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Afghanistan Auf lange Sicht

19.07.2010 ·  Kurz vor der Afghanistan-Konferenz in Kabul und knapp ein Jahr vor dem Rückzug der ersten Soldaten vom Hindukusch muss klar sein, dass hiermit lediglich ein Prozess beginnt. Nur durch langfristiges Engagement kann der Westen das Geschehen in Afghanistan und Pakistan beeinflussen.

Von Horst Bacia
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Vor Beginn der internationalen Afghanistan-Konferenz in Kabul am Dienstag macht Außenministerin Clinton der politischen und militärischen Führung Pakistans ihre Aufwartung, um zu versichern, dass die Vereinigten Staaten entschlossen seien, sich langfristig in der Region zu engagieren.

Die inzwischen zu zwei Dritteln von Amerikanern gestellte Nato-Schutztruppe wird nicht für alle Zeit am Hindukusch bleiben; das heißt aber nicht, dass im Juli nächsten Jahres - zu dem von Präsident Obama genannten Termin - schon ein allgemeiner Rückzug stattfinden wird. Beginnen soll nur der „Prozess“ einer allmählichen Übergabe der Verantwortung für die Sicherheit an die afghanische Regierung. Es ist wichtig, das in Kabul und in Islamabad noch einmal klar zu sagen.

Nur wenn es an einem Engagement auf lange Sicht keine Zweifel gibt, können Washington und die internationale Gemeinschaft das Geschehen in beiden Ländern weiterhin beeinflussen. Stabilität in Afghanistan und in Pakistan sind zwei Seiten einer Medaille (Obamas „AfPak“) - und für den Westen ein vorrangiges Sicherheitsinteresse.

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