gibt es Tote und Verletzte
egon sunsamu (sunsamu)
- 16.11.2008, 21:31 Uhr