Home
http://www.faz.net/-gq5-vbca
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Afghanistan Bundeswehr mit Raketen beschossen

15.09.2007 ·  Ein Wiederaufbauteam der Bundeswehr ist im Norden Afghanistans mit Raketen beschossen worden. Keiner der Soldaten wurde verletzt, an dem Stützpunkt entstand kein Sachschaden. Die afghanische Polizei hat mehrere Personen in einem benachbarten Dorf festgenommen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Ein Bundeswehr-Stützpunkt im Norden Afghanistans ist in der Nacht mit Raketen beschossen worden. Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam sagte am Samstag, es seien weder Menschen verletzt worden, noch sei Sachschaden entstanden.

Insgesamt seien drei oder vier Raketen in der Gegend des Wiederaufbauteams der Bundeswehr eingeschlagen. Eine sei im Stützpunkt niedergegangen, als Blindgänger aber nicht explodiert. Die weiteren Raketen seien auf dem Gelände eines afghanischen Armeestützpunkts und auf dem Gelände einer US-Sicherheitsfirma eingeschlagen. Da alle drei Komplexe in direkter Nachbarschaft lägen, sei unklar, wem der Angriffe galt.

Selbst gebaute Abschussvorrichtung

Die afghanische Polizei habe nach den Angriffen ein benachbartes Dorf durchsucht und dort auch mehrere Menschen festgenommen. Einzelheiten nannte der Sprecher nicht. Es sei auch unklar, ob hinter den Angriffen radikalislamische Taliban steckten. Die Raketen seien von selbst gebauten Vorrichtungen abgefeuert worden und daher nicht zielgenau gewesen. Wie stets bei solchen Vorfällen hätten die Bundeswehr-Soldaten umgehend die Maßnahmen zu ihrer eigenen Sicherheit erhöht, sagte der Sprecher. Der Stützpunkt der Bundeswehr gehört zu den regionalen Wiederaufbauteams, die zur Stabilität und mehr Sicherheit in den Regionen sorgen sollen.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Entscheidungsrecht

Von Georg Paul Hefty

Der Gesetzgeber festigt mit dem neuen Organspenderecht die Autonomie des Einzelnen: Er kann seine Bereitschaft wie seine Ablehnung erklären oder sich gar nicht äußern. Außerdem befreit es die Angehörigen von drängenden Fragen der Ärzte. Mehr 9 4